Stadtrat beschließt Entwicklungskonzept
Mit Plan in erfolgreiche Zukunft

Politik
Tirschenreuth
20.12.2015
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Bei der Entwicklung der Kreisstadt schauen die Bürger nicht untätig zu. In Konferenzen wurden viele Zukunftsideen vorgebracht. Die können im neuen ISUK nachgelesen werden.

Bei der Stadtentwicklung ist Tirschenreuth schon ein "alter Hase". Immerhin hat man bereits vor zehn Jahren mit einem "Integrierten Stadtumbaukonzept (ISUK)" begonnen, damals noch als Vorreiter im Landkreis. Stärken und Schwächen wurden gefunden, und vielfach auch beseitigt. Dabei weiß Bürgermeister Franz Stahl auch von anfänglichen Bedenken. "Es war kein leichter Weg", blickte der Bürgermeister bei der Stadtratssitzung am Donnerstag zurück. Doch die Ergebnisse hätten die Einwohner letztlich stolz auf die Entwicklung ihres Ortes gemacht.

In den vergangenen eineinhalb Jahren sei nun die Fortschreibung des Konzeptes erfolgt, stets mit Einbindung der Bürger, etwa bei den Zukunftskonferenzen. Entstanden ist eine rund 50-seitige Broschüre mit einer Fülle von Informationen zum Status Quo, der demografischen Entwicklung oder den künftigen Anforderungen. Weiter vornean stehen die Position Lebensqualität, Wohnen und Gemeinschaftsleben. Das ISUK nennt etwa die Verringerung von Leerständen in der Altstadt oder die Schaffung von offenen Treffpunkten. Im Fokus bleibt auch die Entwicklung des Versorgungsstandortes Innenstadt als Lebensraum. Die Ausarbeitung von Dr. Robert Leiner nennt beim Leitbild weiter den Punkt Mobilität, etwa den Ausbau des Radwegenetzes.

Stadtumbaumanagement


Umfassend ist im neuen ISUK natürlich auch der Passus "Bauliche Projekte". Hier finden sich weit vorne die Sanierung von Plätzen, das Bauprojekt am Standort der ehemaligen SMCS-Porzellanfabrik, das neue Feuerwehrhaus und natürlich die Umnutzung der ehemaligen Polizei zum OTH-Lernstandort. Mit Priorität II ist etwa die Sanierung des Freibades und die Modernisierung des Kettelerhauses aufgeführt.

Als wichtige Position im Konzept ist bei den fachlichen Projekten die Schaffung eines Stadtumbaumanagements erwähnt. Diese Stelle hat einen langen Aufgabenkatalog, darunter die Förderung des Tourismus, die Schaffung einer Koordinierungsstelle Wohnen oder die Einrichtung eines Bürgerhauses. Bei den vielen Ideen finden sich auch die Themen Abenteuerspielplatz am Mühlbühl, Indoor-Spielplatz, Kletterhalle, Senioren-Schrebergärten, Mobilitätsbörse oder Einkaufsmobil. "Es reicht nicht mehr aus, den Status Quo zu halten", begründete Stahl die Fortschreibung des Umbaukonzeptes. Zudem hätten die zurückliegenden Erfahrungen die Evaluierung gestützt. "Tirschenreuth hat grundlegend sein Gesicht verändert", bestätigte Stahl und sprach beim ISUK gar von einem "Erfolgsmodell, um das uns viele andere Kommunen beneiden". Die positive Einschätzung zeige sich aber auch im Urteil der Bürger. Bei einer Umfrage hätten 90 Prozent der Stadt eine positive Zukunft bescheinigt.

Vorteil bei Förderstellen


Peter Gold (CSU) sah beim Stadtumbaukonzept seit 2006 auch eine neue Ära der Bürgerbeteiligung. Früher hätte allein der Stadtrat entschieden. Mit dem planmäßigen Vorgehen sei zudem der Erfolg garantiert. Manfred Zandt (Freie Wähler) sah in dem Konzept alle Facetten des städtischen Lebens enthalten. In der Fortschreibung würde vor allem die kulturelle und soziale Bildung berücksichtigt. Und schließlich würde das Konzept auch bei den Förderstellen Anerkennung finden. Florian Busl (SPD) schrieb dem Stadtumbau bislang ein positives Zwischenzeugnis aus. Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) äußerte den Wunsch, dass vor allem der Punkt Leerstände aktiv angegangen werde. Einstimmig billigte der Stadtrat das neue Stadtumbaukonzept, das laut Stahl über die nächsten Generationen hinaus den Ort entwickeln soll.
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