Fußball Kreisliga Süd MAK
Spannung im Tabellenkeller

Der TSV Konnersreuth erwartet am Sonntag den SV Mitterteich II. Im Kampf um den Klassenerhalt zählt für die Gastgeber nur ein Sieg wie beim 2:1 im Hinspiel (Szene). Bild: Gebert
Sport
Tirschenreuth
23.04.2016
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Fünf Spiele sind in der Kreisliga Süd noch zu absolvieren. An der Spitze spielen Teams aus Oberfranken um die Meisterschaft und Relegationsplatz zwei. Hinten liefern sich überwiegend Vereine aus dem Stiftland einen spannenden Kampf gegen den Abstieg.

Trotz der 0:5- Abfuhr bei der SpVgg 13 Selb (2./55 Punkte) ist der TSV Thiersheim (1./60) in der Kreisliga Süd bei einem Spiel weniger klar auf Meisterschaftskurs. Dafür ist das Rennen um Relegationsplatz zwischen Selb und dem FC Rehau (3./52) spannend.

Am anderen Ende der Tabelle will sich Schlusslicht ATSV Tirschenreuth (16./13) mit guten Leistungen aus der Liga verabschieden, zum Beispiel am Wochenende in der Partie bei den Sportfreunden Kondrau (8./35). Beim FSV Tirschenreuth (15./17) gehen nach der 1:5-Niederlage in Steinmühle (10./28) ebenfalls langsam die Lichter aus. Gegen den TSV Waldershof (12./26) sieht FSV-Trainer Jürgen Ströll die letzte Chance auf den Relegationsplatz.

TSV Thiersheim Sa. 15.00 FC Lorenzreuth

Laut TSV-Vorsitzendem Karl-Peter Mötsch kam seine Mannschaft am Mittwoch mit den katastrophalen Platzverhältnissen in Selb nicht zurecht. "Die Niederlage ist abgehakt und muss schnellstens raus aus den Köpfen der Spieler. Ich hoffe, dass die Mannschaft die richtige Reaktion zeigt." Für FC-Trainer Fabian Leeb steht "das leichteste Spiel der Saison" auf dem Programm. "Allerdings ist uns nicht entgangen, dass sich die Hausherren zuletzt nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Meine Mannschaft wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten wehren."

SV Steinmühle So. 14.00 TV Selb-Plößberg

Gelassen sieht SV-Trainer Thorsten Meier der Partie entgegen. "Die Gäste stehen im Kampf um den zweiten Tabellenplatz unter Druck. Sie müssen gewinnen und sind klarer Favorit." Natürlich werden die Hausherren versuchen, die mannschaftliche Geschlossenheit aus der letzten Partie (5:1 gegen den FSV Tirschenreuth) erneut abzurufen. "Wir sind längst noch nicht gesichert", warnt Meier. Zwei oder drei Veränderungen sind vorgesehen. In Torlaune präsentierten sich auch die Oberfranken vor Wochenfrist beim 6:2 gegen Arzberg. Sie scheinen offenbar gut drauf zu sein, was sie auch in Steinmühle zeigen wollen. Im Rennen um den Relegationsplatz dürfen sie sich keinen Ausrutscher erlauben.

SpVgg 13 Selb So. 14.00 VfB Arzberg

Mit dem 5:0-Sieg über Thiersheim untermauerte die Heimelf eindrucksvoll ihren Anspruch auf den Relegationsplatz. Jetzt muss Trainer Stefan Rogler dafür sorgen, dass seine Mannschaft auf dem Boden bleibt. "Wir müssen nachlegen, um die gute Ausgangsposition nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen." Nicht jammern will VfB-Spielleiter Rainer Walter nach der Niederlage beim TV Selb-Plößberg. "Jetzt muss die Mannschaft eben beim Lokalrivalen punkten, denn der Relegationsplatz ist nur sieben Zähler entfernt."

