Fußball Kreisliga Süd
Platz zwei hart umkämpft

Nach der 3:4-Heimpleite im Stadtderby gegen den ATSV steht der FC Tirschenreuth am Samstag in der Partie beim FC Lorenzreuth unter Zugzwang, wenn er im Rennen um Platz zwei bleiben will. Hinter dem Einsatz von Alexander Wölfl (links) steht ein Fragezeichen. Bild: Gebert
Sport
Tirschenreuth
19.03.2016
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Am souveränen Tabellenführer TSV Thiersheim (1./48 Punkte) führt in der Kreisliga Süd in Sachen Meisterschaft kein Weg vorbei. Dafür gestaltet sich das Rennen um Relegationsplatz zwei spannend.

Noch gute Chancen auf Rang zwei besitzen die Stiftländer Vereine FC Tirschenreuth (4./36) und SpVgg Wiesau (5./36). Allerdings warten auf beide unangenehme Auswärtshürden. Der FC gastiert beim FC Lorenzreuth (13./15), Wiesau beim TV Selb-Plößberg (6./35). Brisanz steckt im Derby zwischen dem abstiegsgefährdeten TSV Konnersreuth (12./18) und den in der Vorrunde überraschend starken Sportfreunden Kondrau (7./32).

FC Lorenzreuth Sa. 14.30 FC Tirschenreuth

Weniger die Spielabsage, mehr die Vorgehensweise der SpVgg Wiesau stieß am vergangenen Wochenende den FC-Verantwortlichen sauer auf. "Es war bekannt, dass die Begegnung abgesagt wird. Die SpVgg plante frühzeitig ein Testspiel, wartete mit der offiziellen Absage aber bis Sonntagvormittag. Nicht die feinste Art unter Kontrahenten", erklärte FC-Trainer Fabian Leeb. Mit dem FC Tirschenreuth gastiert ein Aufstiegskandidat, der aber zu schlagen ist. Das bewies der ATSV Tirschenreuth vor Wochenfrist. "Meine Spieler brennen darauf, dass es endlich losgeht", sagt Leeb. Bis auf Rebhan und Stark steht der komplette Kader zur Verfügung. Die Niederlage im Stadtduell bedeutet für den Gast einen herben Rückschlag. Sogar eine 2:0- Führung wurde verspielt. "Eine gute Halbzeit reicht eben nicht", ist FC-Spielleiter Thomas Schramm noch immer sauer. "Nun müssen wir eine Serie starten, um den zweiten Tabellenplatz nicht aus den Augen zu verlieren." Hinter dem Einsatz von Alexander Wölfl steht ein Fragezeichen.

TSV Waldershof So. 14.30 SC Mähring

Trotz der 0:5-Abfuhr in Selb macht TSV-Trainer Markus Kremser seiner Mannschaft keinen Vorwurf. "Sie lieferte eine ordentliche Partie ab." So eine Leistung fordert er auch in diesem für ihn richtungsweisenden Spiel. Allerdings vergrößert sich bei den Hausherren die Verletztenliste weiter. Dass sich die Gäste längst nicht aufgegeben haben, zeigt der 3:1-Sieg über Steinmühle. "Dieser kam zur rechten Zeit", gesteht SC-Spielleiter Stefan Schneider, der sich auch in Waldershof etwas ausrechnet. "Wir werden erneut das spielen, was wir können. Defensiv gut stehen und auf Konter lauern", lautet die Marschroute. Personell hat Trainer Pavel Plecity die Qual der Wahl.

SV Mitterteich II So. 14.30 SpVgg 13 Selb

Mit dem 1:1 in Arzberg kann SV-Trainer Sascha Haberkorn durchaus leben. Ärgerlich war aber der späte Ausgleich in der 85. Minute. Nach der 1:3-Hinspielniederlage haben die Hausherren mit den Oberfranken noch eine Rechnung zu begleichen. "Damals lieferten wir unser bisher schlechtestes Saisonspiel ab", erinnert sich Haberkorn. Die Anfangsformation gibt der Coach kurzfristig bekannt, da es Schwierigkeiten in der "Ersten" gibt. "Wir waren effektiv und hatten das Glück auf unserer Seite", gesteht Gästetrainer Stefan Rogler nach dem 5:0-Sieg über Waldershof. "So dürfen wir uns in Mitterteich nicht präsentieren." Veränderungen sind nicht vorgesehen.

