Im Zoff um Oberzentren legt der JU-Kreisverband nach
Wider den Klein-Klein-Neid

"Wenn jeder seine eigenen Hausaufgaben macht, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, wäre schon viel gewonnen." Zitat: Matthias Grundler
Politik
Tirschenreuth
18.11.2016
344
0

Die geplante Aufstufung der Klosterstadt zu einem grenzüberschreitenden Oberzentrum mit Eger artet zum Streitfall aus. Nach dem Querschuss aus Weiden und der Antwort aus Waldsassen legt nun der JU-Kreisverband nach.

Im grenzüberschreitenden Denken sieht Kreisvorsitzender Matthias Grundler ganz klar große Chancen. "Waldsassen könnte zu einem landesweiten Beispiel werden, wie sich Daseinsvorsorge auch grenzüberschreitend realisieren und damit langfristig auch bei schwindender Bevölkerung sichern lässt."

Gefahr für Weiden erkennt Grundler nicht. Mit einem Oberzentrum Waldsassen werde die Staatsregierung gefordert, wichtige Einrichtungen wie zum Beispiel die Polizei oder das Krankenhaus im Erhalt deutlich zu unterstützen. "Das fordern wir als JU von der Staatsregierung ein." Und das sei sicher auch die Stoßrichtung von Bürgermeister Sommer und MdL Tobias Reiß.

"Man muss auch einmal über den Tellerrand hinaus schauen", verweist der Kreisvorsitzende auf die Nachbarn aus Tschechien, die hier arbeiten, einkaufen oder ihre Freizeit gestalten. "Unsere Freibäder sind hier doch ein sehr gutes Beispiel. Ohne die Einnahmen durch die tschechischen Besucher würden viele Bilanzen deutlich schlechter ausfallen." Warum also, sollte man die Daseinsvorsorge für die Zukunft nicht grenzüberschreitend betrachten? Auf einen Raum mit nur zehn Kilometer Abstand lebten in Waldsassen und Eger an die 40 000 Einwohner.

Die grenzüberschreitende Landesplanung sieht Grundler nicht nur als Chance für Waldsassen und die Region. Entsprechend habe der JU-Kreisverband auch eine Initiative Richtung Staatsregierung und Europäischer Union gestartet, Waldsassen zum Pilotprojekt grenzüberschreitender Daseinsvorsorge zu erklären. Einen entsprechenden Passus im Leitantrag zur JU-Bezirksversammlung in Weiherhammer habe man auch mit den Stimmen der Kollegen aus Weiden und Neustadt erfolgreich verankern können.

"Ich bin froh, dass wir als junge Generation in den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt und Weiden so konstruktiv zusammenarbeiten und uns nicht im Klein-Klein gegenseitigen Neids verlieren." Das ist auch Grundlers Rat an manche Kommunalpolitiker. "Wenn jeder seine eigenen Hausaufgaben macht, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, wäre schon viel gewonnen."

Wenn jeder seine eigenen Hausaufgaben macht, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, wäre schon viel gewonnen.Matthias Grundler
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.