Fußball Kreisliga Süd MAK
Spannung im Tabellenkeller

Der SC Mähring (rechts Rudi Kraus) steht nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Tirschenreuth (links Christian Ott) weiter auf einem Relegationsplatz. Heute gastiert der Sportclub beim VfB Arzberg, die Kreisstädter empfangen den FC Rehau. Bild: Gebert
Sport
Tirschenreuth
29.04.2016
92
0

Spitzenreiter TSV Thiersheim (1./63 Punkte) ist klar auf Titelkurs, dahinter haben die SpVgg 13 Selb (2./56) und der FC Rehau (3./55) die besten Chancen auf Relegationsplatz zwei. In der unteren Tabellenhälfte kämpfen fast ausnahmslos Vereine aus dem Stiftland ums sportliche Überleben.

Spannend geht es im Tabellenkeller der Kreisliga Süd zu. Punktgleich belegen der FC Lorenzreuth (13./23) und der SC Mähring (14./23) die Relegationsplätze. Auf den sicheren Rang 12 (TSV Konnersreuth) beträgt der Rückstand drei Zähler. Lorenzreuth erwartet die Sportfreunde Kondrau (8./38), der Sportclub tritt beim VfB Arzberg (10./31) an.

TSV Waldershof Fr. 18.30 SV Steinmühle

"Absoluter Wahnsinn, ein Spiel zum Vergessen", blickt TSV-Trainer Markus Kremser auf den 4:3-Sieg beim FSV Tirschenreuth zurück. Für ihn zählen nur die drei Punkte. Nun gilt es nachzulegen, denn die Lage hat sich nur teilweise beruhigt. "Die Mannschaft ist heiß und will unbedingt den nächsten Dreier", sagt Kremser. Allerdings fehlen erneut wichtige Stammkräfte. SV-Spielleiter Franz Faltenbacher sah beim 4:0 gegen Selb-Plößberg das beste Spiel nach der Winterpause. Nach vier Siegen in Folge benötigen die Gäste nur noch einen Dreier zum Klassenerhalt. "Den wollen wir in Waldershof einfahren", sagt Faltenbacher. An der Personallage ändert sich nichts.

ATSV Tirschenreuth Fr. 18.30 TSV Konnersreuth

Auch wenn sich die Hausherren mit dem Abstieg abgefunden haben, gibt es nichts zu verschenken. Im Gegenteil: Trainer Markus Schaumberger will noch einige Teams ärgern und Punkte einfahren. Aber das wird schwierig, denn personell geht das Schlusslicht am berühmten Krückstock. Die Gäste quittierten zuletzt eine ärgerliche 0:1-Derbyniederlage gegen Mitterteich II. Dadurch verschärfte sich die Lage erneut. Beim Schlusslicht ist für Spielleiter Christian Werner ein Sieg Pflicht. "Aber dort hatten wir schon immer Probleme", sieht Werner der Partie skeptisch entgegen. Einige Akteure sind angeschlagen, deshalb entscheidet sich die Anfangsformation kurzfristig.

FC Tirschenreuth Fr. 18.30 FC Rehau

Beim schwer erkämpften 2:1-Sieg in Mähring sah FC-Spielleiter Thomas Schramm kein schönes Spiel seines Teams. "Gegen Mannschaften, die vom Kampf leben, hatten wir schon immer Probleme." Deshalb freut sich Schramm auf die Aufgabe gegen die Oberfranken. "Die bevorzugen das spielerische Element." Nachdem Rang zwei wohl nicht mehr zu erreichen ist, gibt der Funktionär jetzt zumindest Platz drei als Ziel aus. Dazu bedarf es natürlich eines Sieges. Bis auf Jan Vojtek sind alle Mann an Bord. Im Rennen um den zweiten Tabellenplatz sind die Gäste wieder dick im Geschäft. Einen Ausrutscher können sie sich jedoch nicht erlauben. "Der FC hat einen Vorteil. Für ihn geht es um nichts mehr", weiß FC-Trainer Ralf Bröcker.

