Oberfranken-Duo setzt sich ab

Die Sportfreunde Kondrau (links Dominik Sellner) und der FC Tirschenreuth (rechts Marek Kratochvil) trennten sich am Sonntag 1:1-Unentschieden. Bild: Gebert
Sport
Tirschenreuth
11.10.2015
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Die Oberfranken ziehen in der Kreisliga Süd weiter einsam ihre Kreise. Der TSV Thiersheim und der FC Rehau untermauerten mit Erfolgen ihre Vormachtstellung. Das "Projekt Wiedergutmachung" scheiterte für die SpVgg Wiesau, für den FC Tirschenreuth gab es immerhin ein Remis.

In der Kreisliga Süd bekräftigten der TSV Thiersheim (1./36 Punkte) und der FC Rehau (2./32) ihre Aufstiegsambitionen. In der zwölften Runde ließ der TSV dem VfB Arzberg (10./17) beim 7:0 keine Chance. Im Verfolgerduell gegen die SpVgg 13 Selb (4./26) holte der FC durch ein 2:0 drei wichtige Punkte. Die Negativserie der SpVgg Wiesau (6./23) geht durch die dritte Pleite in Folge, einem 1:2 beim TSV Konnersreuth (9./18), weiter. Der FC Tirschenreuth (5./24) erreichte nach zwei Niederlagen bei den SF Kondrau (8./19) zumindest ein 1:1.

Im Tabellenkeller stoppte der FC Lorenzreuth (13./14) durch ein 6:1 beim FSV Tirschenreuth (14./11), der den dritten Sieg in Serie verpasste, seinen Negativserie. Schlusslicht bleibt der ATSV Tirschenreuth (16./7) nach dem 1:4 beim SV Steinmühle (12./14).

TSV Konnersreuth       2:1 (1:1)       SpVgg Wiesau
Tore: 1:0 (1.) Jonas Lochner, 1:1 (30.) Daniel Wölfel, 2:1 (76.) Tobias Plaß - SR: Marco Franz (Sportring Bayreuth) - Zuschauer: 120 - Gelb-Rot: (70.) Stefan Raupach (TSV)

(cst) Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Bereits nach 30 Sekunden erzielten die Hausherren den Führungstreffer. Eine Unstimmigkeit in der Gästeabwehr nutzte Jonas Lochner und hob den Ball über SpVgg-Torhüter Christian Mötsch ins Netz. Danach übernahmen jedoch die Wiesauer das Kommando und hatten bereits in der fünften Minute bei einem Lattentreffer Pech. Der Bezirksliga-Absteiger dominierte die komplette erste Hälfte und das 1:1 durch Daniel Wölfel nach einer halben Stunde war absolut verdient. In der zweiten Hälfte stellte der TSV um und brachte frische Kräfte. Dadurch war die Heimelf besser im Spiel und auch optisch überlegen, klare Chancen gab es aber nicht. Der Siegtreffer fiel nach einer feinen Einzelaktion von Plaß. Am Ende war Konnersreuth die glücklichere Mannschaft, ein Remis wäre gerecht gewesen.

TSV Waldershof       1:6 (1:3)       SV Mitterteich II
Tore: 0:1 (2.) Lubos Lavicka, 1:1 (20.) Manuel Pöhland, 1:2 (22.) und 1:3 (34.) Lubos Lavicka, 1:4 (50.) Matthias Knörrer, 1:5 (53.) Lubos Lavicka, 1:6 (75.) Andreas Sandner - SR: Ridvan Özdemir (FC Frankenwald) - Zuschauer: 50

(uwb) Die Gäste aus Mitterteich setzten den TSV von Anfang an unter Druck. Der Mitterteicher Stürmer Lubos Lavicka eroberte sich bereits in der zweiten Minute den Ball von der heimischen Abwehr und erzielte mit einem strammen Schuss die Führung. Nach dem Waldershofer Ausgleich sorgte Lavicka mit einem Doppelpack für den 3:1-Pausenstand. In der zweiten Halbzeit bestimmten die Gäste dann endgültig das Spielgeschehen und schossen mit drei weiteren Treffern den auch in dieser Höhe verdienten 6:1-Sieg heraus.

