Blick zu Waldnaabauen verbaut

Politik
Tirschenreuth
06.08.2016
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"Zuwachs" bekommt das Stadtgebiet im Bereich des Fischhofs. Dort könnten bis zu sechs neue Bauplätze entstehen.

Ganz ohne Kritik war schon der Start dieser Bauleitplanung nicht verlaufen. So hatte etwa Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) in der Bauausschusssitzung schon bemängelt, dass die Stadt für die Gartenschau die Wiesen günstig erworben hätte und nun hochwertiges Bauland daraus macht. Berr konnte sich sogar eine Nachzahlung für den Vorbesitzer vorstellen.

Bei der Stadtratssitzung war Manfred Zandt (Freie Wähler) eher der freie Blick zu den Waldnaabauen ein Anliegen. Mit einer Bebauung würde hier diese Lücke dann geschlossen. "Das nimmt der Fläche die Großzügigkeit", bedauerte Angelika Brunner (CSU). "Wir stimmen über die Bauleitplanung ab", betonte Bürgermeister Franz Stahl. Ob das Vorhaben machbar ist, würden auch die beteiligten Stellen entscheiden.

Wasser und Strom tanken


Neben den Bauplätzen auf Bereichen von zwei Flurnummern ist bei dem Verfahren auch die Fläche für die Wohnmobile berührt. Dort will die Stadt Verbesserungen vornehmen, damit die Camper Wasser oder Strom auftanken können. Gegen die Stimmen von Karl Berr, Manfred Zandt und Angelika Brunner sprach sich die Mehrheit für den Start der Bauleitplanung aus. Ihren finanziellen Anteil leistet die Stadt auch beim Betrieb der Kindergärten. Dabei kann der Evangelische Kindergarten in der Abrechnung für 2015 eine Bilanz ohne Betriebskostendefizit vorweisen. Bei den Personalkosten leistet die Stadt ihren Beitrag, für dieses Jahr werden es 25 000 Euro sein. Ebenso verhält es sich mit dem Personal beim Katholischen Kindergarten, mit einer Summe von rund 42 000 Euro. "Mehr Kinder, mehr Personal, mehr Kosten", begründete Bürgermeister Franz Stahl diesen Aufwand. Gut 70 000 Euro muss die Stadt für eine Spülbohrung einplanen. Die ist notwendig, damit später einmal die eigene Trafostation im Lerchenfeld betrieben werden kann. Bislang mündet die Einspeise-Freileitung bei den Stadtwerken. Beim Umzug des Bauhofs wird dann auch die Trafostation dort aufgelassen und das Kabel zum neuen Standort geführt. Bei der Spülbohrung muss die Leitung unter der Waldnaab durchgeführt werden.

Fairtrade-Town


Die Kreisstadt wird sich weiter um den Titel einer "Fairtrade-Town" bemühen. Doris Schön (CSU) hatte dieses Anliegen auf den Weg gebracht und erste Informationen eingeholt. So würde Tirschenreuth bereits die meisten Kriterien erfüllen, etwa beim Sortiment der Geschäfte oder den Anbietern. Der Stadt war einstimmig dafür, die offizielle Bewerbung für den Titel in Angriff zu nehmen.

Ebenso einstimmig billigte das Gremium rund 31 000 Euro für die Grundschule. Mit dem Geld soll der Allwetterplatz saniert werden.
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