Peter Gold düst zum EM-Spiel ins Nachbarland
Fröhliche Fußballfete mit fidelen Nordiren

Der stellvertretende Bürgermeister Peter Gold (links) nahm Amtskollegin Martine Peureux (rechts) aus der Partnerstadt La Ville du Bois mit ins Prinzenparkstadion. Stadtrat Conny Zant (Zweiter von rechts) und Freunde aus Tirschenreuth, Baden und Nordirland freuten sich schon vor dem Spiel über die ausgesprochen freundliche Stimmung. Bild: hfz
Sport
Tirschenreuth
23.06.2016
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Mal eben nach Paris fahren - das ist normalerweise eher was für die Abteilung jugendlicher Leichtsinn. Dass man auch im gesetzteren Alter noch Freude am spontanen Handeln hat, bewies Tirschenreuths zweiter Bürgermeister Peter Gold. Montagmittag bekam er Karten für das EM-Spiel Deutschland gegen Nordirland angeboten. Zwei Stunden später saß er im Auto und hat die Fahrt nicht bereut: "Die Stimmung im Stadion war fantastisch", schwärmt der Tirschenreuther.

Den Weg kennt er zur Genüge. Schließlich ist Peter Gold leidenschaftlicher Frankreich-Fan, Organisator von Volkshochschul-Reisen in die französische Hauptstadt und Vorsitzender des Partnerschaftsvereins "Amitié". Das Angebot zweier Eintrittskarten für das letzte Spiel in der Vorrunde kam vom Stadtratkollegen Konrad Zant, der mit Freunden schon länger auf EM-Tour unterwegs war und schon vier Spiele gesehen hatte.

"Ich bin in siebeneinhalb Stunden mit einer kurzen Pause hingefahren", berichtet Peter Gold von seinem Spontan-Trip. Die Quartiersuche konnte er sich sparen, denn in der Tirschenreuther Partnerstadt La Ville du Bois kommt er jederzeit bei Freunden unter. Mit Conny Zant traf er sich noch Montagabend in einem kleinen Restaurant am Montmartre. Am nächsten Tag nahm er dann die zweite Bürgermeisterin der Partnerstadt, Martine Peureux, mit in den "Parc des Princes": "Sie war zum ersten Mal im Stadion und ganz begeistert."

Auch die Laune bei den Tirschenreuthern war schon vor dem Spiel bestens. Mit französischen und nordirischen Fußballfans traf man sich vor dem Stadion und machte ein fröhliches Gruppenbild. "Eine fantastische, freundliche Stimmung", ist Peter Gold am Tag danach noch ganz begeistert. "Die Nordiren sind hervorragende Fans. Sie singen auch noch nach dem Spiel, selbst wenn sie verloren haben."

So kam es auch trotz der Überlegenheit der deutschen Mannschaft und dem Siegtor von Mario Gomez zu keinerlei Zwischenfällen auf den Rängen, schildert der Tirschenreuther, der sich am Mittwochvormittag schon wieder auf der Heimreise befand: "Alles verlief absolut friedlich und sehr freundschaftlich." Nur in einem Moment drohte die neue Freundschaft mit den Fans von der Insel zu kippen: Gold machte den Fehler, sie als Iren anzusprechen. Die Berichtigung war unmissverständlich: "Wir sind Nordiren!"
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