Bayerns Justizminister Winfried Bausback zu Gast in Tirschenreuth
Ein Hemd für den Minister

Zwei Hemden - schwarz und weiß - aus Tirschenreuther Produktion erhielt Bayerns Justizminister Winfried Bausback (Zweiter von links) bei seinem Besuch in Tirschenreuth. CSU-Ortsvorsitzender Huberth Rosner (Zweiter von rechts), Bürgermeister Franz Stahl (links) und CSU-Kreisvorsitzender Tobias Reiß überreichten sie gemeinsam. Bild: jr
Politik
Tirschenreuth
19.05.2017
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(jr) "Eine Leitkultur ist nichts Verwerfliches, sondern notwendig", sagte Justizminister Professor Winfried Bausback beim Besuch bei der CSU im Hotel "Seenario". Er unterstützt damit Bundesinnenminister Thomas de Maiziére, der die Einführung einer Leitkultur für Flüchtlinge fordert. "Wir von der CSU haben diesen Wunsch mit Genugtuung aufgenommen", so Bausback.

CSU-Ortsvorsitzender Huberth Rosner und Bürgermeister Franz Stahl begrüßten den hohen Gast. Traditionell erhalten die Minister bei ihren Besuch in der Kreisstadt ein Hemd aus heimischer Produktion, so auch Bausback. In seiner kurzen Begrüßung bezeichnete Rosner selbstbewusst Tirschenreuth als "modernste, kreativste und innovativste Kleinstadt Nordostbayerns".

Der Justizminister kennt die Sorgen und Nöte der Kommunalpolitik genau. Er sitzt seit 2002 im Stadtrat in Aschaffenburg und nimmt so oft es geht auch an Sitzungen teil. Die Stadt Tirschenreuth lobte er für ihre in die Zukunft gerichtete Politik. "Hut ab. Während anderswo diskutiert wird, wird hier gehandelt."

In einer Leitkultur sah Bausback nichts Verwerfliches, wenn die Werte der Verfassung darin herausgehoben werden. Im Übrigen nannte er die Verfassung des Freistaates Bayern als die gelungenste in ganz Europa. "Unser Staat lebt von Menschen, die mit ihren Werten diesen Staat tragen." Eine Leitkultur könne helfen, die Menschen mit unseren Werten und unserer Verfassung vertraut zu machen.

In der anschließenden Diskussion stellte sich Dr. Bausback den Fragen der Zuhörer. Peter Gold berichtete aus beruflicher Erfahrung, dass in Kinderehen junge Mädchen missbraucht würden und forderte dazu auf, hier nicht wegzuschauen. "Dies ist eine Straftat", sagte Gold und verwies auf viele Kinderehen, die in der Türkei geschlossen werden. Gold wusste, "viele junge türkische Mädchen fahren in die Türkei und kommen plötzlich nicht mehr zurück, weil sie dort verheiratet wurden". Gold forderte: "Auch die Türkei muss sich dem europäischen Rechtssystem beugen." Weiteres Thema in der Diskussion war die Burka. Dazu Bausback: "Wenn einer mit mir redet, dann ich will auch sein Gesicht sehen. "Wir sind eine freie Gesellschaft, Burka vermittelt keine Freiheit," so der Minister abschließend. Viele trügen die Burka nicht freiwillig.
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