SSV Jahn in Tirschenreuth
Regensburger besiegen den FC Carl Zeiss Jena

Der Regensburger Marc Lais (rechts) im Zweikampf mit dem Jenaer Sören Eismann (links). Der SSV Jahn siegte mit 1:0.
Sport
Tirschenreuth
01.07.2016
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Die Kapitäne René Klingbeil vom FC Carl Zeiss Jena (links) und Markus Palionis vom SSV Jahn führen ihre Teams in Tirschenreuth aufs Feld. Die Regensburger siegten gegen die Thüringer mit 1:0. Bilder: Schrems (2)

Der Jahn ist auf Ostbayerntour, auf Werbetour. Und entdeckt dabei auch die nördliche Oberpfalz. Vergangene Woche war der Drittliga-Rückkehrer in Vohenstrauß zu Gast, am Freitagabend spielte er in Tirschenreuth.

Der Werbeeffekt in dieser Partie auf dem FC-Platz in Tirschenreuth setzte erst in der zweiten Hälfte ein: "Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden", fällte Heiko Herrlich, Trainer des SSV Jahn Regensburg, ein hartes Urteil. "In der zweiten Hälfte wurde es besser." Und da gab es auch das einzige richtige Highlight. Mit 1:0 besiegte der SSV Jahn den Nordost-Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena. Es war im Stiftland auch das Duell der Glückskinder der jüngsten Pokal-Auslosung: Die Regensburger empfangen Mitte August Hertha BSC, Jena freut sich - auf den FC Bayern.

Vielleicht wollten sich die Spieler schon am Freitagabend bei ihren Trainern für diese Spiele empfehlen, denn in Tirschenreuth ging es schon zur Sache. Drei Mal Gelb zog der Schiedsrichter in der ersten Hälfte. Der SSV Jahn kam gar nicht in Tritt, hatte eigentlich nur eine kleine Chance durch Oliver Hein nach einer guten halben Stunde. "Es war sehr schwer in der Offensive Lösungen zu finden", sagte Sebastian Nachreiner. Anders die Thüringer: Angetrieben vom Ex-HSV- und Aue-Profi René Klingbeil erarbeitete sich Jena einige gute Möglichkeiten.

In der Pause wechselten beide Trainer nahezu komplett durch. Auch Nachreiner durfte beim Jahn nun ran. Der ehemalige Kapitän hatte sich vor fast einem Jahr das Kreuzband gerissen. Jetzt kann er in der Vorbereitung wieder voll angreifen. "Das war ein harter Test", bilanzierte er nachher. Und freute sich, dass es in der zweiten Hälfte besser lief. Nach exakt einer Stunde gelang da Daniel Schöpf per Kopf der Siegtreffer. Er verwandelte einen Abpraller von der Latte. Vorher war aber der Ball nach einem Weitschuss von Marvin Knoll schon hinter der Linie gewesen. Beim Jahn überzeugte in der letzten halben Stunde vor allem Erik Thommy, die Leihgabe vom FC Augsburg.

"Das war ein richtig guter Test gegen einen Gegner auf Augenhöhe", urteilte auch Markus Ziereis. Auch der Stürmer hatte es in der ersten Hälfte schwer, zudem müde Beine. "Zur Zeit ist es schon sehr hart im Training." Dennoch freut er sich auf solche Spiele wie in Tirschenreuth. "Ich finde gut, dass wir uns zeigen, dass wir rausgehen zu den Leuten, den Fans."

Und die sind ebenfalls froh. 550 Fans waren zum Spiel gekommen, sogar einige Fans aus Jena hatten sich ins Stiftland aufgemacht. "Wir sind mehr als zufrieden", sagte Josef Trißl, Vorsitzender des FC Tirschenreuth. "Wir hatten so mit 300 Leuten gerechnet." Auch die Organisation war perfekt. "Es hat alles geklappt." Und auch die Jahn-Profis lernen auf der Ostbayern-Tour neue Ecken kennen. "Hier war ich noch nicht", sagte Jahn-Niederbayer Nachreiner. "Aber das ist das Schöne, dass man mit dem Fußball überall hinkommt."

Statistik

SSV Jahn - Carl Zeiss Jena 1:0 Tor: 1:0 (60.) Daniel Schöpf - SR: Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz) - Zuschauer: 550 (auf dem FC-Platz in Tirschenreuth)
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