Schilder sollen Verkehr bremsen

An den Innenseiten zum Marktplatz sollen demnächst zwei Parkverbotsschilder für Klarheit sorgen. Die Kontrolle sollte die Stadt dann aber auch "konsequent durchziehen", fordert Paulus Mehler (CSU). Bild: pjug
Politik
Tirschenreuth
30.07.2016
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Verkehrsschilder waren ein großes Thema bei der Stadtratssitzung am Donnerstag: Tempo 30 und Halteverbote sollen aufgestellt werden - und ihre Wirkung zeigen. Ohne Kontrolle, so fürchteten die Räte, wird das aber nicht gehen.

Die Verkehrssicherheit gerade am neuen Übergang in der Regensburger Straße ist ein Schwerpunkt der Überlegungen. Im Bauausschuss hatte Bürgermeister Franz Stahl dafür sogar die Einbahnstraßen-Regelung wie zu Zeiten der Gartenschau angeregt.

Keine Einbahnstraße


Mit Vertretern der Fachstelle sowie der Polizei war Stahl vor kurzem mit der Verkehrsschau unterwegs. Dabei sei man von der Einbahnstraßen-Regelung vorerst abgekommen, schilderte der Bürgermeister am Donnerstag. Allerdings seien auch bei der Verkehrsschau die häufigen Geschwindigkeitsüberschreitungen und die gefährliche Situation am "Zebrastreifen" bestätigt worden. Als Konsequenz wurde deshalb die Beschränkung auf Tempo 30 in der Regensburger Straße vorgeschlagen. "Dann wollen wir das aber weiter beobachten", betonte Stahl. Im Stadtrat herrscht nur nicht Zustimmung zu dem Vorhaben. So wollte etwa Dr. Alfred Scheidler (CSU) den Verkehrsfluss in dieser Hauptachse nicht derart bremsen. Nicht nur die Verkehrsbelastung, auch die Aufmerksamkeit der Fußgänger hätte zugenommen, wusste Scheidler. Vielmehr appellierte der CSU-Mann die Geschwindigkeit mehr zu kontrollieren. Hier schloss sich auch Angelika Brunner an. Tempo 30, so der Bürgermeister, sollte auch die Lärmbelästigung der Anlieger mindern. Peter Gold (CSU) regte an, dass stadteigene Messgerät an der Straße aufzustellen. Konrad Schedl (Grüne) erwartete sich gerade eine Verbesserung am neuen Fußgängerüberweg, nachdem dieser erst spät einsehbar sei.

Zandt will Verkehrskonzept


Für Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) war Tempo 30 die richtige Maßnahme: Der Verkehr wird ruhiger und die Sicherheit steigt! Manfred Zandt (Freie Wähler) ging die Entscheidung nicht weit genug. Der Freie Wähler unterstützt zwar die Beschränkung, fordert aber für eine Dauerlösung ein umfassendes Verkehrskonzept, bei dem der Verkehrsfluss im gesamten Stadtbereich geordnet werden müsste.

Bei der Abstimmung wandte sich neben Alfred Scheidler und Angelika Brunner auch Hans Gmeiner (CSU) gegen die Maßnahme. Neben den Tempo 30-Schildern an den Einfahrten zur Regensburger Straße werden noch zwei Schilder im Bereich des neuen Fußgängerüberwegs aufgestellt. Ebenfalls zwei neue Schilder bekommt der obere Marktplatz. Damit soll vor allem den Falschparkern entlang der Marktplatzmitte begegnet werden.

Schilder am Marktplatz


An den Innenseite werden Parkverbotsschilder (Höhe Sparkasse und Cafe Verena) aufgestellt. "Wir greifen dabei sogar einen Vorschlag von Herrn Berr auf", bescheinigte Stahl dem WU-Stadtrat. "Dafür habe ich zwei Jahre gekämpft", freute sich Berr. Allerdings gab er sich auch realistisch: Bei Großveranstaltungen im Ortskern werde wohl weiterhin alles zugeparkt. Deshalb ärgert Berr auch die zurückliegende Kontrolle bei der Monatswallfahrt. "Da sind die Kirchgänger drangsaliert worden", warf er dem Bürgermeister vor. "Wir haben eine Straßenverkehrsordnung", verwies Stahl auf die Rechtslage. Und viele Anwohner würden sich auch beschweren, dass ihre Einfahrten zugeparkt seien.

Angelika Brunner (CSU) beklagte fehlende Parkplätze, die Stadt und auch Kirche schaffen sollten. "Die Leute müssten halt ein paar Minuten gehen", hielt Stahl dagegen. Paulus Mehler (CSU) forderte, dass die Kontrollen jetzt konsequenter durchgeführt werden.
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