ATSV Tirschenreuth So. 14.30 VfB Arzberg

"Den Überraschungscoup gegen den FC Tirschenreuth muss die Mannschaft nun bestätigen", fordert ATSV-Trainer Markus Schaumberger. "Der Erfolg sollte eigentlich einen enormen Motivationsschub geben." Allerdings sei der Sieg nur ein "Tropfen auf den heißen Stein" gewesen. Gegen einen spielstarken Gegner erwartet Schaumberger eine schwierige Partie. Jonas König kehrt ins Team zurück, dafür fällt Leon Prokesch verletzt aus. Noch immer trauert VfB-Spielleiter Rainer Walter den vielen ausgelassenen Chancen gegen Mitterteich II nach. Eindringlich warnt er sein Team, den Gastgeber am Tabellenstand zu messen.

TV Selb-Plößberg So. 14.30 SpVgg Wiesau

Beide Kontrahenten sind noch ohne Punktspiel in diesem Jahr, sie wissen also nicht, wo sie leistungsmäßig stehen. Das macht die Aufgabe beider Trainer nicht leichter. Gerne würden die Gastgeber ihren 3:1-Vorrundensieg wiederholen. Aber dagegen wehrt sich der Gast. "Wir haben noch immer den zweiten Platz im Visier und können uns keinen Ausrutscher erlauben", sagt SpVgg-Coach Markus Pappenberger. Für ihn sei die Partie eine echte Standortbestimmung. "Ich erwarte ein intensives Kampfspiel, aber darauf sind wir gut vorbereitet." Die Personallage ist bis auf Kleinigkeiten gut.

TSV Konnersreuth So. 14.30 SF Kondrau

Laut TSV-Spielleiter Christian Werner sei die Mannschaft in Thiersheim unter Wert geschlagen worden. "Der mutige Auftritt gibt Anlass zu neuen Hoffnungen. Die Moral stimmt auf jeden Fall." Im Derby zählt für Werner nur ein Sieg, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Für den verletzten Torwart Christian Neumann steht Dominik Wolf zwischen den Pfosten. Einen kleinen Vorteil sieht SF-Trainer Jürgen Schmidkonz beim Gegner. "Er besitzt bereits Spielpraxis. Wir dagegen wissen nicht, wo wir stehen." Aber die optimale Personallage lässt Schmidkonz zuversichtlich in das Derby gehen. Entgegen kommt ihm seiner Meinung nach, dass die Heimelf mehr unter Druck steht. "Wir warten ab und lauern auf Konter."

FSV Tirschenreuth So. 14.30 TSV Thiersheim

Keinen großen Illusionen gibt sich FSV-Trainer Jürgen Ströll vor dieser Partie hin. "Gegen den Tabellenführer sind wir krasser Außenseiter, haben allerdings auch nichts zu verlieren. Die Punkte zum Klassenerhalt müssen wir gegen direkte Konkurrenten holen." Ordentlich aus der Affäre ziehen und auf keinen Fall unter die Räder kommen, lautet die Vorgabe von Ströll. Eine Rotsperre sitzt Torwart Tomas Buric ab, Matthias Prandl ist verletzt. "Auch wenn wir uns in Tirschenreuth schon immer schwer getan haben, fordert TSV-Vorsitzender Karl-Peter Mötsch einen Sieg. "Wir versuchen, unser Ding gnadenlos durchzuziehen und wollen uns von niemanden aufhalten lassen." Die personelle Lage ist gut.

SV Steinmühle So. 14.30 FC Rehau

So hatte sich SV-Trainer Thorsten Meier den Start nach der Winterpause nicht vorgestellt. "Die 1:3-Niederlage in Mähring hat unsere Lage drastisch verschlechtert", stellt Meier fest. "30 gute Minuten reichen eben nicht aus." Damit stehen die Hausherren erneut mit dem Rücken zur Wand. Als Minimalziel gibt Meier wenigstens eine Punkteteilung aus. Dazu steht ihm ein schlagkräftiger Kader zur Verfügung. "Für die Hausherren kann es durchaus von Vorteil sein, dass sie bereits ein Spiel absolviert haben", weiß FC-Trainer Ralf Bröcker. "Wenn wir weiterhin vorne mitmischen wollen, ist ein Sieg in Steinmühle Pflicht", lautet die klare Ansage von Bröcker. Allerdings kann er nicht in Bestbesetzungen antreten.
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