Fußball
Die vier Kreisklasse künftig mit jeweils 16 Teams

Sport
Tirschenreuth
12.07.2016
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Rehau. Schluss mit den aus 14 Vereinen bestehenden Kreisklassen im Fußballkreis 3 Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth! Bei der vom FC Rehau ausgerichteten Tagung der Kreisligen Süd und Nord kündigte Kreisspielleiter Klaus Helgert eine Aufstockung der vier Kreisklassen Süd, Ost, Nord und West ab der Saison 2017/18 auf 16 Clubs an.

Das hat in der am 23./24. Juli beginnenden Serie 2016/17 zur Folge, dass in allen vier Kreisklassen jeweils nur der Tabellenletzte absteigt und kein Verein in die Relegation muss. Die Erst- und Zweitplatzierten der A-Klassen steigen laut Helgert direkt auf. Sollten noch Plätze frei werden, bekämen die Dritten der A-Klassen die Chance auf Relegationsspiele. Die Kreisklassen-Meister steigen direkt in die Kreisliga auf, die Tabellenzweiten gehen mit den Dritt- und Viertletzten der Kreisligen in die Relegation. Die Meister der beiden Kreisligen schaffen wie bisher den direkten Aufstieg in die Bezirksliga, die Tabellenzweiten bekommen in der Relegation die Chance zum Aufstieg.

In seinem Rückblick zeigte sich Helgert durchaus zufrieden mit der abgelaufenen Saison. Negativ-Erscheinungen seien so manche an den Haaren herbeigezogene Spielabsagen gewesen. Für die neue Saison kündigte Helgert ein härteres Durchgreifen an. "Wer ein Spiel absagt, muss damit rechnen, dass er bei einem weiteren Spielausfall auf des Gegners Platz antritt."

Faire Kondrauer


Als deutlich zu hoch bezeichnete er die Zahl der Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten. In der Kreisliga Süd gab es 1005 Gelbe, 66 Gelb-Rote und 25 Rote Karten. Den Vogel schoss Absteiger FSV Tirschenreuth mit zehn Ampelkarten und sechs Mal Rot ab. Als positives Beispiel stellte Helgert die Sportfreunde Kondrau heraus, die ohne Platzverweis auskamen.

Recht holprig ist nach den Worten Helgerts die Relegation in diesem Jahr verlaufen. "Das begann im Bezirk und endete im Kreis." Zum Schluss sei es sehr schwierig gewesen, noch Vereine zu finden, die ihre Plätze für Spiele von A-Klassen-Zweiten zur Verfügung stellten. Der Kreisspielleiter nannte auch Zahlen: Im Fußballkreis sahen 5600 Zuschauer die Entscheidungsspiele. Sie spülten den beteiligten Vereinen insgesamt 15 410 Euro in die Kassen. Überhaupt kein Verständnis zeigte Helgert für das Abbrennen von Bengalos bei einigen Relegationsspielen. "Hier ist der ausrichtende Verein in der Pflicht." Die Geldstrafen bei solchen Vergehen seien beträchtlich.

Bis auf die vier Kreisklassen sei die Ligen-Einteilung für die bevorstehende Saison nicht ganz einfach gewesen. Am problematischsten sei diesmal die Einteilung der A-Klassen gewesen. Die Zahl der A-Klassen habe sich ohnehin von acht auf sechs reduziert. "Die Tendenz geht weiter nach unten." Um dem Rückzug weiterer Vereine aus dem Spielbetrieb entgegenzuwirken, habe der Fußballkreis mit der Einführung von zwei Flex-Ligen ein Pilotprojekt gestartet, das allerdings noch vom Verbandsspielausschuss abgesegnet werden müsse. Grundgedanke, so Gruppenspielleiter Peter Kempf bleibe, auch in der Flex-Liga mit elf gegen elf zu spielen. "Wenn aber ein Verein nur neun Spieler zur Verfügung hat, ist es auch möglich, dass beide jeweils zu neunt antreten. Sie müssen sich halt zuvor darauf verständigen."

11 gegen 11 oder 9 gegen 9


Um Missverständnissen vorzubeugen, stellte Kempf klar: Elf gegen Elf oder Neun gegen Neun seien die beiden möglichen Varianten. Gespielt werde ausschließlich auf Großfeld und auf große Tore. Aus den beiden Flex-Ligen werde es keine Aufsteiger geben.

Zahlen und Fakten aus dem Fußballkreis92 neue Regeln gelten im Fußball ab der neuen Saison. Der Kreis Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth bietet dazu zwei Schulungen an: Am 18. Juli für den Bereich Süd und am 20. Juli für den Bereich Nord. Der Ort und die Uhrzeit stehen noch nicht fest.

64 Vereine beteiligen sich am bereits laufenen Pokalwettbewerb. Gruppenspielleiter Peter Kempf nannte die nächsten Termine: 10. August Achtelfinale, 24. August Viertelfinale, 5. April 2017 Halbfinale und Montag, 1. Mai 2017, Kreisfinale.

358 Fälle hatte das Kreissportgericht in der vergangenen Saison zu bearbeiten. Das ist laut Kreissportgerichtsvorsitzendem Harald Hohenberger ein Rückgang von rund zehn Prozent. In der Vorsaison waren es 419 Fälle. Deutlich zurückgegangen seien die Vergehen gegen Schiedsrichter. Zwei Unparteiische seien in der Saison 2015/16 nach dem Spiel angegriffen worden.

3 Punkte Abzug und mindestens 200 Euro Strafe kostet es Vereine, die in Pflichtspielen den Paragraf "Einsatz in verschiedenen Mannschaften" missachten, kündigte Hohenberger an. Auch Verstöße in Freundschaftsspielen zögen beträchtliche Geldstrafen nach sich.

18 Vereine haben sich bislang für die Hallen-Kreismeisterschaft gemeldet. Für Kreisspielleiter Klaus Helgert eine ernüchternde Zahl. Seine klare Ansage an die Vereine im Kreis: "Wer bis 1. August nicht meldet, der schaut heuer im Winter definitiv zu."
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