Stadt bremst bei Klagen gegen Windkraftanlagen
Stillhalten bei Windrädern

Politik
Tirschenreuth
01.03.2016
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Bei den Windkraftanlagen in der Gemeinde Mähring will die Stadt als Nachbar im Moment stillhalten. Auch, weil bei den Klagen kaum Erfolgsaussichten bestehen.

Ausführlich informierte Bürgermeister Franz Stahl den Stadtrat über den aktuellen Sachstand der geplanten Windenergieanlagen im Gemeindebereich Mähring, speziell in Asch und am Wetterberg bei Laub. Stahl verwies darauf, dass das Verwaltungsgericht Regensburg die Klage der Gemeinde Mähring gegen den Bau zweier Windenergieanlagen in Asch abgelehnt habe.

Ferner habe das Landratsamt zwei Windenergieanlagen im Windpark Wetterberg bei Laub genehmigt. Dagegen habe die Nachbargemeinde Klage erhoben. Stahl wies darauf hin, dass die Erfolgsaussichten dieser Klage wohl eher gering seien. Tirschenreuth wolle deshalb vorerst mal abwarten. Bemerkenswert sei in diesem Zusammenhang, so Stahl, dass das Landesamt für Denkmalschutz in Hinblick auf die Filialkirche in Marchaney trotz Beteiligung sich nicht geäußert habe. Stahl verwies aber auch darauf, dass sich die Gemeinde Mähring nicht der "Welt (Windenergie Landkreis Tirschenreuth)" angeschlossen habe, sondern ihren eigenen Weg gegangen sei - "vielleicht war dies im Nachhinein betrachtet, ein Nachteil". Dr. Alfred Scheidler (CSU) bestätigte dies. Auch er bedauerte, dass das Landesamt für Denkmalpflege keine Stellungsnahme abgeben habe.

Auswirkung auf Gesamtbild


Obwohl die Chancen vor Gericht wohl eher gering seien, sollte man die Klage aufrecht erhalten, so der CSU-Stadtrat. Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) wollte vom Landesamt für Denkmalpflege nochmal eine Stellungnahme. Es sei Sache der Stadt Tirschenreuth, das Umfeld dieser Kirche zu schützen. Ein Bau der Anlage würde auch das Gesamtbild des Fischhofparks beeinträchtigen. Berr forderte, auf jeden Fall etwas zu unternehmen, auch in Hinblick darauf, dass die Fördermengen für Windanlagen wohl gekürzt werden. "Wenn wir den Bau hinausschieben können, wird er wohl für den Investor uninteressant", vermutete Berr.

Manfred Zandt erinnerte sich an ein Gespräch mit Mährings Bürgermeister Josef Schmidkonz. Dieser habe ihm mitgeteilt, dass es nach damaligen Sachstand besser gewesen sei, alleine etwas gegen diese Windanlage etwas zu unternehmen.
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