Impulsgeber und Eisbrecher

Zahlreiche Gäste waren in den Großen Sitzungssaal des Landratsamtes gekommen. Im Bild (vorne von links) Regionalkoordinator Manfred Dietrich, Armin Engel (Regierung der Oberpfalz), Maria Kinzinger und Landrat Wolfgang Lippert. (jr) Bild: jr
Politik
Tirschenreuth
18.01.2015
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Es ist zwar ein Titel ohne viel Mittel, aber der Landkreis verspricht sich viel davon: Er will offiziell als Bildungsregion anerkannt werden. Bislang darf in der Oberpfalz nur Neumarkt das Label verwenden.

"Eine starke Jugend braucht eine starke Zukunft", sagte Landrat Wolfgang Lippert beim Dialogforum im Sitzungssaal des Landratsamtes, wo er dann später die Bewerbungsunterlagen an Leitenden Ministerialrat Bernhard Butz vom Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst übergab. Zuvor hatte Regionalkoordinator Manfred Dietrich den Weg zur Bildungsregion aufgezeigt.

Standortvorteil

Lippert nannte es ungemein wichtig, jungen Menschen Perspektiven zu zeigen. Bildung sei die Voraussetzung für berufliches Weiterkommen und Anerkennung in der Gesellschaft. "Lebenslanges Lernen ist da eine unbedingte Voraussetzung." Der Landrat machte deutlich, dass auf diesem Weg kein Talent verloren gehen darf. "Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, seinem Talent gemäß, die Bildungschancen nützen zu können." Der Titel "Bildungsregion Landkreis Tirschenreuth" war für ihn ein klarer Standortvorteil. Leitender Ministerialrat Bernhard Butz nannte als Ziel der Arbeit, "die Zukunft unserer jungen Menschen in Sachen Bildung passgenau zu sichern". Bislang hätten sich 62 Landkreise und kreisfreie Städte aus ganz Bayern um den Titel beworben, in der Oberpfalz hat ihn bisher erst Neumarkt erhalten.

Das Zertifikat sei eine Art Qualitätssiegel, das eine Region vorwärts bringen kann. Ausdrücklich betonte er, dass nicht überall die gleichen Qualitätsmerkmale angewandt werden können, vielmehr setzt er auf eine praxisnahe Umsetzung in der jeweiligen Region. Abschließend betonte Butz, "der Titel Bildungsregion seht für eine optimale Förderung der jungen Leute in dieser Region".

Ausführlich stellte dann Regionalkoordinator Manfred Dietrich die bisher erarbeiteten Ergebnisse unter dem Titel "Wer Bildung sät, wird Zukunft ernten" vor und verwies auf gute Praxisbeispiele in der Region: die inklusive Kinderferienbetreuung der Offenen Behindertenarbeit/Familienentlastender Dienst, den Deutsch-Tschechischen Filmsprachkurs der Staatlichen Realschule Kemnath mit der tschechischen Partnerschule Zakladni Skola in Nepomuk, die Zusammenarbeit der Realschule im Stiftland mit der Freien Schule in Eger oder die Kooperation des Sonderpädagogischen Förderzentrums Tirschenreuth mit der Kolping-Berufshilfe.

Mehrwert

Als weiteren Pluspunkt nannte er die gute Vernetzung der unterschiedlichen Schultypen im Landkreis. Eine Bildungsregion bietet für Manfred Dietrich einen Mehrwert und Standortvorteil. "Sie gibt eine Perspektive, ist Impulsgeber und oftmals auch Eisbrecher." Ziel sei es, die Bürgergesellschaft weiter zu entwickeln und zu stärken. Wichtig sei der Aufbau der Internetplattform www.inno-regio.de, die derzeit im Aufbau sei. Den weiteren Weg durch das Qualitätssiegel stellte dann Leitende Realschuldirektorin Maria Kinzinger vor. Sie ist Vorsitzende der Konferenz der Schulaufsicht.
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