Freistaat gibt etwas mehr Zuschuss: 162 560 Euro nach Tirschenreuth - SPD fordert weitere ...
Finanzspritze für Musikschule besser gefüllt

Politik
Tirschenreuth
13.07.2016
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Über den Wert von Musikschulen gibt es kaum Debatten. Wohl aber über ihre Finanzierung. Auch das Defizit der Kreismusikschule Tirschenreuth bereitet den lokalen Politikern seit Jahren Kopfzerbrechen. Nun schreibt sich die SPD einen Erfolg zu, nämlich durch ständige Forderungen nach mehr staatlicher Unterstützung eine Erhöhung bewirkt zu haben. Die scheint nötig, auch wenn sich der Mehrbetrag von 7866 Euro wie ein Tropfen auf den heißen Stein ausnimmt. So hatte der Landkreis 2015 ein Defizit von rund 735 000 Euro zu tragen. Vom Freistaat flossen nun 162 560 Euro. "Auf Druck der SPD im Bayerischen Landtag bekamen die Musikschulen in Bayern mehr Geld", freut sich die Abgeordnete Annette Karl in einer Pressemitteilung. "Die staatlichen Zahlungen wurden von 13,78 auf 14,73 Millionen Euro angehoben." Davon profitiere auch die Musikschule Tirschenreuth, die 2015 7866 Euro (5,09 Prozent) mehr an staatlichen Zuschüssen erhielt als im Jahr zuvor. Das habe eine Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der SPD-Fraktion ergeben: "Diese Erhöhung ist ein immens wichtiger Schritt auf dem Weg zu bezahlbarem Musikunterricht. Dieser darf kein Luxusgut sein." Die Kosten für den Unterricht an den 216 bayerischen Musikschulen teilen sich aktuell die Eltern (61,3 Millionen Euro), die Kommunen (60,1 Millionen) und der Freistaat (14,7 Millionen). Angedacht war bei der Gründung vieler Musikschulen einst eine Drittelung der Kosten. Langfristig soll der Finanzierungsanteil des Freistaates an den Lehrpersonalkosten auf 25 Prozent steigen, fordert Karl. Selbst nach der bewilligten Erhöhung seien es aber noch nicht einmal 15 Prozent.

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