Korrektur der Strompreise
Umlagen zwingen zu Erhöhung

Strom sorgt nicht nur dafür, dass sich das Rädchen am Zähler dreht. Künftig wird die Versorgung aber ein bisschen mehr kosten. Bild: ws
Politik
Tirschenreuth
27.01.2016
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Die Stadtwerke sind eine wichtige Stütze für die Lebensqualität im Ort. Unter anderem mit einem attraktiven Strompreis. Nachdem staatliche Umlagen wieder angestiegen sind, müssen auch die Stadtwerke nachziehen.

Nach der letztjährigen Preissenkung, erhöht sich in diesem Jahr ab dem 1. April der Strompreis wieder leicht. Allerdings nicht, weil die Stadtwerke den Strompreis anheben müssen, sondern wegen der Erhöhung der staatlichen Umlagen. Die staatlichen Kostenanteile erhöhen sich, so Bürgermeister Franz Stahl bei der Stadtratssitzung, um 0,715 Cent pro Kilowattstunde. Weil die Stadtwerke im Bereich Strombezug und Netzentgelte sehr wirtschaftlich arbeiten, wird ein großer Teil dieser Kostenanteilerhöhung "geschluckt", so dass die Erhöhung für den Verbraucher nur 0,24 Cent pro Kilowattstunde beträgt.

Grundpreis unverändert


Die neuen Strompreise ab dem 1. April betragen im Eintarifpreis 24,80 Cent/kWh (bisher 24,56 Cent/kWh). Der Hochtarifpreis beträgt künftig 25,55 Cent/kWh statt bisher 27,31 Cent/kWh und der Niedertarif 22,53 Cent/kWh (bisher 22,39 Cent/kWh). Der Grundpreis von 68,54 Euro pro Jahr bleibt unverändert. Der stadtwerkefremde Anteil am Strompreis liegt nun, so der Bürgermeister, bei circa 57 Prozent. In diesem fremden Kostenanteil sind die staatlich regulierten Netzentgelte nicht enthalten.

Einstimmig billigte der Stadtrat den neuen Grundversorgungstarif, der ab dem 1. April startet, ohne feste Laufzeit. Die Strompreise für die Grundversorgung wurden von der Vertriebsabteilung neu kalkuliert. Die Basiskalkulation wurde von der Firma Rödl & Partner aufgestellt und überprüft.

Alle Sprecher lobten in ihren Statement die Stadtwerke. Bürgermeister Franz Stahl: "Wir bieten nicht nur Strom, wir bieten auch den besten Service, und dies rund um die Uhr, 24 Stunden lang. Bei uns gibt es keine Warteschleifen". Peter Gold (CSU) stellte heraus: "Die Bürgernähe des stadteigenen Betriebs hat einen hohen Wert". Manfred Zandt von den Freien Wählern merkte an: "Die Erhöhung fließt nicht den Stadtwerken zu, sondern außerörtlichen Netzbetreibern." Florian Busl (SPD) war beeindruckt, was die Stadtwerke "alles abfangen können". Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) war froh, "dass wir die Stadtwerke haben."
Die Erhöhung fließt nicht den Stadtwerken zu, sondern außerörtlichen Netzbetreibern.Manfred Zandt (Freie Wähler)
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