Kewog will Mehrfamilienhaus in Tirschenreuth zur Verfügung stellen
Acht Wohnungen für Asylbewerber

Seit einiger Zeit bereits unbewohnt ist das Mehrfamilienhaus der Kewog in der Stephanskreuzstraße in Neualbenreuth. Die acht Wohnungen sollen künftig als Asylbewerber-Unterkunft zur Verfügung stehen. Bild: jr
Politik
Tirschenreuth
23.10.2014
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Es sind schon einige Tage vergangen, seit die letzten Mieter ausgezogen und die Rollläden vor den Fenstern geschlossen sind. Doch bald soll wieder Leben einkehren in den acht Wohnungen des Mehrfamilienhauses mit der grünen Fassade an der Stephanskreuzstraße in Neualbenreuth: In das Gebäude, das der Kewog Tirschenreuth gehört, sollen Asylbewerber einziehen.

Bürgermeister Klaus Meyer hatte in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag im Rathaus auf die neuen Bewohner hingewiesen - mit einem dringenden Appell an die Neualbenreuther, die neuen Bewohner herzlich in der Tillengemeinde zu empfangen: "Diese Familien sind auf der Flucht, da müssen wir helfen." Helfen bei der Suche nach Wohnraum will auch Bernd Büsching. Der Kewog-Geschäftsführer hatte sich jetzt an die zuständigen Stellen bei der Regierung gewandt - auch vor dem Hintergrund des Brandbriefs von Landrat Wolfgang Lippert an die Bürgermeister: Unterkünfte für die Flüchtlinge sollten die Gemeindechefs zur Verfügung stellten, hatte Lippert mitgeteilt. "Bevor die Leute nicht wissen wo sie hin sollen, kriegen sie die Wohnungen", sagt Bernd Büsching, "... bevor ich sie leer stehen lasse ." Er verweist auf die ersten Gespräche mit der Regierung. Die Räumlichkeiten müssten noch renoviert werden."

"Es eignen sich nicht alle Häuser", verweist Büsching auf die Anforderungen der Regierung, wie die Wohnungen beschaffen sein müssen. In gut vier bis sechs Wochen, so schätzt Büsching, würden die Vorbereitungen abgeschlossen sein, so dass Anfang Dezember, spätestens Anfang Januar die neuen Bewohner einziehen könnten. "Fuchsmühl zeigt sich inzwischen als Vorzeigeobjekt", so Büsching über die bislang guten Erfahrungen mit dem Kewog-Gebäude. Seit Juni sind dort Flüchtlinge aus Syrien untergebracht. Bei Bedarf würde Büsching weitere Unterkünfte bereitstellen.

Vereinzelte Leerstände

Ein weiteres unbewohntes Objekt im Landkreis Tirschenreuth, das ausschließlich Asylbewerber beziehen könnten, hat Büsching zurzeit nicht mehr im Blick. Ins Gespräch bringt der Kewog-Chef aber vereinzelte Leerstände in anderen Mehrfamilienhäusern der kommunalen Wohnungsbau-Gesellschaft. Im Interesse der anderen Mieter müsse die Kewog bei der Auswahl der Leute, die die Wohnungen nutzen, Mitspracherecht behalten, erklärt Büsching. In Fuchsmühl wie auch künftig in Neualbenreuth ist jeweils die Regierung Mieter des kompletten Objekts - und wählt auch die Leute aus, die später dort untergebracht werden.
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