Fußball
Kreisliga Süd: Tirschenreuther Stadtderby im Blickpunkt

FC kontra ATSV: Am Sonntag um 14.30 Uhr steigt im Sportpark das Tirschenreuther Stadtderby. In der Vorrunde zog der FC (links Marian Vaclavik) beim Schlusslicht überraschend mit 0:2 den Kürzeren. Bild: hho
Sport
Tirschenreuth
12.03.2016
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Die Kreisliga Süd erwacht am Wochenende aus dem Winterschlaf. Zwei Teams müssen aber den Auftakt verschieben, denn die Partie FC Rehau gegen FSV Tirschenreuth wurde abgesagt. Im Blickpunkt steht das Stadtderby in Tirschenreuth zwischen dem FC und dem ATSV.

Mit sechs Zählern Vorsprung geht Spitzenreiter TSV Thiersheim (1./45) in die Restrunde der Kreisliga Süd. Gegen den in gefährlicher Nähe zu den Relegationsrängen platzierten TSV Konnersreuth (12./18) sind die Oberfranken klarer Favorit. Berechtigte Hoffnungen, den Tabellenzweiten FC Rehau (2./39) abzufangen, machen sich noch vier Teams. Neben den beiden Selber Mannschaften SpVgg 13 (3./36) und TV Selb-Plößberg (6./35) spekulieren darauf auch die beiden Stiftländer Vereine FC Tirschenreuth (4./36) und SpVgg Wiesau (5./36). Um dranzubleiben, müssen sich die Kreisstädter im Stadtderby gegen Schlusslicht ATSV Tirschenreuth (16./8) unbedingt für die schmerzhafte Hinspiel-Pleite revanchieren. Die SpVgg will den Vorrundenerfolg gegen den abstiegsbedrohten FC Lorenzreuth (13./15) wiederholen.

TSV Thiersheim Sa. 14.30 TSV Konnersreuth

Nach der Vorbereitung ziehen der Thiersheimer Vorsitzende Karl-Peter Mötsch und Gästecoach Mario Gebhard ein positives Fazit. Die Stiftländer lieferten in Begegnungen mit Bezirksligisten starke Ergebnisse ab. Im Liga-Alltag sind die Vorzeichen unterschiedlich. Mötsch setzt auf einen Erfolg des Spitzenreiter, verweist aber darauf, dass für ihn Konnersreuth stärker ist als der Tabellenstand aussagt. Bescheidener ist Gebhard vom Tabellenzwölften: "Wir wollen es Thiersheim so schwer wie möglich machen. Die Spiele, in denen wir punkten müssen, folgen danach." Beide Teams müssen jeweils auf zwei Spieler verzichten: Thiersheim auf Winkler und Sattler, Konnersreuth auf Neumann und Heinrich.

SC Mähring So. 12.30 SV Steinmühle

"Nach einem schwachen Start in die Freundschaftsspiele haben wir uns kontinuierlich gesteigert", fasst SC-Spielleiter Stefan Schneider die letzten Wochen zusammen. Beim Vorrundensieg in Steinmühle sah Schneider einen cleveren Auftritt der Truppe. Aufgrund Abstiegsplatz 15 erkennt der Spielleiter den Ernst der Lage: "Wir müssen schon fast mit einem Dreier starten." Glücklicherweise fällt beim Gastgeber nur Riedl verletzt aus. Bei Steinmühle sind bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler einsatzfähig. Wegen guter Trainingsbeteiligung ist SV-Trainer Thorsten Meier mit der Vorbereitung einverstanden. Nach der Vorrundenpleite hofft Meier auf Wiedergutmachung, wenngleich er ein kampfbetontes und kraftraubendes Spiel erwartet.

