Einmalige Chance für die Stadt

Politik
Tirschenreuth
16.11.2016
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Beim Stadtumbau hat sich Bärnau in den kommenden Jahren viel vorgenommen. Gut zweieinhalb Millionen Euro soll die Verbesserung der Stadtdurchfahrt kosten.

Bärnau. Ganz allein kann die Knopfstadt die anstehenden Kraftakte nicht stemmen. Dazu braucht es die Unterstützung durch den Freistaat. Niedergeschrieben werden die Projekte deshalb in dem Jahresantrag 2017 für die Städtebauförderung. In dem Programm gibt es für "Härtefälle" wie die Stadt Bärnau bis zu 80 Prozent Zuschuss zu den förderfähigen Kosten. Neu existiert jetzt auch das Sonderförderprogramm für die Sanierung von Ortskernen. "Da werden wird die Aufnahme beantragen", kündigte Bürgermeister Alfred Stier an, der zur Beratung über den wichtigen Punkt extra seinen Urlaub unterbrochen hatte. In dem neuen Jahresantrag steht obenan die Sanierung des "Schwarzen Bären". Aus der früheren Gaststätte soll ein Mehrgenerationenhaus (10 Wohnungen) werden. Städteplaner Klaus Stiefler, der den Jahresantrag ausgearbeitet hat, kalkuliert mit Kosten von rund 2,4 Millionen Euro. Der Anteil der förderfähigen Kosten liegt bei 1,9 Millionen Euro. 950 000 Euro stehen im aktuellen Antrag, die gleiche Summe ist 2018 vorgesehen.

Zu den Großprojekten gehört weiter die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt, mit Bahnhofstraße, Philip-Mühlmayer-Straße und Tachauer Straße sowie die Silberstraße und Bischof-Senestrey-Straße. An förderfähigen Kosten sind 2017 zunächst 300 000 Euro sowie in den nächsten Jahren 700 000, 800 000 und 700 000 Euro vorgesehen. Der Jahresantrag zeige nur im Groben auf, was geschehen soll, erläuterte der Architekt. Für die konkreten Maßnahmen würde später die entsprechenden Bauanträge folgen.

Das Städtebauförderprogramm lobt Alfred Wolf (Junge Wählergemeinschaft) als zukunftsweisendes Konzept. "Das wird das Gesicht der Altstadt wesentlich verbessern", gibt sich Wolf zuversichtlich. "Es ist eine Chance, die sich so nicht mehr bieten wird", unterstützte 2. Bürgermeister Michael Schedl (CSU) den Antrag. Gottfried Beer (SPD) wollte sich hier nicht ausschließen. Skeptisch betrachtete der Sozialdemokrat aber, dass die Gewichtung zu sehr auf den "Bären" ausgerichtet sei. Dem schloss sich auch Hubert Häring (CFWG) an. Einvernehmlich wurde der Jahresantrag gebilligt.

Neues Wohngebiet


Für das neue Wohngebiet "Am Rohrbrunnen" in Thanhausen hat der Stadtrat die nächsten Schritte unternommen. So wurden die Änderung des Flächennutzungsplan und die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Südlich der Straße am Rohrbrunnen soll auf rund 1,6 Hektar ein allgemeines Wohngebiet entstehen. Recht großzügige Bauvorschriften sollen auch die Gestaltungsmöglichkeiten wenig einschränken. Jetzt wird das weitere Bauleitverfahren durchgeführt.

Gleichzeitig werden aus dem bestehenden Bebauungsplan Thanhausen Süd mehrere Grundstücke aus dem allgemeinen Wohngebiet herausgenommen. Dadurch kann ein Vorhaben (Carport) eines Betriebes ermöglicht werden.

Gut 8000 Euro wird die Stadt für automatische Meldeanlagen für den Hochbehälter und die Quellfassungen ausgeben. Das System kontrolliert die Wasserstände und kann Störungen dann detailliert melden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Städtebauförderung (31)Stadtrat Bärnau (28)
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