E-Mobilität in der Praxis
Genussvoll Autofahren

"Ich lade jetzt beim Fahrzeug an der Ladestation des Landratsamtes auf, dann komme ich problemlos nach Hause." Zitat: Robert Martin
Politik
Tirschenreuth
08.10.2016
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Robert Martin machte den Bürgermeistern den Aufbau eines E-Mobilitätskonzepts schmackhaft. Die Gemeindechefs schienen davon durchaus angetan.

Der Klimaschutzbeauftragte der Bamberger Landkreisbehörde stellte Bürgermeistern im Landkreis den Aufbau eines flächendeckenden E-Mobilitätskonzeptes vorstellte. Martin kam zur Sitzung im Elektroauto und meinte gut gelaunt: "Fahren mit Elektroautos ist Fahren mit Genuss".

Dr. Susanne Stangl (Regionalmanagement) sagte: "Wir wollen ein schlüssiges Konzept für den Landkreis Tirschenreuth anstoßen". Dazu soll ein runder Tisch gegründet werden. Die Elektro-Mobilität des Landkreises nannte sie einen wichtigen Punkt. Robert Martin, seit acht Jahren als Klimaschutzbeauftragter im Amt, sagte voraus: In vier Jahren würden eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. "Derzeit deutet zwar noch nicht viel dahin, aber die Zahl ist steigend." Dringend ausgebaut werden müsse das Angebot an Ladesäulen für diese Fahrzeuge. Derzeit gebe es bayernweit 1050 Elektro-"Tankstellen".

"Elektrofahrzeuge werden dort gekauft, wo die Ladestruktur vorhanden ist". Martin wusste aber auch, dass rund 80 Prozent der Ladetätigkeiten im eigenen Haus erfolgen. Sein Elektroauto, ein BMW, habe eine Reichweite von rund 200 Kilometer. "Ich lade jetzt beim Fahrzeug an der Ladestation des Landratsamtes auf, dann komme ich problemlos nach Hause." Die Lade-Infrastruktur sei öffentliche Aufgabe; im Landkreis Bamberg sei im Kreistag beschlossen worden, diese flächendeckend zu schaffen. Jede Kommune bekommt einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2500 Euro für den Bau einer Ladesäule". Aktuell, so Martin, sind in 26 von 36 Kommunen in seinem Heimatlandkreis Ladesäulen vorhanden. Nach den Worten von Martin kostet eine Ladesäule rund 3500 Euro. "Es bleibt als an jeder Kommune nur knapp 1000 Euro hängen, dies sollte es uns schon wert sein".

Boxen für E-Bikes


Weiter regte Martin den Bau von Fahrradboxen für Elektroräder an öffentlichen Plätzen an: E-Bikes würden immer teurer werden und seien auf diese Weise vor Diebstahl besser geschützt. Jeder Landrat des jeweiligen Landkreises, so Martin, müsse hinter dem Projekt stehen. Sonst sei es sinnlos. Aber das Ziel, mit einem Elektroauto energiebewusst zu fahren, sollte Anreiz genug sein.

Ich lade jetzt beim Fahrzeug an der Ladestation des Landratsamtes auf, dann komme ich problemlos nach Hause.Robert Martin
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