Unfall auf der A93 fordert drei Tote und zwei Schwerstverletzte
Ursache bleibt im Dunkeln

"Ursache ungeklärt" steht wohl auch weiterhin bei dem Horror-Unfall vergangenen Herbst auf der Autobahn. Drei Tote und zwei Schwerstverletzte sind auch heute noch eine schreckliche Bilanz. Archivbild: hfz
Politik
Tirschenreuth
19.06.2015
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Sekundenschlaf, mangelnde Konzentration oder Unachtsamkeit beim Autofahren ziehen oft folgenschwere Unfälle nach sich. Ursache unklar, steht dann im Polizeibericht. Wie bei dem Horror-Unfall vor knapp neun Monaten auf der Autobahn.

Es war wohl der bislang schrecklichste Unfall auf der A 93, als an einem September-Morgen zwischen Mitterteich und Pechbrunn ein Fahrzeug die Mittelleitplanke durchbrach und auf der Gegenfahrbahn frontal gegen zwei Autos prallte. Drei Tote und zwei Schwerstverletzte waren dabei zu beklagen. Die Fahrzeuge wurden regelrecht zerfetzt.

62-Jähriger stirbt noch am Unfallsort

Der 29-jährige Fahrer aus dem österreichischen Klagenfurt, der mit seinem Geländewagen die Kollision verursacht hatte, starb noch an der Unfallstelle. Sein gleichaltriger Beifahrer kam mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus. Ebenso ein 35 Jahre alter Mann aus dem Bereich Chemnitz, der als Beifahrer in einem Mercedes Sprinter saß. Dessen 62-jährigen Fahrer konnten die Rettungskräfte nur noch tot aus dem total zerstörten Wrack bergen. Noch an der Unfallstelle starb auch der Fahrer eines Opel Astra mit Frankfurter Kennzeichen, ein 42-jähriger Hofer.

Für immer im Dunkeln

Wie Polizeihauptkommissar Markus Braun von der Verkehrspolizeiinspektion Weiden auf Anfrage mitteilt, wird der Grund für den Unfall wohl immer im Dunkeln bleiben. Nach Gutachteraussage sei ein technischer Defekt an den beteiligten Fahrzeugen auszuschließen. Der Sohn des Fahrers im Kleintransporter hatte bis zum Unfall auf dem Beifahrersitz geschlafen und kann deshalb nichts zum Hergang sagen. Der heute 36-Jährige wurde damals mit massiven Verletzungen in die Uniklinik Regensburg eingeliefert, konnte mittlerweile wieder entlassen werden. Noch viel schlimmer hatte es den 29-jährigen Beifahrer des Unfallverursachers erwischt. Der Mann erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, mehrere Knochenbrüche und weitere schwerwiegende Verletzungen. Er wurde nach dem Unfall ins Bayreuther Klinikum gebracht und lag lange Zeit im Wachkoma. Seit Anfang dieses Jahres ist er in einer Reha-Klinik in Österreich. Auch er konnte bislang nichts zur Aufklärung beitragen. Der Unfall auf der Autobahn war zwar der folgenschwerste, aber nicht der einzige Unfall auf den Straßen des Landkreises.

Hände weg vom Handy

1907 sind im Sicherheitsbericht vermerkt, den Polizeipräsident Gerold Mahlmeister jetzt Landrat Wolfgang Lippert vorgestellt hat. Insgesamt waren das 30 Verkehrsunfälle weniger als im Jahr davor. 10 Todesopfer gab es insgesamt zu beklagen, die höchste Zahl der letzten 10 Jahre. Verletzt wurden 349 Personen. Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, weist die Statistik 28 aus. Dabei wurden 16 Menschen verletzt und zwei getötet. Einen Toten und 56 Verletzte forderten Unfälle, deren Ursache auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist. Erfreulich die Entwicklung bei den Schulwegunfällen. Hier gab es nur einen, bei dem ein Schüler verletzt worden ist. Sekundenschlaf, mangelnde Konzentration oder Unachtsamkeit macht die Polizei bei den Unfällen mit ungeklärter Ursache verantwortlich. Ein großes Problem dabei sehen die Beamten in diesem Zusammenhang beim Telefonieren während der Fahrt. Viele Autolenker verstießen gegen das Verbot. Das zeigten gezielte Überwachungen, bei denen sie immer wieder zahlreiche Verkehrsteilnehmer belehren und bestrafen müssen. Wer erwischt wird, ist 60 Euro los und kassiert einen Punkt in der Verkehrssünderkartei.
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