Vorstand der Hamm AG fordert Ballungsraum Weiden-Neustadt als Magneten für Region
Erfrischende Außen-Ansichten von Dr. Stefan Klumpp

Politik
Tirschenreuth
26.10.2016
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Tirschenreuth/Weiden. Zahlreiche Verantwortungsträger schmunzelten und nickten zustimmend, andere - vor allem aus der Kommunalpolitik - schauten etwas verdutzt drein: Dr. Stefan Klumpp, Vorstand der Hamm AG, ließ mit seinen Thesen beim Wirtschaftsempfang des IHK-Gremiums am Dienstagabend in Tirschenreuth aufhorchen.

"Was die Jugend braucht, sind Oberzentren mit Binde-Wirkung in der Region. Solche Oberzentren sind Weiden und mit etwas fahrerischem Aufwand Regensburg und Nürnberg, nicht aber Waldsassen", sagte Klumpp. Er rief dazu auf, aus dem "Ballungsraum" Weiden-Altenstadt-Neustadt/WN mit seinen mehr als 50 000 Einwohnern einen "Magneten" zu entwickeln - mit "Bindungskraft" für die in der Nordoberpfalz lebenden 210 000 Menschen.

"Die Dorfkern-Sanierung an der tschechischen Grenze wird die Demografie nicht aufhalten", plädierte der Hamm-Vorstand für ein "funktionierendes" Oberzentrum Weiden mit "renovierten Schulen, einer vorzeigbaren Innenstadt und attraktiven Einkaufsmöglichkeiten". Angesichts dieses "gigantischen Potenzials" sei der Blick weiter als bis zum nächsten Kirchturm zu richten. Klumpp nannte als Beispiel den Radweg zwischen Schirmitz und Luhe ins "Nirgendwo": "Der strukturpolitisch viel wichtigere zwischen Weiden und Neustadt ist nicht einmal angedacht." Der aus dem Schwarzwald stammende Unternehmer sieht sich als "überzeugter Wahl-Oberpfälzer", der die Region als Ganzes stärken wolle.

Klumpp lobte bei dem Empfang den guten Zustand der Bundes- und Landstraßen im Vergleich der andern (Bundes-)Ländern, die gute Verkehrsinfrastruktur mit der A 93 und dem Container-Terminal in Wiesau sowie die Dezentralisierung der akademischen Ausbildung. (Seite 17)
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