Raumordnungsverfahren Ostbayernring: Pläne liegen in Rathäusern
Bei Wechselstrom ein Wörtchen mitreden

Der Ostbayernring, hier zwischen Mitterteich und Konnersreuth, braucht einen deutlich leistungsfähigeren Ersatzbau. Bild: Grüner
Politik
Tirschenreuth
05.01.2016
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Was bedeutet der Ersatzneubau des Ostbayernrings für die Bevölkerung? Seit einigen Wochen liegt der mögliche Trassenverlauf öffentlich aus. Vier Gemeinden im Landkreis Tirschenreuth sind betroffen. Anregungen sind erwünscht, ermuntert der Projektbetreiber Tennet zu Stellungnahmen.

65 bis 75 Meter hoch


Viele Anwohner haben sich die Pläne schon in den Rathäusern oder im Internet angesehen. Allerdings sind die Einwände beim derzeitigen Verfahrensstand rechtlich nicht relevant. Wohin die 65 bis 75 Meter hohen Masten der Wechselstromtrasse genau kommen, wird erst in der Planfeststellung zementiert.

Die neue Trasse soll, so die Betreiber, die Stromversorgung der gesamten Region nach der Energiewende sicherstellen. Baubeginn ist frühestens 2018, Fertigstellung 2020. In dieser Zeit wird es zwei parallele Stromleitungen geben, weil der alte Ostbayernring ja nicht einfach abschnittsweise abgeschaltet werden kann. Zur Vorbereitung des Ersatzneubaus haben die Regierungen von Oberfranken und der Oberpfalz im Dezember die Raumordnung eingeleitet. Die Gemeinden, durch deren Gebiet die Leitungen laufen, müssen die Pläne vier Wochen auslegen.

"Wir bündeln die Einwände und geben sie dann bis zur Frist am 29. Januar an die Regierung weiter", sagt Markus Troesch, Geschäftsleiter in Konnersreuth. Eine Handvoll Bürger hat sich den geplanten Trassenverlauf schon im Rathaus angesehen. Die Auslegungsfrist endet in Konnersreuth bereits am 8. Januar.

In Mitterteich begann sie später und dauert noch bis 29. Januar. Im Wiesauer Rathaus, wo sich Bürger aus den Gemeindegebieten Wiesau und Falkenberg äußern können, liegen die Trassenpläne bis 22. Januar aus. "Die Leute geben sich nicht gerade die Klinke in die Hand, aber das Informationsangebot wird schon angenommen", beschreibt Thorsten Meiler die bisherige Resonanz.

Nah an der Autobahn


Größtenteils soll der neue Ostbayernring dem bisherigen Verlauf folgen. So auch von Oberfranken kommend bis Konnersreuth, wo es um den Ort herum eine leichte Verschiebung gibt. Dann folgt die Trasse der alten bis Mitterteich, wechselt wie gehabt über die Autobahn und soll - anders als bisher - auch westlich der A 93 bleiben. Ab Schönhaid stehen zwei Varianten im Plan: weiter entlang der Autobahn oder über Falkenberg wieder zurück auf die ursprüngliche Trasse. Eine Erdverkabelung, wie sie viele Kommunalpolitiker fordern, ist bei Drehstrom außer für wenige Pilotprojekte nicht vorgesehen.

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Die Pläne im Internet: http://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/leistungen/landesplanung/recht/rov/rov.htm
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