Familienpaten im Landkreis Tirschenreuth
Geeignete Leute und ein Träger

Mitglieder des Forums "Frühe Hilfen" berieten den Aufbau des Projekts "Familienpaten". Bild: hfz
Politik
Tirschenreuth
26.11.2016
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Der Aufbau des Projekts "Familienpaten im Landkreis Tirschenreuth" stand beim Forum "Frühe Hilfen" auf Einladung der KoKi (Koordinierungsstelle Frühe Kindheit) im Mittelpunkt. Marianne Fütterer und Pia Kürschner begrüßten die Gastreferentinnen des Kinderschutzbundes Amberg-Sulzbach: Brigitte Breitfelder und Birgit Peschke stellten das Modell "Familienpaten" vor, wie es vom dortigen Kinderschutzbund praktiziert wird. Er fungiert als Träger, bildet die Familienpaten in drei Schulungs-Blöcken fundiert aus und begleitet diese auch während des Einsatzes in Familien. Koordinatorin Birgit Peschke ist Ansprechpartnerin; die Mitarbeiter seien bei ihrer Arbeit in den Familien nicht alleine gelassen, wie es in der Pressemitteilung heißt. Zurzeit werden etwa 30 Familien mit 60 Kindern betreut - Familien, die nicht auf Großeltern, Freunde, Bekannte oder Nachbarn zurückgreifen können. Ein Familienpate kann nach Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu einer Bezugsperson vor allem auch für die Kinder werden. Ganz praktisch könne ein Familienpate auch jemand sein, der einfach mal zuhört, mitspielt oder sich mit den Kindern beschäftigt. Die Zeit könnten sich die Paten in Absprache mit den Familien selber einteilen. "Es sollte jedoch grundsätzlich ein Ehrenamt bleiben", heißt es. Das Alter spiele bei der Person des Familienpaten keine Rolle. Es stehe Engagement und die Bereitschaft anderen Menschen Zeit zu schenken im Vordergrund. Auch im Landkreis könnten Familienpaten eine niederschwellige Hilfe für Familien sein, seien sich die Teilnehmer einig gewesen. Es bestehe zwar schon ein Netzwerk an fachlicher Unterstützung, doch vielfach reiche diese nicht. Weitere Entscheidungen hingen davon ab, ob sich ein Träger und Leute für diese Arbeit fänden.

Weiterer Punkt war die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen der KoKi mit dem Angeboten der Frühen Hilfen und der Gesundheitshilfe. Gynäkologie-Chefarzt Kurt Weber habe Unterstützung angeboten; Schwangere, Familien und Alleinerziehende mit kleinen Kindern sollten frühzeitig auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden. Jessika Wöhrl-Neuber vom Familienzentrum "Mittendrin" Kemnath informierte über den Ausbau der flexiblen Kinderbetreuung. Ab Februar werde ein Kurs für die Ausbildung zur Tagesmutter angeboten. Näheres: Marianne Fütterer, Telefon 09631/ 88279, marianne.fuetterer@tirschenreuth.de und Pia Kürschner, 09631/ 88365, pia.kuerschner@tirschenreuth.de
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