SV Steinmühle       4:1 (1:0)       ATSV Tirschenreuth
Tore: 1:0 (45.) Andreas Reichl, 1:1 (60.) Ondrej Lukes, 2:1 (77./Foulelfmeter) Johannes Pappenberger, 3:1 (82.) Andreas Reichl, 4:1 (90.) Johannes Pappenberger - SR: Tim Siegler (Hof) - Zuschauer: 70 - Besonderes Vorkommnis: (35.) Torwart Klaus Schwägerl (Steinmühle) hält Handelfmeter von Sebastian König (ATSV)

(faf) Die Heimelf feierte in diesem richtungsweisenden Spiel einen klaren Sieg. Von Beginn an gab die Meier-Truppe den Ton an, brachte aber bei mehreren Gelegenheiten den Ball nicht im Kasten unter. Die Gäste kamen nur selten zu Kontern, waren dabei jedoch gefährlich. Die größte Chance vergab Sebastian König (ATSV), als er mit einem Handelfmeter an Torwart Klaus Schwägerl scheiterte (35.). Mit dem Halbzeitpfiff gelang Andreas Reichl nach einer schönen Einzelaktion das verdiente 1:0. Nach der Pause ließ die Heimelf die Zügel etwas schleifen und die Gäste glichen durch einen Sonntagsschuss aus. Nun konzentrierten sich die Gelb-Schwarzen wieder und erzielten in der letzten Viertelstunde noch drei Tore zum verdienten 4:1-Sieg.

SF Kondrau       1:1 (0:1)       FC Tirschenreuth
Tore: 0:1 (38.) Bastian Popp, 1:1 (89.) Johannes Brunner - SR: Michael Zachau (Selbitz) - Zuschauer: 120

(msb) Tirschenreuth begann stark und hatte schon nach fünf Minuten Pech mit einem Lattentreffer. Kondrau hatte Anlaufschwierigkeiten, kam aber mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel und hatte nach 15 Minuten eine gute Möglichkeit zur Führung. Die Zuschauer sahen eine interessante und flotte Partie. Kondrau überzeugte kämpferisch und hatte in der 30. Minute erneut eine gute Chance. Tirschenreuth ging mit einem Sonntagsschuss aus 25 Metern kurz vor der Pause in Führung. In der zweiten Hälfte bemühte sich Kondrau zwar, den Ausgleich zu erzielen, konnte aber die gute Defensive der Gäste nur selten in Bedrängnis bringen. Der FC war präsenter und wirkte etwas spritziger, versäumte es aber, bei zwei guten Gelegenheiten die Führung auszubauen. Erst gegen Ende agierte Kondrau wieder druckvoller in Richtung Gästetor. In der letzten Minute nutzte Brunner ein Traum-Zuspiel zum Ausgleich.

FSV Tirschenreuth       1:6 (1:3)       FC Lorenzreuth
Tore: 1:0 (8.) David Häckl, 1:1 (24.) Moritz Geißel, 1:2 (38.) und 1:3 (45.) Tobias Schraml, 1:4 (61.) Michael Schneider, 1:5 (71.) und 1:6 (79.) Stefan Feikert - SR: Jochen Rußler (Zell im Fichtelgebirge) - Zuschauer: 65

(cst) Der FSV ging in der achten Minute in Führung, als Häckl nach einer schönen Vorlage den Ball ins Tor schob. Doch nach einer Viertelstunde stellten die Gastgeber den Betrieb ein. Lorenzreuth nutzte die Abwehrschwächen effektiv aus und erzielte in Hälfte eins drei Treffer. Wenngleich die Gäste vor dem Seitenwechsel spielerisch nicht überzeugten, stimmte die kämpferische Einstellung. Wer nach der Pause ein Aufbäumen der Kreisstädter erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Die FSV-Abwehr glich einem Hühnerhaufen und ermöglichte dem FCL drei weitere Tore. Bei konsequenterer Chancenauswertung wäre für die Leeb-Elf ein noch höherer Erfolg möglich gewesen. Der FSV zeigte nach der Pause keine Gegenwehr und ergab sich kampflos.
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