Aufstiegskampf in der Kreisliga Süd
Leises Stiftländer Hoffen

Wer greift im Kampf um den Relegationsplatz zwei noch einmal ein? Lubos Lavicka (rechts) und der SV Mitterteich II oder kommen Mathias Härtls Konnersreuther näher an den schwächelnden ASV Wunsiedel ran? Bild: hho
Sport
Tirschenreuth
21.04.2017
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In der Kreisliga Süd steht bei der SpVgg Selb der Meistersekt bereits im Kühlschrank. Der FC Tirschenreuth, der TSV Konnersreuth sowie die Mitterteicher "Zweite" schielen noch mit einem Auge in Richtung Relegationsplatz zwei. Dafür muss der ASV Wunsiedel aber weiterhin schwächeln.

Fünf Runden sind es noch bis zum Saisonschluss in der Kreisliga Süd. Kaum zu glauben, dass sich der souveräne Tabellenführer SpVgg Selb 13 (1./61) die Meisterschaft noch nehmen lässt. Daran wird auch der kommende Gastgeber FC Tirschenreuth (5./42) am 26. Spieltag nichts ändern. Mit ganz anderen Sorgen kämpfen der TSV Waldershof (12./27) und der ASV Waldsassen (13./26). Beiden Teams droht die Relegation - beide genießen Heimrecht und sollten dieses auch siegreich nutzen. Waldershof erwartet den Tabellenzweiten ASV Wunsiedel (2./49), die Klosterstädter den TSV Konnersreuth (7./40). Seine Anziehungskraft kaum verfehlen wird das Derby zwischen dem SV Mitterteich II (6./41) und dem SV Steinmühle (11./28), wobei die Gäste unter weitaus mehr Druck stehen.

TSV Waldershof Sa. 15.00 ASV Wunsiedel

Nach einer indiskutablen Defensivleistung bei der 3:6-Abfuhr gegen Waldsassen stecken die Hausherren mitten im Abstiegskampf. "So gewinnt man keine Spiele", ist Trainer Stefan Schindler noch immer sauer. "Um gegen einen schwer nachlassenden Gegner zu bestehen, fordere ich eine Trotzreaktion." Einige Spieler sind angeschlagen, Rupp fällt sicher aus. Kollege Marco Knirsch stellt sich auf ein echtes Kampfspiel ein. "Waldershof wird den Kontakt suchen, um mit Standardsituationen zum Erfolg zu kommen. Wir versuchen wie zuletzt ans Limit zu gehen, und den zweiten Platz zu festigen."

FC Marktleuthen Sa. 15.00 VFC Kirchenlamitz

Trotz zuletzt guter Leistungen schiebt FC-Coach Marc Sommer den Gästen die Favoritenrolle zu. Obwohl ihn einige personelle Sorgen plagen, sieht er eine Punkteteilung durchaus als realistisch an. Kampf, Glück und Geschick sollen dabei helfen. "Meine Jungs freuen sich auf das Derby. Eine zusätzliche Motivation erübrigt sich, denn alle sind heiß", sieht VFC-Trainer Ali Sener der Partie zuversichtlich entgegen. Schultes und Denizeri sind angeschlagen, Röll fällt aus.

ASV Waldsassen So. 15.00 TSV Konnersreuth

Mit sechs Punkten blickt die Heimelf auf ein optimales Osterwochenende zurück. Jetzt gilt es nachzulegen, um den Relegationsplatz zu verlassen. Allerdings wartet laut ASV-Coach Daniel Bindl ein Gegner, der eine Menge Potenzial in seinen Reihen aufweist. "Ich hoffe auf drei Punkte, aber in unserer Lage könnte ich auch mit einem Remis leben", sagt Bindl. Eine tollte erste Halbzeit attestiert TSV-Spielleiter Florian Neumann seiner Truppe gegen den FC Tirschenreuth. "Wenn wir daran anknüpfen, gehen wir nicht leer aus. Wichtig wird es auch sein, den gefährlichen Stürmer Lacina in den Griff zu bekommen." Fehlen werden Spörrer, Franz und Rosner.

