Jahresbericht für Reststoffdeponie Steinmühle
Für die Müll-Zukunft gerüstet

Die Reststoffdeponie Steinmühle bleibt in den nächsten zwei Jahren noch eine Großbaustelle. Heuer kommt der neue Einbauabschnitt A 2 hinzu. Damit wird die Anlage für die nächsten 40 Jahre gerüstet sein. Bis 2018 werden rund 3,7 Millionen Euro in die Oberflächenabdichtung der Bereiche B und C verbaut. Dann ist es mit den größeren Investitionen erstmal vorbei. Bild: tr
Politik
Tirschenreuth
14.03.2016
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Die Reststoffdeponie in Steinmühle ist für die Müll-Zukunft gut aufgestellt. Mit dem neuen Bauabschnitt A 2 wird die Anlage noch gut vier Jahrzehnte lang ihre Aufgabe erfüllen können.

Bei der Sitzung des Ausschusses für Abfallwirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt und Energie legte stellvertretender Deponieleiter Georg Nicklas den Jahresbericht der Deponie vor. Von den 2015 angelieferten 32 000 Tonnen seien 16 000 zur Verwertung für Profilierungsarbeiten und als Abdeckmaterial für den Asbesteinbau verwendet worden. 2014 waren rund 46 000 Tonnen angeliefert worden. Den Rückgang erklärte Nicklas durch die Ausbaumaßnahme für den neuen Abschnitt "A2", für dessen Basisabdichtung rund 65 000 Tonnen geeignetes Material als Witterungsschutz aufgebracht wurden.

Der Deponieverbrauch summierte sich im vergangenen Jahr auf rund 24 000 Kubikmeter (Vorjahr 36 000). Im derzeitigen Einbauabschnitt verbleibe ein Restvolumen von rund 78 000 Kubikmeter. Mit dem neuen Bauabschnitt A 2 kommen rund 1,2 Millionen Kubikmeter Einbauvolumen hinzu. "Damit ergibt sich eine Restlaufzeit von über 40 Jahren", schilderte Nicklas. Sehr detailliert ging er auf die verschiedenen Bereiche ein. Beruhigen konnte er beim Sickerwasser, das keine Auffälligkeiten aufweise. Die Photovoltaik-Anlage leistete im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Kilowattstunden, die rund 244 000 Euro Einnahmen (2014: 233 00 Euro) ergaben.

Zahlen fehlen noch


Im Wirtschaftsplan der Abfallwirtschaft musste Sachgebietsleiterin Jutta Goossens mangels aktueller Zahlen noch viele offene Stellen für das vergangene Jahr aufzeigen. Doch hatten die rund 1,6 Millionen Euro Überschuss aus dem zurückliegenden Kalkulationszeitraum (2013 bis 2016) auch für stabile Restmüllgebühren gesorgt. 2016 werde die Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Aufwand von 5,46 Millionen Euro wohl mit einem Minderertrag von rund 930 000 Euro abschließen.

Gut zwei Millionen Euro an Gesamtausgaben werden heuer eingeplant, etwa für den neuen Einbauabschnitt (1,3 Millionen Euro). Die Mittel stammen auch aus einer Auflösung von Rücklagen in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Für die nächsten Investitionen hat der Landkreis weitere Rücklagen geschaffen. So stehen 2018 rund 3,7 Millionen Euro für die Oberflächenabdichtung in den Bereichen B und C im Investitionsplan. Danach sind für die Deponie die großen Vorhaben abgearbeitet.

Der Weg des MüllsAlle 14 Tage wird im Landkreis der Restmüll abgefahren, 2015 waren es insgesamt rund 9700 Tonnen. Seit zehn Jahren ist der Landkreis Mitglied im Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS). Auf der Deponie in Steinmühle wird der Restmüll umgeladen und dann zur "thermischen Behandlung" nach Schwandorf gebracht. In der Reststoffdeponie werden unter anderem Inert-Materialien wie Glasabfälle, Ziegel, Fliesen, Boden, Bitumengemische sowie Asche und Schlacke gelagert. Dabei können auch andere Landkreise gegen Gebühr Material einlagern. Zudem gibt es in der Deponie eine Wertstoff-Sammelstelle, etwa für Sperrmüll. (ws)
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