Nahe an den Knöllchen

Noch ist es nur für den Fotografen gestellt. Doch bald schon soll Verkehrsüberwacher Andreas Üblacker auch die Mitten-Parker am oberen Marktplatz "anschreiben". Erster Schritt wird eine freundliche Aufforderung der Stadt sein, später aber soll es "Knöllchen" geben. Bild: ws
Politik
Tirschenreuth
11.06.2016
140
0

Appelle haben bislang nicht geholfen. Um die Parkmoral am oberen Marktplatz ist es schlicht miserabel bestellt. Jetzt will die Stadt nicht mehr lange zusehen.

Bei der zurückliegenden Bauausschusssitzung war die Parksituation im Ortszentrum ein weiteren Mal ein unerfreuliches Thema. Denn bislang haben alle Bitten und Hinweise an die Autofahrer nicht geholfen: Die Fahrzeuge, die zur Marktplatzmitte hin unzulässig abgestellt werden, sind fast schon ein gewohnter Anblick.

Bürgermeister Franz Stahl will aber nicht mehr länger zusehen. Dabei ist dem Stadtoberhaupt nicht die geordnete Parksituation das wichtigste Anliegen. Es geht Franz Stahl in erster Linie um die Gesundheit der Menschen. Denn der Marktplatz ist gerade in den Sommermonaten das Ziel vieler Familien, die gerne auch das gastronomische Angebot nutzen. Immer wieder kommt es vor, dass Kinder die Straße überqueren und durch die falsch abgestellten Autos erst spät gesehen werden. Zudem behindern die Falschparker auch das Aus- und Einfahren in die vorhandenen regulären Stellplätze an der Häuserzeile.

Mit Unterstützung des Bauausschusses darf die Stadt jetzt eine härtere Gangart einschlagen. "Es wird durchgegriffen", warnte Bürgermeister Franz Stahl vor einem konsequenten Einsatz des Park-Sheriffs. Der soll auch an den Wochenenden ein Auge auf die Vorgänge am oberen Marktplatz haben.

Die allerletzte Chance


Freilich gewährt die Stadt noch eine letzte Chance. Ab der kommenden Woche werden die Falschparker zunächst vorgewarnt. Sie finden dann an ihren Scheiben Zettel, die auf ihr "Vergehen" hinweisen. "Dadurch behindern Sie andere Verkehrsteilnehmer und sorgen damit für eine unnötige Gefahrensituation" ist darauf zu lesen. Ein Verwarnungsgeld wird noch nicht erhoben. Allerdings kündigt das Schreiben an, dass künftig vermehrt Kontrollen durchgeführt werden. Und schließlich bedankt sich die Stadt als Unterzeichner schon mal vorab für das Verständnis.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.