Der neue Weg des Wassers

Auf der Fläche zwischen dem bestehenden Baugebiet "Lindenweg" (links) und den höher gelegenen Feldern (rechts) wird ein neues Areal für Bauwillige geschaffen. Rund 30 Plätze sollen auf 2,3 Hektar entstehen. Das Oberflächenwasser wird in einem Trennsystem einmal gesondert abgeleitet. Bild: tr
Politik
Tirschenreuth
01.12.2016
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Der Weg des Wassers birgt am Lindenweg weiter Risiken. Zwar soll ein Trennsystem ordentliche Verhältnisse schaffen, doch könnte ein Regenguss von den höher liegenden Feldern den neuen Grundbesitzern böse Überraschungen bescheren.

Deshalb war Manfred Zandt (Freie Wähler) bei der Stadtratssitzung mit den neuen Entwässerungskonzept nicht vollends glücklich. Stadtbaumeister Andreas Ockl zeigte auf, dass ein Trennsystem im neuen Baugebiet oberhalb des Lindenwegs das Oberflächenwasser bis zu einem Teich an der Bundesstraße 15 mittels Rohren und Gräben ableitet.

Auf Salzgehalt achten


Nachdem dieser Teich nahe dem FFH-Gebiet liegt, braucht es eine genaue Überwachung, dass nicht mehr als 125 Milligramm Salz pro Liter Wasser auftreten. Dies könnte Auswirkungen auf den Einsatz von Streusalz im Winter haben. Der Teich soll später auch das Oberflächenwasser vom Gelände des Feuerwehrhauses sowie des Bauhofs aufnehmen. Manfred Zandt erinnerte, dass starke Regenfälle immer viel Wasser an das Baugebiet herangeführt hätte. Jetzt drohe dies den Häusern am Rand des neuen Baugebiets. Andreas Ockl bescheinigte, dass der Kanal für das Wohngebiet und die Erweiterung ausgelegt werde. "Wir können den Kanal nicht für Wasser von den Feldern dimensionieren!" Bürgermeister Franz Stahl wollte sich bei dieser Frage auf das Urteil der Fachbehörden verlassen, denen das Entwässerungskonzept vorgelegt wird. Die Ausarbeitung wird jetzt in den Bebauungsplan aufgenommen und in zwei Wochen wieder vorgelegt.

26 Plätze reserviert


Zum neuen, etwa 2,3 Hektar großen Baugebiet oberhalb des Lindenwegs wusste Bürgermeister Franz Stahl, dass 26 der 30 Bauplätze reserviert seien. "Wann kann denn gekauft werden", erkundigte sich Paulus Mehler (CSU). Laut Stahl sollte das bereits im Januar möglich sein. Im Herbst kommenden Jahres wären dann auch erste Bauvorhaben vorstellbar.
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