Bewusstsein für Umwelt und Natur gestärkt - Auszeichnung für Kindergärten
Öko-Kids im Kommen

Freuten sich über die von Ministerin Ulrike Scharf (links) überreichte Auszeichnung: Martina Daubner, Leiterin des Kindergartens Immereuth, und Kinderpflegerin Michaela Pühl (von rechts). (Foto: Lederer, StMUG)
Politik
Tirschenreuth
10.11.2016
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Kindergartenleiterin Silke Weinhold nahm für Waldershof die Auszeichnung entgegen. Aus Friedenfels war niemand dabei. (Foto: Lederer, StMUG)

Umwelt entdecken, verstehen und schützen - gerade Kinder begeistern sich hier gerne. Und dieses Engagement hat auch einen Namen.

"Öko-Kids" heißt ein Projekt, das der Landesbund für Vogelschutz seit Jahren mit dem Bayerischen Umweltministerium durchführt. Gefördert wird das Bewusstsein für Umwelt und Natur sowie nachhaltiges Handeln. Die eingereichten Arbeiten widmen sich unter anderem der Artenvielfalt, Lebewesen, Wald, gesunder Ernährung und dem Umgang mit Rohstoffen.

Die Mädchen und Jungen lernten zum Beispiel, was im heimischen Garten wächst, wie Klimaschutz mit Ernährung und Konsum zusammenhängt oder wie wertvoll der Wald und seine Bewohner sind. Gemeinsam ist allen Projekten: Sie wurden von den Kindern mitentwickelt, die Erwachsenen unterstützten den Prozess. Die Auszeichnung gilt für ein Jahr und kann danach immer wieder neu erworben werden. Das Bayerische Umweltministerium fördert dieses Projekt mit rund 37 000 Euro.

102 Kindertageseinrichtungen haben nun in Nürnberg die begehrte Auszeichnung erhalten, darunter auch drei Kindergärten aus dem Landkreis Tirschenreuth und einer aus Marktredwitz. Eine Wohlfühloase für Vögel, Schmetterlinge und Bienen haben zum Beispiel die Buben und Mädchen im Kindergarten Friedenfels geschaffen. Gut ein dreiviertel Jahr waren sie mit dem Thema beschäftigt. Hochbeete in Gemeinschaftsarbeit erneuerten Immenreuther Kinder. Dabei wurden sie von den Krippeneltern und dem Obst und Gartenbauverein unterstützt. Das Kinderhaus St. Sebastian in Waldershof nahm sich das Thema "Von der Raupe zum Schmetterling" vor. Und im benachbarten Marktredwitz gingen die Kleinen vom Margarethen-Kindergarten als Müll-Detektive: "Plastikmüll - nein danke", so ihre Erkenntnis.

Umweltministerin Ulrike Scharf betonte bei der Auszeichnung in Nürnberg: "Für Umweltbildung ist es nie zu früh. Kinder entdecken bereits im Vorschulalter ihre Umgebung mit Staunen und Forscherdrang. Das Projekt Öko-Kids unterstützt dieses natürliche Interesse, bietet vielfältige Möglichkeiten zum gemeinsamen Gestalten und führt mit Vergnügen an eine nachhaltige Lebensweise heran. Die Kinder lernen so von klein auf, Verantwortung auch für ihre Umwelt zu übernehmen."

Die Kinder entwickelten dabei ein Gespür für Zusammenhänge und lernten neben vielen praktischen Dingen rund um ihre Umwelt beispielsweise auch grundlegende gesellschaftliche Werte für ihr späteres Leben. Ein Wissen, das sie auch an ihre Familien und Freunde weitergeben. "Die Auszeichnung würdigt die wichtige Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher, die unsere Kleinsten auf die Zukunft vorbereiten", so Scharf.

"Beeindruckend bei den Öko-Kids ist das große Engagement der Einrichtungen, die sich mit viel Enthusiasmus und Kreativität mit verschiedensten Themen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinandersetzen", lobte auch Carmen Günnewig, Projektleiterin beim Landesbund für Vogelschutz. Die Spannbreite reichte dieses Jahr von "Wohin mit all dem Müll " über "Musik aus Blech und Co" bis hin zu "Es kreucht und fleucht im Wald". Die besten Projekte erhalten neben einer Urkunde eine exklusive Theateraufführung des Bamberger Kindertheaterensembles "Chapeau Claque".
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