SpVgg 13 Selb So. 14.00 TSV Waldershof

Die Vorbereitung der Porzellanstädter verlief bitter: Michael Wolf und Benjamin Reim erlitten jeweils einen Kreuzbandriss. Zudem fehlen SpVgg-Coach Stefan Rogler vier bis fünf weitere Kräfte. Deshalb gibt er sich bescheiden und erklärt: "Wir müssen erst einmal sehen, wie wir reinkommen." Beim Auswärtsteam, dem ebenfalls einige Spieler fehlen, sah es nicht besser aus. TSV-Trainer Markus Kremser fehlten die Einstellung der Mannschaft und aufgrund der Wetterbedingungen einige Trainingseinheiten. Nach dem 1:5 in der ersten Halbserie gegen die SpVgg stellt er klar: "Diesmal müssen wir uns komplett dagegenstellen, um ein besseres Ergebnis zu erreichen."

SF Kondrau So. 14.30 TV Selb-Plößberg

"Die Jungs zogen mit, die Vorbereitung war sehr gut", freut sich Sportfreunde-Coach Jürgen Schmidkonz nach drei Siegen aus vier Spielen. Im August 2015 ging seine Truppe in Selb mit 0:8 unter. "Da hat überhaupt nichts gepasst. Wir haben also noch eine Rechnung offen", sagt Schmidkonz. Er hofft auf einen Erfolg gegen einen spielstarken Gegner. Einen Heimdreier will Gästetrainer Birol Yilmaz verhindern. Die Oberfranken brauchen selbst einen Sieg, um weiter um den Relegationsplatz mitzuspielen. Damit dies gelingt, sollte beim TV die Tormaschine (54 Tore, zweitbester Liga-Wert) wieder fleißig produzieren.

SpVgg Wiesau So. 14.30 FC Lorenzreuth

Eine Vorbereitung mit Höhen und Tiefen attestiert SpVgg-Trainer Markus Pappenberger seinen Jungs. "Lorenzreuth steht mit dem Rücken zur Wand. Ich erwarte ein Kampfspiel", blickt er der Partie gegen den FCL entgegen. In der Hinrunde gewannen die Wiesauer mit 3:2. Dutz und Maurer fehlen den Hausherren, dafür feiert Spielführer Spörrer sein Comeback. Der Gegner ist komplett. Außer Laufeinheiten und Testspielen auf Hart- und Kunstrasenplätzen war für die Gäste kaum ein Training möglich. FCL-Coach Fabian Leeb lobt nach der Vorbereitung vor allem Meyerhöfer, Schöffel und Neuzugang Stark. Vor dem Duell bei der SpVgg sagt er: "Im Hinspiel lieferten wir eine engagierte Vorstellung ab und boten dem Bezirksliga-Absteiger Paroli. Beim Gastspiel in der Oberpfalz wollen wir das wiederholen."

FC Tirschenreuth So. 14.30 ATSV Tirschenreuth

FC-Spielleiter Thomas Schramm sah eine für ihn typische Vorbereitung mit sehr unterschiedlicher Trainingsbeteiligung. Im Stadtderby schickt der FC seine Bestbesetzung aufs Feld. Im Hinspiel setzte es ein 0:2 für den Ex-Bezirksligisten. Deshalb warnt Schramm: "Wir haben unsere Lektion schon in der Vorrunde bekommen. Das sollte nicht noch einmal passieren." Dieser Erfolg war der einzige Saisondreier für den ATSV. Auf eine Wiederholung hofft natürlich der Trainer des Schlusslichts, Markus Schaumberger, auch wenn ihm bewusst ist, dass es schwer wird. Schwache Trainingsbeteiligung, schlechte Testspiel-Ergebnisse, der Bänderriss von Lesewiecz und einige Grippe-Kranke während der Woche erhöhen die Chancen nicht gerade.

VfB Arzberg So. 14.30 SV Mitterteich II

"Nach sechs Wochen knallharter Vorbereitung geht es endlich wieder los", freut sich VfB-Spielleiter Rainer Walter auf den Auftakt. Den SV vermag er schwer einzuschätzen. Walter erwartet jedoch eine hochmotivierte, bis auf Benker und Göcking komplette Heimmannschaft, die die Niederlage aus der Hinrunde wettmachen will. Deutlich pessimistischer gibt sich Sascha Haberkorn, der Coach der Landesliga-Reserve, nach einer für ihn katastrophalen Vorbereitung: "Ich hoffe, wir können uns zusammenreißen und einen Punkt mitnehmen." Immerhin steht ihm der vollständige Kader zur Verfügung.
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