Kampf um das Direktmandat
Rückzug Meiers nicht unerwartet

Bild: Götz
Politik
Tirschenreuth
22.04.2016
444
0

Der CSU in der nördlichen Oberpfalz bleibt eine harte Kraftprobe erspart: Reiner Meier nimmt seine Bewerbung um das Bundestagsdirektmandat zurück.

Neustadt/Tirschenreuth. Der Schritt zeichnete sich seit geraumer Zeit ab, nachdem der Tirschenreuther zunehmend in die Rolle des Außenseiters geriet: Fast alle Ortsverbände und Gliederungen der CSU positionierten sich für Albert Rupprecht als erneuten Direktkandidaten.

Wie bereits 2013 will sich Reiner Meier auch 2017 als Spitzenkandidat der Arbeitnehmer-Union CSA auf der Landesliste Bayern bewerben. "Ich habe in den letzten Wochen viele Anrufe aus allen Bezirksverbänden erhalten, die mich gebeten haben, wieder als Kandidat der CSA anzutreten", begründet Meier seine Entscheidung. Der "Geschlossenheit der Partei" misst Meier einen großen Stellenwert bei. Er habe viel Zustimmung und Unterstützung erfahren. "Ein längerer Prozess hätte aber die CSU in der Region nachhaltig gespaltet." Manche unwahre Behauptungen seien "kein Gewinn für die demokratische Kultur unserer Partei".

Reiner Meier informierte die drei CSU-Kreisvorsitzenden von Weiden, Neustadt und Tirschenreuth in einem persönlichen Gespräch am Freitagnachmittag. "Die Kreisvorsitzenden sagten ihm ihre volle Unterstützung zu, auf der Landesliste auch als Spitzenkandidat der Oberpfalz für den Deutschen Bundestag zu kandidieren", heißt es in einer Presseerklärung. In der CSU wurde der Entschluss mit Erleichterung aufgenommen. "Ich glaube, das ist eine sehr gute Entscheidung für Reiner persönlich, aber auch für die CSU in der Region", meinte Albert Rupprecht. Sie eröffne beste Chancen, "dass wir auch in Zukunft die Nordoberpfalz stark im Bundestag vertreten".

"Ich danke Reiner Meier für seine Bereitschaft, als Listenkandidat zu kandidieren. Er zeigt damit Verantwortung für die Region und unser gemeinsames Ziel, wieder zwei exzellente CSU-Abgeordnete nach Berlin zu schicken", sagte Landrat Andreas Meier. Er und der CSU-Kreisverband Neustadt unterstützten diese Listenkandidatur aus "voller Überzeugung". Auch MdL Tobias Reiß zeigte sich "dankbar" für diesen Schritt, der ein Zeichen für die Geschlossenheit der CSU in der Nordoberpfalz sei.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.