Fußball Kreisliga Süd MAK
Stiftlandderbys im Blickpunkt

Der FC Tirschenreuth ist in der Kreisliga Süd bis auf einen Punkt an Tabellenführer ASV Wunsiedel herangerückt. Am Sonntag treten die Kreisstädter beim SV Mitterteich II an. Das Bild zeigt eine Szene aus der vergangenen Saison, damals gewann der FC in Mitterteich mit 5:2. Bild: Gebert
Sport
Tirschenreuth
20.08.2016
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Am sechsten Spieltag der Kreisliga Süd stehen drei Stiftlandderbys im Blickpunkt: in Fuchsmühl, Wiesau und Mitterteich.

Bezirksliga-Absteiger ASV Wunsiedel schwächelte zuletzt mit zwei torlosen Remis, ist aber nach wie vor Tabellenführer. Beim VfB Arzberg droht aber weitere Gefahr. Morgenluft wittert der FC Tirschenreuth, der mit einem Sieg beim SV Mitterteich II neuer Tabellenführer werden könnte. Im zweiten Stiftlandderby treffen zwei Verfolger aufeinander, die SpVgg Wiesau und der TSV Konnersreuth. Das dritte Stiftland-Duell ist das Spiel der SG Fuchsmühl gegen den ASV Waldsassen. Beide brauchen dringend Punkte im Abstiegskampf.

VFC Kirchenlamitz Sa. 10 Uhr SV Steinmühle

Für SVS-Trainer Thorsten Meier war der Last-Minute-Sieg gegen den Lokalrivalen SF Kondrau letztendlich zwar glücklich, aber dennoch verdient. Deshalb ist er guten Mutes, auch in Kirchenlamitz etwas Zählbares mitzunehmen. "Wenn wir uns im Mittelfeld festsetzen wollen, müssen wir punkten", sagt Meier. Allerdings fällt Torhüter Klaus Schwägerl verletzungsbedingt weiterhin aus, zudem ist Max Hecht im Urlaub. Von den angeschlagenen Spielern hofft Meier, dass der eine oder andere fit wird.

FC Marktleuthen Sa. 15 Uhr SpVgg 13 Selb

Im Duell der beiden punktgleichen Teams geht es um den Anschluss zur Tabellenspitze. Während der Aufsteiger mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden sein kann, ist Selb nach dem super Start mit drei Siegen inzwischen auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die als Mitfavorit auf den Titel gehandelten "Dreizehner" kassierten zuletzt stark ersatzgeschwächt zwei Niederlagen.

VfB Arzberg So. 15 Uhr ASV Wunsiedel

Der VfB Arzberg hat das schwere Spiel bei Aufsteiger 1. FC Schwarzenbach/Saale mit drei Punkten erfolgreich gemeistert. Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann die schwache Chancenverwertung. Gegen Tabellenführer ASV Wunsiedel fühlen sich die Arzberger als Außenseiter, was aber nicht heißen soll, dass sie das Spiel von vorneherein verloren geben. Ein Punkt soll in Arzberg bleiben, auch wenn immer noch der eine oder andere Spieler fehlt. Wunsiedels Trainer Udo Schnurrer muss weiterhin auf eine ganze Reihe von Leistungsträgern verzichten, vor allem in der Offensive. Deshalb wäre er schon mit einem Remis zufrieden, zumal er den VfB zu den Topteams der Kreisliga zählt. Schnurrer: "Nur wenn es uns gelingt, eine Topleistung abzurufen, können wir punkten."

SF Kondrau So. 15 Uhr FC Schwarzenbach/S.

Personell soll es bei den Sportfreunden am Sonntag besser aussehen als am Freitag im Derby in Konnersreuth. Der 1. FC Schwarzenbach ist für die Kondrauer ein völlig unbeschriebenes Blatt, dennoch ist Spielertrainer Jürgen Schmidkonz überzeugt, einen Dreier einfahren zu können. Schwarzenbach/Saale kämpft ebenso mit personellen Problemen. Trainer Horst Pankau machen "die vielen Studenten und die Schichtarbeiter sehr zu schaffen". Die Sportfreunde bezeichnet er ebenso als unbekannten Gegner. Pankau ist aber guten Mutes, zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.

