Flott in der Loipe
Langläufer Alois Gmeiner auch beim Wasalauf

Skilangläufer Alois Gmeiner, hier beim Marcialonga in Italien, blickt auch heuer auf eine erfolgreiche Saison zurück. Höhepunkt war für den 65-Jährigen vom SV Schönkirch der Wasalauf in Schweden mit fast 16 000 Teilnehmern. Gmeiner belegte in der Gesamtwertung Rang 862 und in seiner Altersklasse unter 391 Startern den dritten Platz. Bild: hfz
Sport
Tirschenreuth
31.03.2016
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Er läuft und läuft und läuft! Auch mit 65 Jahren ist Alois Gmeiner erfolgreich in den Loipen unterwegs. In diesem Winter absolvierte der Skilangläufer des SV Schönkirch sechs Rennen und stand dabei in seiner Altersklasse vier Mal auf dem Podest. Höhepunkt war der Wasalauf in Schweden.

Schönkirch. "Ich bin sehr zufrieden!" Das Saisonfazit von Alois Gmeiner fällt auch heuer rundum positiv aus. Sechs Mal ging der Skilangläufer, der in der klassischen Technik läuft, von Januar bis März in Deutschland (2), Italien (2), Österreich (1) und Schweden (1) an den Start. Die Bilanz des 65-jährigen Rentners kann sich mit vier Podestplätzen in der Altersklasse 66 sehen lassen.

Auftakt im Pustertal


Auftakt war der Pustertaler Skimarathon. "Eine super Veranstaltung, auch wenn die Streckenlänge wegen Schneemangels von 60 auf 32 Kilometer verkürzt wurde", berichtet Gmeiner. Unter 425 Teilnehmern belegte er in der Gesamtwertung Rang 137. In der AK Herren 60 bis 70 reichte die Zeit von 1:45 Stunden unter 76 Startern zu Platz 10.

"Perfekt organisiert"


Weiter ging es mit den deutschen Seniorenmeisterschaften in Goldlauter im Thüringer Wald. Über Nacht hatte 20 Zentimeter Neuschnee für "weiche" Loipen gesorgt. "Bei diesen Verhältnissen tue ich mich schwer", sagte der Schönkircher, der in der AK 66 (zehn Teilnehmer) über 10 Kilometer in 41 Minuten den Bronze-Platz erreichte. 1:14 Stunden brauchte Gmeiner für die 21 Kilometer beim "Josef-Hartwich-Lauf" des TuS Mitterteich auf der Silberhütte. Mit dieser Zeit gewann er die Gesamtwertung (12 Teilnehmer) und die AK 66 (4 Teilnehmer). "Dieser Lauf war wie immer perfekt organisiert", lobt Gmeiner den Veranstalter.

Nach den beiden Rennen in Deutschland ging es wieder nach Italien zum Marcialonga. Da es zu dieser Zeit im Fleimstal keinen Schnee gab, mussten die 70 Kilometer auf Kunstschnee gelaufen werden. "Für diese Verhältnisse war es super zum Laufen", berichtet Gmeiner von einer drei bis vier Meter breiten, hervorragend präparierten Kunstschnee-Strecke. Seine Leistung (4:06 Stunden) konnte sich mit Gesamtplatz 571 (5129 Starter) und Rang 16 (786 Teilnehmer) in der AK 60 bis 70 sehen lassen.

Völlig anders waren das Wetter und die Loipe beim Koasa-Lauf in Tirol (Österreich). Eine Stunde vor dem Start setzte Schneefall ein, der bis Mitte des 50-km-Rennens anhielt. Gmeiner ließ sich nicht beirren und lief in 2:38 Stunden in der Gesamtwertung unter 265 Teilnehmern auf Rang 28 sowie in der AK 66 (11 Starter) auf Platz eins. "Die Zeit hätte auch zum Sieg in der AK 55 gereicht", blickt Gmeiner stolz zurück. Erfreulicher Nebeneffekt: Mit seiner Zeit qualifizierte sich der 65-Jährige für den zweiten Startblock beim Wasalauf. Die gesamte Saisonplanung hatte Gmeiner auf den "Vasaloppet" in Schweden ausgerichtet - und er belohnte sich selbst für die harte Vorbereitung. Der Wasalauf über 90 Kilometer zwischen den Orten Sälen und Mora ist eine der größten Skilanglaufveranstaltungen der Welt und wird seit 1922 ausgetragen. Heuer waren 15800 Teilnehmer am Start und in diesem riesigen Feld lief Gmeiner in 5:00,44 Stunden in der Gesamtwertung auf Platz 862. In seiner Alterklasse 66 (391 Starter) schaffte er als Dritter den Sprung aufs Treppchen. "Das war der absolute Höhepunkt", schwärmt er immer noch von den Tagen in Schweden.

Zweite Heimat Silberhütte


Nach der Saison ist vor der Saison für Gmeiner, der sich für den kommenden Winter ein ähnliches Rennprogramm vorgenommen hat. Bis dahin wird er im Sommer über 5000 Kilometer mit Rollskiern und auf dem Rad absolvieren. Nach Einbruch des Winters ist dann das Langlaufzentrum Silberhütte wieder seine zweite Heimat. "Durchschnittlich vier Mal pro Woche werde ich die hervorragend präparierten Loipen nutzen." Die Grundlagen für den Winter holt sich Gmeiner zudem im Herbst bei einem zehntägigen Trainingslager in Finnland.
Das war der absolute Höhepunkt.Alois Gmeiner zur Teilnahme am Wasalauf in Schweden
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