Metropolregion Nürnberg versteht sich mit dem Klimapakt auch als Vorreiter
Die Energie-Strategie

Dr. Peter Pluschke leitete die Sitzung des Forums "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" in Tirschenreuth. Bild: bz
Politik
Tirschenreuth
26.09.2016
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Wie die Metropolregion Nürnberg die Energiewende schafft, das war nur eines der Themen, die am Montag in der gemeinsamen Sitzung der Foren "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" sowie "Wirtschaft und Infrastruktur" diskutiert wurden. Und weil Landkreis und Stadt Tirschenreuth Mitglieder sind, tagten die Teilnehmer im Landratsamt.

Firmen von Weltruf


Landrat Wolfgang Lippert stellte den Gästen den Landkreis Tirschenreuth mit all seinen Firmen von Weltrang vor, bevor die Tagungsteilnehmer strategische Fragen erörterten. Forum-Geschäftsführer Dr. Peter Pluschke und Nicola Polterauer von der Energieagentur Nordbayern gingen dabei vor allem auf eine Studie ein, wie sich die Metropolregion als Referenzregion der Energiewende präsentieren kann.

Dabei will Nürnberg als Vorreiter einer möglichst dezentralen Energieversorgung auftreten und eine sichere und nachhaltige Netzstruktur aufbauen. Dabei geht es auch um die Frage, wie man Anlagen, die nun aus der Vergütung fallen, auch weiterhin einspeisen. Regionale Marktmodelle, hohe Eigenverbrauchsquoten und vor allem Energieeffizienz waren dabei die Schlagworte. Dabei geht es auch um die Sanierung von Wohnraum. "Qualität vor Quote" gab Nicola Polterauer hier die Devise vor. Und dass der Wohnraum anschließend noch bezahlbar sein müsse.

Für dieses Prozessmanagement sollten nach der Studie auch zwei Vollzeitkräfte die Koordinierung und Vernetzung der Aktionen geschaffen werden. Die Kosten von rund 70 000 Euro im Jahr sind allerdings derzeit noch offen, weil nach dem Klimapakt der Metropolregion für die Umsetzung jede Gebietskörperschaft selbst verantwortlich zeichnet. Das Papier ist eh mittlerweile in die Jahre gekommen und wird überarbeitet.

Stiftung springt ein


Bei einer Konferenz Ende Oktober in Nürnberg geht es dann auch um die Anregung einer Stiftung, die rund eine Million Euro für die Erarbeitung umfassender Überlegungen zur Verfügung stellen würde. Eine gute Datenbasis bietet die 2015 vorgelegte Energiebilanz, die 2018 erneuert wird und dann auch Prognosen der Verbrauchswerte bis ins Jahr 2015 enthalten soll.
1 Kommentar
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 27.09.2016 | 22:25  
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