SpVgg Wiesau So. 15.00 SF Kondrau

Nach der deftigen 2:6-Abfuhr in Arzberg stecken die Hausherren in einer gefährlichen Lage. Jetzt heißt es, die Ärmel hochkrempeln und Punkte sammeln. "Auch wenn wir stark ersatzgeschwächt antreten, muss die Mannschaft alles geben, um sich weiter vom direkten Abstiegsplatz fernzuhalten", setzt Trainer Benny Lauton sein Team bewusst unter Druck. Nach der unnötigen 0:2-Heimniederlage gegen Marktleuthen kehrte bei den Sportfreunden wieder Ernüchterung ein. Das Spiel in Wiesau stuft SF-Spielleiter Philipp Hopfner als äußerst wichtig ein. "Mit einem Sieg wären wir wohl aus dem Schneider." Lanz fehlt, dafür kehrt Bauer in den Kader zurück.

(SG) Selb-P./Erkersr. So. 15.00 VfB Arzberg

Trotz fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz gibt die Heimelf nicht auf. "Wir versuchen bis zum letzten Spieltag, den direkten Abstieg zu vermeiden", verspricht Spielleiter Werner Künzel. Bis auf Worschischeck stehen alle Spieler zur Verfügung. Um weiter in Schlagdistanz zum zweiten Tabellenplatz zu bleiben, fordert VfB-Spielleiter Rainer Walter einen Sieg. Eindringlich jedoch warnt er sein Team davor, den Gegner am Tabellenplatz zu messen. Auch die Gäste reisen mit dem kompletten Kader an.

SG Fuchsmühl So. 15.00 FC Schwarzenbach/S.

Etwas enttäuscht war SG-Trainer Werner Eiglmeier über den Auftritt in Steinmühle. "Wir konnten nicht an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen." Am Sonntag kann sein Team befreit aufspielen. "Auch wenn wir abgestiegen sind, haben wir nichts zu verschenken. Die Gäste werden sich die Punkte schwer verdienen müssen." Da einige Spieler angeschlagen sind, entscheidet sich die Anfangsformation kurzfristig. Nach zwei Siegen in Folge reisen die Franken äußerst selbstbewusst an. FC-Coach Horst Pankau erwartet mit Sicherheit keinen Spaziergang. "Schon im Hinspiel hat uns der Gegner schwer zugesetzt."

SV Mitterteich II So. 14.45 SV Steinmühle

Nach der Niederlage in Selb will die Heimelf unbedingt zurück in die Erfolgsspur. Ein Derbysieg ist fest eingeplant, um den dritten Tabellenplatz nicht aus den Augen zu verlieren. Aber auch SV-Vorsitzender Roland Eckert weiß, dass gerade in solchen Duellen alles möglich ist. Die Personallage ist bescheiden, da einige Akteure an die "Erste" abgegeben werden müssen. "Natürlich ist es immer etwas Besonderes, wenn ich zu meinem Ex-Verein zurückkehre und auf ehemalige Spieler von Steinmühle treffe", freut sich SV-Trainer Thorsten Meier. "Gerade deshalb wird uns wohl nichts geschenkt." Die Personallage bleibt weiter angespannt.

FC Tirschenreuth So. 16.00 SpVgg Selb 13

Die verdiente Niederlage gegen Konnersreuth zeigte erneut deutlich die fehlende Konstanz. Um den zweiten Tabellenplatz nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren, muss gegen den Tabellenführer gepunktet werden. Dazu bedarf es laut FC-Spielleiter Thomas Schramm sowohl in der Defensive als auch im Angriff einer deutlichen Leistungssteigerung. Illner kehrt in den Kader zurück, fehlen werden Gradl und Härtl, zwei wichtige Abwehrleute. "Am Sonntag spielen wir gegen unseren Spezialgegner", sagt Gästetrainer Stefan Rogler. "Dort haben wir immer gut gespielt, aber letztlich ohne Erfolg. Aber das soll sich nun ändern."
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