Mit einer Stütz- und Förderklasse die Kosten in der Jugendhilfe senken
Angenehmer Synergieeffekt

"Tirschenreuth ist einer der wenigen Landkreise ohne Stütz- und Förderklasse." Zitat: Rektorin Uschi Huber
Politik
Tirschenreuth
27.07.2016
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Es ist zwar eine Notlösung, aber die ist sehr kostenintensiv: Damit Schüler mit besonderer sozialer und emotionaler Beeinträchtigung überhaupt am Unterricht teilnehmen können, greift die Jugendhilfe mangels anderer Hilfsmöglichkeiten auf die Schulbegleitung zurück. Kostet dem Landkreis pro Schüler und Jahr zwischen 26 000 und 38 000 Euro.

Acht Jungen und Mädchen erhalten derzeit diese besondere Form der Hilfe, die eigentlich nur für Schüler vorgesehen ist, die unter einer durch Gutachten beschriebenen seelischen Behinderung leiden, etwa Autismus oder Asperger Syndrom. Zu diesem Spektrum zählen weitere acht Schüler im Landkreis.

Eine mögliche Kosteneinsparung ist zwar eine angenehme Folge, aber nicht der einzige Grund, weshalb sich der Landkreis für eine Stütz- und Förderklasse ausspricht. Die soll ab dem neuen Schuljahr am Sonderpädagogischen Förderzentrum Tirschenreuth eingerichtet werden.

Rektorin Uschi Huber stellte dem Kreisausschuss dieses spezielle Angebot vor. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, die wegen gravierender Verhaltensauffälligkeiten weder in eine allgemeine noch in eine Förderschule integriert werden können. Zwischen fünf und höchstens acht Schüler sollen in so einer Klasse von 8 bis 16 Uhr ganz individuell gefördert werden.

Dazu stehen ein Sonderschullehrer und ein heilpädagogischer Förderlehrer zur Verfügung, deren Kosten der Freistaat trägt. Dazu kommen noch eine sozialpädagogische Fachkraft, die vom Träger der Jugendhilfe, also dem Landkreis, finanziert werden muss, sowie die Miete.

Wohl auch mit Blick auf die "Bildungsregion Landkreis Tirschenreuth" war der Kreisausschuss mit der Neuerung einverstanden.

Tirschenreuth ist einer der wenigen Landkreise ohne Stütz- und Förderklasse.Rektorin Uschi Huber
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