Stadtrat erhöht Hundesteuer
Bei Kampfhunden wird’'s teuer

Die Vierbeiner sind treue Begleiter der Menschen. In Tirschenreuth sind rund 400 Hunde gemeldet, für die auch Steuer bezahlt wird. Die Besitzer werden für ihre Lieblinge künftig mehr ausgeben müssen. Bild: dpa
Politik
Tirschenreuth
19.12.2015
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Bello und Lumpi sind vielen Hundehaltern liebe Begleiter. Künftig müssen sie sich in der Kreisstadt das etwas mehr kosten lasten.

Immer wieder mal dreht der Stadtrat an der Gebührenschraube für die Hundebesitzer. Die letzte Erhöhung der Hundesteuer liegt aber doch schon fünf Jahre zurück. Von einer Mehrheit wurde am Donnerstag die aktuelle Korrektur nach oben beschlossen. Um rund 25 Prozent steigen die Sätze. So werden jetzt für den ersten Hund 48 Euro im Jahr an Steuer fällig. Bislang waren es 38 Euro. Der zweite Hund kostet künftig 70 Euro (bislang 56) und jeder weitere 94 Euro (bislang 75). Deutlich teurer wird es bei der Haltung von "Kampfhunden". Hier müssen die Besitzer künftig das Zehnfache der normalen Hundesteuer berappen (480 Euro für den ersten Hund).

Gestiegene Kosten


Bürgermeister Franz Stahl begründete die Anhebung vor allem mit den gestiegenen Kosten gerade für die Reinigung von Straßen, Plätzen und Anlagen. Dabei wusste Stahl, dass sich der Großteil der Hundebesitzer absolut korrekt verhält. Doch gebe es immer wieder Ausnahmen.

Dr. Alfred Scheidler (CSU) unterstützte gerade die hohe Hundesteuer für die Kampfhunde. Vielleicht würde die Haltung unattraktiv. Noch dazu würde von den Kampfhunden eine abstrakte Gefährlichkeit ausgehen. Allerdings wusste Scheidler auch, dass Hunde gerade für die älteren Leute eine wichtige soziale Funktion hätten. Diese Personengruppe würde die Erhöhung besonders treffen. Der CSU-Mann machte sich deshalb für eine Ausnahme stark. Ebenso Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt). Schriftlich hatte sich auch Günther Franz (Freie Wähler) für eine soziale Komponente ausgesprochen, da die Erhöhung gerade ältere Menschen hart treffen könnte. Rein vom Verwaltungsaufwand, so verdeutlichte Stahl, sei es nicht vertretbar, hier Einzelfälle zu beurteilten. Gegen die Stimmen von Alfred Scheidler, Karl Berr, Norbert Schuller und Manfred Zandt (beide FW) wurde die Erhöhung der Hundesteuer angenommen (ein weiterer Bericht über die Stadtratssitzung folgt).
Weitere Beiträge zu den Themen: Hundesteuer (9)Franz Stahl (16)Gebühren (19)
1 Kommentar
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Karl Neid aus Mitterteich | 25.12.2015 | 13:54  
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