Fusion von FC Wacker und SV 04 Marktredwitz
Hand in Hand für Rawetz

Peter Schreyer (links) wird voraussichtlich der neue Vorsitzende der SG Marktredwitz. Gemeinsam mit Udo Holzinger gilt er als Gründungsvater des Zusammenschlusses von FC Wacker und SV 04 Marktredwitz. Bild: Peter Perzl
Sport
Tirschenreuth
20.04.2016
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Lange brodelte die Gerüchteküche, nun ist alles in trockenen Tüchern: Nach einigen vergeblichen Anläufen fusionieren die beiden Marktredwitzer Vereine SV 04 und FC Wacker.

Marktredwitz. Für die beiden Vorsitzenden Peter Schreyer (Wacker) und Udo Holzinger (SV 04) war der zukünftige gemeinsame Weg "alternativlos". Bei einem Pressegespräch nannten beide den 13. Mai als Geburtstermin der neuen Sportgemeinschaft (SG) Marktredwitz. "Seit Oktober war der gesamte Vorstand beider Vereine in die Planung involviert. Personal- und Infrastrukturfragen standen dabei im Mittelpunkt", sagte Schreyer. Er selbst soll der neuen Gemeinschaft vorstehen, sofern die Mitgliederversammlung die Vorschläge bestätigt.

Holzinger wird sich aus freien Stücken aus der verantwortlichen Position zurückziehen. "Udo hat seinen Lebensmittelpunkt inzwischen in Floß (Landkreis Neustadt/WN) und wird sich bei uns aus der Ferne um die Mitgliederverwaltung kümmern." Boban Sabovic und Michael Scholz vom SV 04 sollen als Schreyers Stellvertreter fungieren. "Traditionen sterben nicht, sie leben unter einem neuen Namen weiter", kommentierte Schreyer die Bedenken besonders älterer Mitglieder, dass der Name "Wacker" künftig komplett von der sportlichen Landkarte verschwinden wird.

600 Mitglieder


Es habe Diskussionen gegeben, aber letztlich erfolgte die Zustimmung einstimmig. Als Vereinsfarben einigten sich die Parteien auf gelb und rot. Schreyer hofft, dass möglichst viele Mitglieder den neuen Weg mitgehen werden, will aber Austritte nicht gänzlich ausschließen. So könne der neue Verein zirka 600 Mitgliedern ein sportliches Zuhause sein, der sich in die Abteilungen Tauchen, Leichtathletik, Wandern, Gymnastik, Kegeln und Fußball gliedert. Besonders der Fußball-Spielbetrieb bedürfe großer Zuwendung.

"Wir wollen mindestens in die Kreisliga, aber ohne Sponsoren wird ein Vorankommen schwierig." Die Zusammenstellung des Kaders und die Besetzung des Trainerpostens stünden in den nächsten Wochen auf der Tagesordnung. Allerdings betont Schreyer, dass es keinen Spielbetrieb in der Art geben wird, der den "alten FC Wacker umbrachte". Die Spiele finden künftig am Gelände an den "drei Bögen" beim SV 04 und auf dem Stadtplatz am Schwimmbad statt. "Letzterer wird bald in Erbpacht an den neuen Verein übergeben", sagte Schreyer.

Drei Anlagen


Das Wacker-Gelände bleibe aber schon deswegen erhalten, weil die Leichtathleten die Tartanbahn und die Hochsprunganlage benötigen. "Was mit den Fußballplätzen passiert, ist derzeit noch nicht geklärt. Möglich, dass wir sie an andere Vereine vermieten, aber das hängt von den Anfragen ab." Der Unterhalt von drei Anlagen erfordere große finanzielle und organisatorische Aufwendungen.

Traditionen sterben nicht, sie leben unter einem neuen Namen weiter.Peter Schreyer, designierter Vorsitzender der SG Marktredwitz
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