Vorstoß für Einbahnstraße

Ein bekannter Vorschlag aus Zeiten der "Natur in Tirschenreuth": Die Regensburger Straße soll ab Deschplatz bis zur Einmündung in die Dammstraße nur in einer Richtung befahren werden, ebenso die südliche Hochwartstraße (ab Lehnerstraße bis Unnaplatz). Weiterhin in beiden Richtungen wären Dammstraße, Luitpoldplatz und nördliche Hochwartstraße (rot) befahrbar. Damit sollte gerade die Sicherheit der Fußgänger am neuen Überweg zum Platz am See erhöht werden. Auch könnte beiderseits der Einbahnstraßen geparkt w
Politik
Tirschenreuth
13.07.2016
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Die Sicherheit der Fußgänger ist Bürgermeister Franz Stahl und dem Stadtrat ein Anliegen. Damit am neuen Übergang in der Regensburger Straße eine Verbesserung erreicht wird, will Stahl die Einbahnstraßen-Regelung an. An anderen Stellen könnte dann aber die Gefährung steigen, lauten kritische Stimmen.

Bei der Gartenschau vor drei Jahren hat die neue Verkehrslenkung für ein paar Wochen ganz gut geklappt. Damals sollte den ankommenden Bussen ein problemloser Halt am Platz am See ermöglicht werden. Und auch die Fußgängerbewegungen vom und zum Marktplatz waren ein Grund. Und an diesem Punkt setzt Franz Stahl erneut an, nachdem immer noch viele Spaziergänger den neuen Zebrastreifen auf dem Weg zum Fischhofpark nutzen.

Für Tempo 30


Ein zweistufiger Plan und eine Testphase waren deshalb bei der Sitzung des Bauausschusses der Vorschlag des Bürgermeisters. Erster Schritt sollte "Tempo 30" in der Regensburger Straße sein. Eine Idee, die im Gremium breite Zustimmung fand. Nicht so glatt ging der Vorschlag der Einbahnstraßen-Regelung durch. So sollte, wie bei der Gartenschau, die Regensburger Straße nur mehr nordwärts befahren werden.

Der Verkehr von der Dammstraße her müsste am alten Kino zum Luitpoldplatz und dann in die Hochwartstraße abbiegen. Ab der Kreuzung mit der Lehnerstraße wäre das südliche Stück der Hochwartstraße dann ebenfalls nur in einer Richtung zu befahren. "Die Regelung hat sich bewährt", erinnerte Stahl an die Gartenschau. Sein Vorschlag lautete: Tempo 30 einführen und ab Mitte September eine sechswöchige Probephase der Einbahn-Regelung. Dann sollten die Erkenntnisse ausgewertet werden. Vor zahlreichen Zuhörern bei der Sitzung am Dienstag wollten die Ausschussmitglieder diesem Weg nicht ohne persönlichen Redebeitrag folgen.

Engstelle an Fatimakirche


Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) äußerte massive Bedenken. Weitere Parkplätze, so ein Argument des Bürgermeisters, könnte es lediglich an der Regensburger Straße geben. Dagegen würde der umgelenkte Verkehr gerade an der Ecke der Fatimakirche für mehr Probleme sorgen. Paulus Mehler (CSU) wollte durchaus mehr Sicherheit für die Fußgänger, fürchtete aber ebenso Probleme an der Engstelle in Höhe der Kirche. "Mit Tempo 30 wäre schon viel erreicht", kommentierte Hans Zölch (Freie Wähler) den Vorstoß. In der Diskussion gab sich der Bürgermeister durchaus überrascht von der Kritik, zumal im Vorfeld davon wenig zu hören war. Stadtbaumeister Andreas Ockl, erinnerte an eine Umfrage zur Einbahn-Regelung bei den Anliegern. Die hätte ein 50:50-Ergebnis erbracht. "Es soll nur ein Versuch sein", betonte Ockl. "Wenn es nicht klappt, dann verzichten wir darauf." Für die Sicherheit der Fußgänger reiche der neue Übergang nicht aus, beschrieb der Bürgermeister. Konrad Schedl (Grüne) bestätigte, dass die Autos in der Regensburger Straße zu schnell unterwegs sind und befürwortete auch Tempo 30 als ersten Schritt. Eine Testphase könnte zudem praktische Erfahrungen liefern. Norbert Schuller (FW) konnte sich ebenfalls mit der Testphase anfreunden. Allerdings würde der Verkehr in der Hochwartstraße zunehmen. Danach müssten aber auch alle Anwohner nochmal befragt werden. Doris Schön (CSU) wollte sich der Verbesserung der Sicherheit für die Fußgänger nicht verschließen, doch auch sie warnte vor einer Verschlechterung im Bereich Luitpoldplatz.

Am Ende nahm der Bürgermeister etwas Druck aus seinem Vorschlag. Zunächst sollte in der Regensburger Straße und Hochwartstraße Tempo 30 eingeführt werden. Bei einer Verkehrsschau und in Gesprächen mit den Anliegern soll dann nochmals über die Einbahnstraßen-Regelung gesprochen werden. Im August wird dann dem Stadtrat das Ergebnis der Gespräche vorgelegt - und erneut über die Einbahnstraßen-Regelung gesprochen. Mit dieser Gangart war der Ausschuss einverstanden.

Die Regelung hat sich bewährt.Bürgermeister Franz Stahl
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