Ein Drittel aller Flüchtlinge im Landkreis sind sogenannte Fehlbeleger
Wohnraum gesucht

Politik
Tirschenreuth
23.09.2016
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Die Zahlen machen's deutlich: Die Flüchtlingswelle ist abgeebbt. Gerade einmal 90 Flüchtlinge kamen im August in die Oberpfalz, in diesem Monat sind es bislang 55. Zum Vergleich: Vor einem Jahr um diese Zeit suchten 8600 Frauen, Männer und Kinder ein neues Zuhause. Zunehmend ein Problem aber sind die sogenannten Fehlbeleger, also anerkannte Asylbewerber, die sich eigentlich selbst um eine Wohnung kümmern müssten. Das sind im Landkreis immerhin 33,57 Prozent der 691 untergebrachten Flüchtlinge. Weshalb Landrat Wolfgang Lippert im Kreisausschuss von den Bemühungen des Landratsamtes berichtete, über eine Analyse der Familienstrukturen geeigneten Wohnraum zu finden.

Dies vor allem auch vor dem Hintergrund, dass nach der Änderung des Integrationsgesetzes anerkannte Flüchtlinge für die nächsten drei Jahre ihren Wohnsitz in dem Landkreis nehmen müssen, dem sie im Asylverfahren zugewiesen worden sind. Als wertvolle Anregung verstand er das von der Grünen-Kreisrätin Heidrun Schelzke-Deubzer initiierte Integrationstreffen aller zuständigen Behörden, Helferkreise und Flüchtlingshilfen. Das wird nun am 19. Oktober im Landratsamt sein.
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