Hohenwald wird gut bedient

Das Hirthaus in Hohenwald soll für rund 235 000 Euro saniert werden. Der Bauausschuss stimmte bis auf Karl Berr für den Bauantrag. Archivbild: ws
Politik
Tirschenreuth
16.07.2016
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Karl Berr ist ein erklärter Denkmalschützer. Doch beim Hirthaus in Hohenwald verspricht er sich von der Sanierung keine dauerhafte Lösung.

Bei der Dorfversammlung in der vergangenen Woche hatte sich Bürgermeister Franz Stahl schon die "Rückendeckung" der Hohenwalder geholt. Denn eine Sanierung des Hirthauses verlangt von ihnen eine Eigenleistung. Bei der Sitzung am des Ausschusses für Bau- und Umweltwesen, Stadtentwicklung und Stadtplanung war der Bürgermeister deshalb leicht ungehalten, dass Ortssprecher Johann Schmid bei den Eigenleistungen nachhakte. "Das ist doch alles besprochen worden", erinnerte Stahl. Zweifel an der Zuarbeit der Hohenwalder hatte der Bürgermeister jedenfalls nicht.

Bei der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes werden laut Stahl 235 000 Euro eingesetzt. Bei der Stadt verbleiben rund 50 000 bis 60 000 Euro. Die Maßnahme soll auch die benachbarte Scheune umfassen. Bei der Nutzung verwies Stahl auf Wanderer und Radfahrer, die hier ihren Ausflug in die Waldnaabauen beginnen könnten.

Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) bezweifelte die Dauerhaftigkeit der Sanierung. Feuchte Mauern und der nahe Dorfteich würden weiter für Probleme sorgen. Sein Vorschlag lautete deshalb, die Mauern komplett zu erneuern und den Bau auch höher auszuführen.

Keine Grundsatzdiskussion


"Es geht hier um den Bauantrag, wir führen keine Grundsatzdiskussion", erinnerte Stadtbaumeister Andreas Ockl an die Beratung im Ausschuss. Konrad Zant (CSU) wollte dennoch ein bisschen ausholen. So hätte Hohenwald schon viel bekommen, etwa einen Fußballplatz "wo noch nie einer gespielt hat". Mit der Sanierung des Hirthauses werde der Ortsteil weiter sehr gut bedient. Für Konrad Schedl (Grüne) war entscheidend, dass die Hohenwalder hinter dem Projekt stehen. Bei der Abstimmung über den Bauantrag war nur Karl Berr dagegen. Einverstanden war das Gremium weiter mit dem Bauantrag von Robert Völkl. Der will auf dem städtischen Grundstück an der Einsteinstraße (gegenüber Firma Acrysign) eine Produktionshalle errichten. Das Gremium hoffte, dass durch die Maßnahme auch weitere Arbeitsplätze entstehen werden.
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