Wohncontainer hat ausgedient

Abgewohnt ist der Container bei den Notunterkünften an der Rothenbürger Straße. Im nächsten Jahr will die Stadt deshalb als Ersatz einen Neubau für die Obdachlosen errichten. Bild: ws
Politik
Tirschenreuth
26.10.2016
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Schlicht "abgewohnt" ist der vorhandene Container bei den Notunterkünften an der Rothenbürger Straße. Jetzt will die Stadt mit einem Neubau Ersatz schaffen.

In der kleinen "Siedlung" am Südrand der Kreisstadt macht ein umgenutzter Container nicht mehr den besten Eindruck. Jetzt will die Stadt handeln, hat den Plan für einen Neubau dem Bauausschuss vorgelegt. Das Projekt sieht ein Gebäude mit vier Zimmern, einer Gemeinschaftsküche sowie getrennten Duschen und Umkleidebereiche vor. Kosten soll der Neubau rund 100 000 Euro.

Die Mittel werden in den Haushalt des kommenden Jahres aufgenommen. Peter Gold (CSU) lobte die Initiative der Stadt, bei der die Verantwortung für die Obdachlosen liegt. "Die Stadt kommt ihrer Plicht sehr gewissenhaft nach", bescheinigte Gold. Harald Siegert (CSU) beschrieb die Unterbringung wie eine Art Wohngemeinschaft. Norbert Schuller (Freie Wähler) regte an, zu den Notunterkünften auch einen Fußweg zu schaffen. Geschlossen wurde von dem Gremium dem Bauantrag das Einvernehmen erteilt. Bei einer Information über den Regionalplan Oberpfalz Nord musste Bürgermeister Franz Stahl den Ausschuss auf dem Weg zu einer Grundsatzdiskussion abbremsen.

So wusste Stahl aus den Unterlagen, dass eine kleine Fläche zwischen Tirschenreuth und Wondreb für die Windenergie dargestellt sei. "Diese Fläche ist völlig ungeeignet", urteilte der Bürgermeister. Deshalb werde sich die Stadt bemühen, dass diese Fläche aus dem Plan herausgenommen wird. Konrad Schedl (Grüne) appellierte, dass der Windenergie ein angemessener Raum gegeben werden müsste. Bislang seien die Fläche eher dritte Wahl.
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