SC Mähring So. 14.00 FC Tirschenreuth

"Das habe ich befürchtet", gesteht SC-Spielleiter Stefan Schneider nach deftigen 1:7-Abfuhr in Wiesau. "Nach den letzten Erfolgen schien sich die Mannschaft zu sicher zu sein. Doch ohne Kampfgeist und Einsatzwillen kann man nichts gewinnen. Nun stecken wir wieder in größten Schwierigkeiten. Gerade im Derby wird uns der Gast nichts schenken." Die personellen Voraussetzungen, um sich zu rehabilitieren, sind schlecht, denn die Heimelf beklagt etliche Ausfälle. Eindrucksvoll bewies der Gast beim 4:2 gegen Selb 13, dass er mit den Großen mithalten kann. "Aber leider zu spät", trauert FC-Spielleiter Thomas Schramm den zuvor vergebenen Chancen nach. "In Mähring wissen wir, was auf uns zukommt. Der kleine Platz liegt uns nicht." Trotzdem will der FC Tirschenreuth auf Sieg spielen, zumal sich das Lazarett lichtet und Karl Söllner seine Rotsperre abgesessen hat.

FSV Tirschenreuth So. 15.00 TSV Waldershof

Nach der deftigen 1:5-Niederlage in Steinmühle gehen bei der Heimelf langsam die Lichter aus. Der Abstieg rückt immer näher. Gegen Waldershof sieht Trainer Jürgen Ströll die letzte Chance, sich wenigstens einen Relegationsplatz zu sichern. "Bei einer Niederlage sind wir abgestiegen", gibt sich Ströll realistisch. Einige Akteure sind angeschlagen, werden aber auf die Zähne beißen. Noch immer ist TSV-Trainer Markus Kremser sauer über die schwache Leistung seiner Mannschaft gegen Konnersreuth. "Das war das schlechteste Spiel der Saison. In dieser Verfassung haben wir in der Liga nichts verloren." In Tirschenreuth erwartet Kremser eine Trotzreaktion. Fehlen werden Berger und Höfer.

FC Rehau So. 15.00 SpVgg Wiesau

Nicht vergessen hat FC-Trainer Ralf Bröcker die unnötige 2:3-Niederlage in der Hinrunde. Damals hatte Rehau eine scheinbar beruhigende 2:0-Führung verspielt. "Wir haben also eine Rechnung zu begleichen. Wenn die Mannschaft an Platz zwei dranbleiben will, muss ein Sieg her." Bröcker steht der komplette Kader zur Verfügung. Nach vier Niederlagen in Folge schoss sich die SpVgg beim 7:1-Sieg über Mähring den Frust von der Seele. "Wenn bestimmte Leute auf dem Platz stehen, dann läuft es einfach", blickt Trainer Markus Pappenberger zurück. Natürlich will der Coach den Kantersieg nicht überbewerten. "Rehau ist ein ganz anderes Kaliber." Nachdem sich die Personallage zusehends bessert, ist eine Punkteteilung durchaus drin.

TSV Konnersreuth So. 15.00 SV Mitterteich II

Als enorm wichtig stuft TSV-Spielleiter Christian Werner den 3:1-Sieg in Waldershof ein. "An die dort gezeigte Leistung müssen wir anknüpfen, um auch im Derby erfolgreich zu bestehen. Denn die Lage bleibt weiterhin angespannt." Sorgen bereitet ihm die Anfangsformation der Gäste. "Bei einer zweiten Mannschaft weiß man nie, wer aufläuft." Auf jeden Fall fordert Werner auf eigenem Gelände einen Dreier. Ein richtig gutes Spiel sah SV-Trainer Sascha Haberkorn zuletzt gegen die Sportfreunde Kondrau. "Der Sieg war mehr als verdient." In Konnersreuth will Haberkorn unbedingt Revanche für die 1:2-Vorrundenniederlage nehmen. Mit welchem Aufgebot, wird sich erst kurzfristig zeigen.

SF Kondrau So. 16.00 ATSV Tirschenreuth

Keinen Vorwurf kann SF-Trainer Jürgen Schmidkonz seiner Mannschaft nach dem 2:4 in Mitterteich machen. "Wir trafen an diesem Tag ganz einfach auf einen starken Gegner, obwohl die Partie lange Zeit auf des Messers Schneide stand." Gegen das Schlusslicht fordert er den ersten Sieg in diesem Jahr. "Alles andere wäre eine große Enttäuschung." ATSV-Spielleiter Stefan Reinl sieht noch immer eine kleine theoretische Chance, zumindest auf die Relegation. "Aber da müsste die Konkurrenz mitspielen und wir dürfen keinen Zähler mehr abgeben. Das scheint fast unmöglich zu sein. Aber wir lassen uns nicht hängen und wollen zumindest nicht Letzter werden."
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