Bürgergespräch mit der CSU
"Tirschenreuth gut aufgestellt"

Zum Bürgergespräch mit MdL Tobias Reiß (4. von rechts) hatte die Tirschenreuther CSU eingeladen. Bild: kro
Politik
Tirschenreuth
31.07.2016
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Das Interesse am Bürgergespräch mit MdL Tobias Reiß im "Seenario" hielt sich in Grenzen. Einschließlich des Landtagsabgeordneten waren nur elf Personen gekommen.

Tobias Reiß informierte die Anwesenden, dass der CSU-Kreisverband seinen 70. Geburtstag am 21. Oktober in Waldsassen feiert. Dazu werden der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber und der JU-Landesvorsitzende Dr. Hans Reichhart erwartet. CSU-Ortsvorsitzender Huberth Rosner ging auf die aktuelle Asyl-Bewerber-Situation ein. Die CSU habe schon vor einem Jahr gewarnt, "wir wissen nicht, wer alles in unser Land gekommen ist, unter welcher Identität. Deshalb haben wir jetzt eine sehr schwierige Situation".

Trendwende gefordert


Wenn es nicht schnellstens gelinge, eine Trendwende herbeizuführen, werde alles noch schlimmer, die Bürger seien aufgeschreckt. Rosner verwies darauf, dass die CSU eine schnellere Abschiebung straffälliger Asylbewerber fordere, wogegen sich die SPD sträube. Rosner wörtlich, "es ist kein leichter Weg." MdL Tobias Reiß sagte, dass sich Tirschenreuth, dank Handschrift der CSU sehr zum Positiven verändert habe. Tirschenreuth habe nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch ein attraktives Umfeld zu bieten, was vor allem für die jungen Leute sehr wichtig sei. Zur aktuellen politischen Lage merkte er an, dass die Partei schon vor einem Jahr die Flüchtlingspolitik kritisiert habe, "das kann so nicht funktionieren."

In dem Zusammenhang lobte er die bayerische Polizei, die sehr schlagkräftig sei. Reiß, "wie man in München innerhalb kürzester Zeit mehr als 2000 Polizisten zusammen gezogen hat, das war schon hervorragend". Der Sprecher verwies darauf, dass das Thema Sicherheit bei der CSU sehr hoch angesiedelt sei, aber auch die soziale Komponente werde nicht vernachlässigt. Die CSU trete dafür ein, dass alle in Bayern die gleichen Chancen hätten. Bürgermeister Franz Stahl lobte ebenso die Arbeit der Polizei, die einen hervorragenden Job mache. Gleichzeitig stellte er fest, dass dazu noch mehr Personal gebraucht werde. Zum Thema Asyl merkte er an, dass Tirschenreuth schon seit 2003 gemeinsam mit der Kewog, mit dem Bau des Asylbewerberheims, auf diesem Gebiet sehr aktiv sei. In diesem Zusammenhang kritisierte er einmal mehr die mangelnde Solidarität mancher Kommunen. Wobei er durchaus unterschrieb, dass der Großteil seine Hausaufgaben mache.

Mehr Entschlossenheit


Vom Landrat forderte Stahl mehr Entschlossenheit, "damit die Leute auch gut untergebracht werden." Nicht hoch genug könne man das ehrenamtliche Engagement von BRK, Feuerwehr, der AWO und weiteren Hilfskräften einstufen, die auf diesem Gebiet tätig seien. Lob zollte er dem "Gespann Söder/Füracker". Sie täten dem Land gut und unterstützten auch finanzschwächere Regionen. In diesem Zusammenhang kritisierte er jedoch das geplante Oberzentrum an der Grenze.

85 Millionen investiert


Gelobt wurde vom Bürgermeister auch die Stadtratsfraktion, die alle Entscheidungen bei der städtebaulichen Entwicklung konsequent mittrage. Seit 2012 seien 85 Millionen Euro in Tirschenreuth investiert worden, die Neuverschuldung habe dabei nur 2,8 Millionen Euro betragen. Eine Leistung, auf die Tirschenreuth und die CSU stolz sein könnten. Stahl lobte weiter das gemeinsam mit der BRK erarbeitetet Angebot "Leben plus". Kritik übte er am Landkreis, der sich von diesem Konzept verabschiedet habe.

Tirschenreuth hat sich dank Handschrift der CSU positiv verändert.MdL Tobias Reiß
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