VfB Arzberg Fr. 18.30 SC Mähring

Eine respektable Punkteteilung erarbeitete sich die Heimelf beim Tabellenzweiten SpVgg 13 Selb. Mit der dort gezeigten Leistung sollte es im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten Gast keine Probleme geben. Den einen oder anderen Zähler benötigen die Hausherren schon noch, um mit der Relegation nichts mehr zu tun zu haben. Zwei grundverschiedene Halbzeiten sah SC-Spielleiter Stefan Schneider bei der 1:2- Niederlage gegen den FC Tirschenreuth. "Die erste war grottenschlecht. Im zweiten Abschnitt war meine Mannschaft überlegen, aber es reichte nicht mehr zu einem Erfolg." An den direkten Klassenerhalt glaubt Schneider nicht mehr. "Unser Ziel ist die Relegation." Da einige Spieler angeschlagen sind, entscheidet sich die Anfangsformation kurzfristig.

TV Selb-Plößberg Fr. 18.30 SpVgg 13 Selb

Nach der glatten 0:4-Niederlage in Steinmühle bietet das Stadtderby für den TV die letzte Möglichkeit, noch einmal entscheidend in das Rennen um den Relegationsplatz einzugreifen. Nur mit einem Sieg wahrt die Heimelf ihre Chance. Dazu bedarf es jedoch einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber letzter Woche. Beim mageren 1:1 gegen Arzberg will Gästetrainer Stefan Rogler seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. "Ich musste kurzfristig sechs Stammspieler ersetzen." Die Lage bessert sich auch vor dem prestigeträchtigen Duell nicht.

SV Mitterteich II Fr. 18.30 FSV Tirschenreuth

Auf seiner Abschiedstour nimmt SV-Trainer Sascha Haberkorn jeden Sieg gerne mit. Der Partie gegen die abstiegsgefährdeten Gäste sieht er aber sorgenvoll entgegen. "Die haben nichts mehr zu verlieren und werden unbekümmert drauflos spielen." Trotz der schwierigen Personalsituation fordert Haberkorn Revanche für die Hinspielniederlage. "Ich schicke eine schlagkräftige Truppe auf den Platz", verspricht er. FSV-Coach Jürgen Ströll sieht es realistisch. "Der Klassenerhalt ist kaum noch zu schaffen. Aber wir geben nicht auf." Bis auf Rotsünder Michael Weiß steht ihm der komplette Kader zur Verfügung. "Vielleicht gelingt uns ein ähnlich gutes Spiel wie in der Vorrunde."

FC Lorenzreuth Fr. 18.30 SF Kondrau

Nach der einkalkulierten Niederlage in Thiersheim folgen vier Endspiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe. Zum direkten Klassenerhalt sind für Trainer Fabian Leeb zehn Punkte nötig. "Die Mannschaft zeigt sich von der prekären Lage völlig unbeeindruckt", sagt Leeb. Es fehlen Rotsünder Ernst und Student Seidel. "Die erste Halbzeit hatte mit Fußball wenig zu tun", blickt SF-Trainer Jürgen Schmidkonz auf den 3:2-Sieg über den ATSV Tirschenreuth zurück. "Deshalb gab es in der Kabine deftige Worte." Nach dem Klassenerhalt reisen die Sportfreunde völlig gelassen an. "Wir sind auf einen hochmotivierten Gegner bestens vorbereitet." Es fehlen Dominik Söllner und Kevin Schoof, ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Mohamet Gürbüz.

SpVgg Wiesau Fr. 18.30 TSV Thiersheim

Bei den Hausherren scheint die Luft raus zu sein. "Gegen den Tabellenführer haben wir nichts zu verlieren. Es ist das leichteste Spiel der Saison", sieht Trainer Markus Pappenberger der Partie gelassen entgegen. Da der personelle Engpass weiter besteht, setzt der Coach erneut auf Nachwuchskräfte. Von den schlechten Ergebnissen der Hausherren will sich TSV-Vorsitzender Karl-Peter Mötsch nicht blenden lassen. "Gegen uns sind alle Gegner hochmotiviert. Aber wir ziehen unser Ding durch und spielen auf Sieg."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.