Fußball
Derby wird zum knallharten Verfolgerduell

Jonas Baumgärtner (rechts) vom TSV Konnersreuth will im Derby gegen den SV Mitterteich II genauso erfolgreich sein, wie beim 2:1-Derbysieg gegen die Sportfreunde Kondrau (links Christian Lanz). Bild: Schrems
Sport
Tirschenreuth
10.09.2016
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Am neunten Spieltag der Kreisliga Süd ist das Spiel zwischen dem TSV Konnersreuth und dem SV Mitterteich II nicht nur ein altbekanntes Derby, es geht vor allem darum, an der Tabellenspitze dranzu-bleiben. Favorit im Verfolgerduell ist die Heimelf, die am letzten Wochenende gegen Schlusslicht Fuchsmühl 11 Mal ins Schwarze traf.

Nicht zu stoppen scheint der noch immer ungeschlagene Tabellenführer ASV Wunsiedel (1./20) zu sein. Er wird auch für Aufsteiger ASV Waldsassen (8./11) eine Nummer zu groß sein. Sein Interesse nicht verfehlen wird das ewig junge Derby zwischen dem TSV Konnersreuth (3./17) und SV Mitterteich II (5./14). Nur der Sieger bleibt in der Spitzengruppe. Beim TSV Waldershof (6./12) steht der ambitionierte FC Tirschenreuth (10./10) gewaltig unter Erfolgsdruck, will er den Anschluss nicht verlieren.

SV Steinmühle So. 14.00 SG Selb-Plöß./Erk.

Das Unentschieden in Wiesau war für SV-Trainer Thorsten Meier zwar gerecht, aber bitter, denn zwei Mal gab sein Team eine Führung aus der Hand. Nicht nur deshalb fordert er gegen den Tabellenvorletzten vehement einen Sieg. Allerdings gestaltet sich die Personallage alles andere als rosig, fallen doch etliche Spieler aus. Wenn die Gäste an die zuletzt gezeigte Leistung aus dem Derby anknüpfen, dann rechnet sich SG-Spielleiter Werner Künzel zumindest einen Zähler für die SG Selb-Plößberg/Erkersreuth aus.

SpVgg Selb 13 So. 14.00 SG Fuchsmühl

Eindringlich warnt SpVgg-Trainer Stefan Rogler sein Team davor, den Gegner am Tabellenstand zu messen. "Sollte der Aufsteiger komplett antreten, ist er mit Vorsicht zu genießen", sagt Rogler. Allerdings rechnet er fest mit einem Dreier. Für den zuletzt arg gerupften Aufsteiger geht es vorrangig darum, seine Defensive in den Griff zu bekommen. Mit 44 Toren stellt er die Schießbude der Liga. Deshalb heißt es für die SG Fuchsmühl, die kaum zu vermeidende Niederlage in Grenzen zu halten.

TSV Konnersreuth So. 15.00 SV Mitterteich II

Nicht überbewerten will TSV-Spielleiter Florian Neumann den Kantersieg über Fuchsmühl. Damit der Auswärtssieg an Wert gewinnt, will er auch im Derby nicht leer ausgehen. Neumann erwartet einen defensiv eingestellten Gegner, der auf Konter lauert. "Trainer Mario Gebhard wird sich schon etwas einfallen lassen", vertraut Neumann seinem Coach. Bis auf die Langzeitverletzten ist der Kader komplett. Dem ewig jungen Derby der beiden alten Rivalen kommt für SV-Vorsitzenden Roland Eckert diesmal besondere Bedeutung zu. "Nur der Sieger bleibt im Rennen um die vorderen Plätze. Aufgrund der letzten Ergebnisse ist die Heimelf favorisiert." Da die "Erste" gleichzeitig spielt, entscheidet sich die Anfangsformation kurzfristig.

TSV Waldershof So. 15.00 FC Tirschenreuth

In dieser Partie treffen zwei Verlierer vom letzten Wochenende aufeinander. Beide haben also etwas zurechtzurücken, vor allem die Hausherren, die in Mitterteich 1:5 untergingen. Trainer Harald Rupprecht fordert von seiner Mannschaft, das zurecht verlorene Spiel abzuhaken und den FC Tirschenreuth mit der richtigen Einstellung zu schlagen. Beim TSV fehlt nur Urlauber Jonas Trieflinger. Der FC Tirschenreuth leistete sich eine Heimniederlage gegen Aufsteiger Waldsassen. Dabei konnten die zahlreichen Ausfälle nicht kompensiert werden. Ein Blick auf die Tabelle zeigt Spielleiter Thomas Schramm, dass in Waldershof unbedingt gepunktet werden muss, um sich von den gefährdeten Rängen abzusetzen.

SF Kondrau So. 15.00 VFC Kirchenlamitz

Nach der 1:6-Abfuhr gegen Wunsiedel fordert Trainer Jürgen Schmidkonz eine Trotzreaktion. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht, wie wichtig in der momentanen Lage ein Sieg für die SF Kondrau wäre. Dazu ist natürlich eine deutliche Leistungssteigerung nötig. Es fehlt lediglich Dominik Sellner. Den Schwung vom 2:1-Sieg über Arzberg will der Gast mitnehmen. Auf keinen Falle wird der Aufsteiger die Sportfreunde am Tabellenstand messen, denn sie sind mit Sicherheit besser. Am Kader des VFC Kirchenlamitz ändert sich gegenüber der Vorwoche nichts.

VfB Arzberg So. 15.00 FC Marktleuthen

Noch immer bekommt VfB-Spielleiter Rainer Walter einen "dicken Hals", wenn er an die Niederlage in Kirchenlamitz denkt. "45 Minuten guter Fußball reicht einfach nicht. Da muss deutlich mehr kommen." Die Urlauber Martin Brunner und Korbinian Lang kehren zurück. Gegen einen starken Gastgeber will FC-Trainer Marc Sommer trotzdem nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten. Wichtig wird es sein, Martin Brunner und Lukas Graf aus dem Spiel zu nehmen. Dann sieht Sommer die Chance auf Punkte für den FC Marktleuthen.

FC Schwarzenbach/S. So. 15.00 SpVgg Wiesau

Damit der Sieg in Marktleuthen an Wert gewinnt, will die Heimelf nachlegen. Allerdings ist die Personallage katastrophal. Deshalb wäre FC-Spielleiter Guido Degel mit einem Punkt zufrieden. Eine tolle Moral bescheinigte SpVgg-Trainer Markus Pappenberger seiner Truppe beim 3:3 gegen Steinmühle, als sie zwei Mal einen Rückstand aufholte. Den Aufsteiger schätzt er als kompakte Truppe ein, die gegen Spitzenteams schon gute Ergebnisse erzielte. "Mit Disziplin und Erfolgswillen will ich unbedingt etwas Zählbares mitnehmen." Die Personallage bessert sich langsam.

ASV Wunsiedel So. 16.30 ASV Waldsassen

Nach dem überzeugenden Auftritt des ASV Wunsiedel in Kondrau fordert Trainer Udo Schnurrer sein Team auf, nachzulegen. Trotz der Ausfälle befindet sich der Tabellenführer in blendender Verfassung. "Wenn die Einstellung passt, bleiben die Punkte in Wunsiedel", ist sich Schnurrer sicher. Der Sieg in Tirschenreuth gibt dem Aufsteiger ASV Waldsassen Auftrieb. "Nun können wir befreit beim Favoriten aufspielen, denn wir haben nichts zu verlieren", dämpft Gästetrainer Daniel Bindl die Erwartungen. Der Einsatz zweier Stammspieler ist fraglich.
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