SG Selb-Pl./Erkersr. So. 15 Uhr TSV Waldershof

Die SG Selb-Plößberg/Erkersreuth muss laut Trainer Georg Müller weiterhin auf drei Verletzte und zwei Urlauber verzichten. "Die Mannschaft wird sich deshalb fast von alleine aufstellen." Doch Bange machen gilt nicht, "denn Waldershof ist schlagbar", ist Müller überzeugt. Waldershofs Trainer Harald Rupprecht will nach dem 4:3-Sieg gegen Wiesau nachlegen und in Selb-Plößberg gewinnen. "Wir fahren dorthin, um drei Punkte mitzunehmen." Das klare Ziel von Rupprecht ist, sich im Mittelfeld festzusetzen. Allerdings muss er auf drei Urlauber verzichten.

SG Fuchsmühl So. 15 Uhr ASV Waldsassen

Fuchsmühls Trainer Horst Höfer hat nur ein Ziel: "Wir müssen gegen den ASV gewinnen, wenn wir hinten rauskommen wollen." Das 1:5 beim FC Tirschenreuth sei ein Rückschritt gewesen, nun gelte es, gegen den Mitaufsteiger den Hebel umzulegen. Allerdings beklagt auch Fuchsmühl viele Verletzte und Urlauber. Besser sieht es beim ASV Waldsassen aus, bei dem alle Spieler an Bord sind. Der 4:1-Pflichtsieg gegen die SG Selb-Plößberg/Erkersreuth gibt zusätzlich Selbstvertrauen. "Wir wollen auch in Fuchsmühl punkten und damit den Abstand nach hinten ausbauen", sagt Trainer Daniel Bindl. Gerade Punkte gegen Mitkonkurrenten seien im Abstiegskampf besonders wichtig.

SpVgg Wiesau So. 15 Uhr TSV Konnersreuth

Die SpVgg Wiesau will in die Erfolgsspur zurück und das Spiel in Waldershof vergessen machen. Allerdings muss Trainer Markus Pappenberger auf den angeschlagenen Rahn und einige Urlauber verzichten. "Wichtig wird es sein, die Fehlerquote zu minimieren. Dann sollte ein Punktgewinn möglich sein", ist Pappenberger überzeugt. "Wenn wir einen Punkt mitnehmen, bin ich zufrieden", sagt TSV-Trainer Mario Gebhard, wenngleich er im Spiel bei seinem Ex-Klub auch gegen einen Dreier nichts einzuwenden hätte. Ein besonderes Spiel wird es auch für die ehemaligen Wiesauer Lars Saller und Jan Frederik Spörrer, die nun für Konnersreuth spielen. Der TSV hat gegen Wiesau stets gut ausgesehen, das gibt Anlass zu Optimismus.

SV Mitterteich II So. 15 Uhr FC Tirschenreuth

Nach dem 0:0 beim ASV Wunsiedel kann SVM-Trainer Ralf Müller im Derby gegen den FC Tirschenreuth aller Voraussicht nach erstmals in Bestbesetzung antreten, denn alle Urlauber sind zurück. Die Mitterteicher haben großen Respekt vor den Kreisstädtern, aber keine Angst. Mit einem Sieg könnte die Landesliga-Reserve eine kleine Serie starten. Optimismus herrscht auch beim FC Tirschenreuth, wenngleich weiterhin die Langzeitverletzten fehlen. Aber das klare 5:1 gegen die SG Fuchsmühl gibt Selbstvertrauen. Spielleiter Thomas Schramm: "Wir wollen drei Punkte, um weiterhin vorne mitspielen zu können. Es wird aber mit Sicherheit ein hartes Stück Arbeit."
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