Stadt will Multifunktionsplatz für Jugend schaffen
Für alle Ballsportarten geeignet

Auch Flüchtlinge und Studenten können diesen Sportplatz nutzen.
Politik
Tirschenreuth
03.03.2016
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Der "Platz der Begegnung" nimmt die nächste Hürde. Der Multifunktionsplatz wird aber einiges Geld kosten. Im kommenden Jahr soll der Bau beginnen.

Erstmals hat der Jugendrat einen Antrag an den Stadtrat gestellt! Die jungen Leute wollen im Ort einen "Platz der Begegnung", einen Multifunktionsplatz, schaffen. Stadtbaumeister Andreas Ockl hat dafür bereits Berechnungen angestellt: Ein Kunstrasenplatz kostet 187 500 Euro, wobei 112 000 Euro als Förderung aus Leadermittel zu erwarten seien. Ein Hartplatz aus Kunststoff würde rund 165 000 Euro kosten, hier sei ein Förderanteil von 99 000 Euro zu erwarten. Für den Unterhalt eines Kunstrasenplatzes hat Ockl eine jährliche Summe von rund 11 000 Euro errechnet, für den Hartplatz rund 8500 Euro. Als möglichen Standort schlug Bürgermeister Franz Stahl den unteren Bereich des Parkplatzes am Freibad vor. Stahl verwies darauf, dass dieser Ort ein Platz für die offene Jugendarbeit werden soll, also für alle Jugendliche zugänglich sei. Manfred Zandt (Freie Wähler) zeigte sich offen für beide Platzvarianten, verwies aber auf die hohen Unterhaltskosten. Harald Siegert (CSU) erwartete ein "Super-Freizeitareal". Zur Platzreinigung schlug eine eine monatliche "Ramadama"-Aktion des Jugendrats vor. Jugendsprecher Huberth Rosner versicherte, dass der Jugendrat den Platz pflegen werde, um die Unterhaltskosten zu senken. Der Platz sollte für alle Ballsportarten geeignet sein, auch für Rollstuhl-Basketball.

Rosner ging sogar noch weiter: "Auch Flüchtlinge und Studenten, die nach Tirschenreuth kommen, können diesen Platz nutzen." Martina Sötje (SPD) zeigte sich begeistert von diesem neuen Platz, zumal auch Behindertensport möglich sei. Deshalb schlug sie vor, auch einen Zuschussantrag bei "Aktion Mensch" zu stellen. Hans Zölch (Freie Wähler) hatte "Bauchschmerzen" bei den Unterhaltskosten. Olga Luft betonte die Wichtigkeit, das dieser Platz öffentlich und offen für alle sei. Konrad Zant (CSU) hielt einen Kunstrasenplatz für geeigneter. Hans Gmeiner (CSU) konnte sich den Multifunktionsplatz auch auf der angrenzenden Liegewiese im Freibad vorstellen. Stahl konterte, dass gerade die Weitläufigkeit des Freibades viele Besucher anlocken würde. Letztendlich wurde die Verwaltung einstimmig beauftragt, Förderanträge und Mittel aus allen Bereichen und Töpfen auszuschöpfen, um dann die genauen Kosten, die auf die Stadt zukommen, zu ermitteln. 2017 soll mit dieser Maßnahme gestartet werden.

Ebenso einstimmig billigte der Stadtrat die Sanierung der Büroräume der Stadtkämmerei und eine Neumöblierung. Kosten dafür rund 70 000 Euro.
Auch Flüchtlinge und Studenten können diesen Sportplatz nutzen.Jugendbeauftragter Huberth Rosner
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