Vorschau Kreisliga Süd
Kampf um den Anschluss

Für den SV Steinmühle gab es am Doppelspieltag zunächst ein 0:10-Debakel beim FC Tirschenreuth und zwei Tage später einen 4:1-Erfolg gegen den ASV Waldsassen (Szene). Am Sonntag gastiert der SVS beim TSV Waldershof. Bild: hho
Sport
Tirschenreuth
08.10.2016
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Zwar führt der ASV Wunsiedel weiterhin ungeschlagen die Tabelle der Kreisliga Süd an. Allerdings ist die Spitze nach zwei Remis des Bezirksliga-Absteigers enger zusammengerückt. Ein Stiftländer Aufstiegsaspirant ist aber nicht in Sicht.

Die Landesliga-Reserve des SV Mitterteich durfte zuletzt etwas an den Aufstiegsplätzen schnuppern, kassierte vergangene Woche dann aber eine ärgerliche 2:3-Pleite in Überzahl beim Tabellendritten VfB Arzberg. Ein Sieg im Derby gegen die Sportfreunde aus Kondrau ist Pflicht, wenn nicht das triste Kreisliga-Niemandsland dauerhafte Heimat werden soll.

Danach sehnt sich die SG Fuchsmühl. Das Schlusslicht sollte zu Hause gegen Kirchenlamitz dreifach punkten, ansonsten gehen die Kreisliga-Lichter noch vor der Winterpause aus. Die SpVgg Wiesau (daheim gegen Wunsiedel) und der ASV Waldsassen (zu Hause gegen Schwarzenbach) belegen derzeit die beiden Abstiegs-Relegationsplätze, von denen auch der TSV Waldershof (daheim gegen Steinmühle) nur mehr einen Zähler entfernt ist. Das Trio muss seine Hausaufgaben erledigen, um für ruhigere Zeiten zu sorgen.

SV Mitterteich II Sa. 15.00 SF Kondrau

Nach sieben ungeschlagenen Spielen kassierte die Landesliga-Reserve beim Verfolgerduell in Arzberg eine unglückliche 2:3-Niederlage. Dennoch war Trainer Ralf Müller mit der Leistung nicht unzufrieden, auch wenn er bei den Gegentreffern ungewohnte Fehler beobachtete. "Wir wollen so schnell wie möglich wieder in die Erfolgsspur zurück. Allerdings sind die Sportfreunde eine ziemlich undankbare Aufgabe." An der personellen Situation wird sich im Vergleich zur Vorwoche wenig ändern. Mit den Langzeitverletzten ist vor der Winterpause nicht mehr zu rechnen. Kondraus Trainer Jürgen Schmidkonz sieht mit sechs Punkten seine Forderung am Doppelspieltag als erfüllt. "Wir dürfen uns aber nicht darauf ausruhen, sondern müssen weiter gierig auf Punkte sein", sagt er vor dem Derby. Seine Sportfreunde seien gegen die defensivstarke Landesliga-Reserve sehr motiviert. Verzichten muss der Coach dabei auf Schoof und Bauer.

SG Selb/Plößb.-Erk. Sa. 15.00 FC Marktleuthen

Für Spielleiter Werner Künzel ist der Aufwärtstrend der Spielgemeinschaft trotz großer Personalsorgen und fehlender Ergebnisse unverkennbar. Nur eine krasse Fehlentscheidung habe die SG um einen verdienten Punkt in Kirchenlamitz gebracht. "Aber so ist das eben, wenn man am Tabellenende steht", übt er sich in Galgenhumor. Gegen Marktleuthen starte die SG einen erneuten Anlauf auf drei Punkte. Personell hofft er auf Besserung, auch wenn die Jugendspieler fehlen werden. Nach zwei Spielen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, kommt auf FC-Coach Marc Sommer ein richtungsweisendes Spiel zu. "Wenn wir so auftreten wie in der ersten Halbzeit in Wiesau, werden wir auch dort nichts holen", warnt er seine Truppe. Konzentrationsfehler in der Defensive müssten abgestellt und die Chancenverwertung verbessert werden. "Es kann nicht sein, dass wir in jedem Spiel mehrmals Pfosten oder Latte treffen." Sommer kündigt einige Umstellungen an. Thumser und Pawletta fehlen weiterhin.

TSV Konnersreuth So. 15.00 SpVgg Selb

Mit vier Punkten aus dem Doppelspieltag war Konnersreuths Spielleiter Florian Neumann sehr zufrieden. War es gegen Waldershof ein verdienter Sieg aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bezeichnet er den Punkt in Wunsiedel dagegen als glücklich. "Gegen Selb am Wochenende müssen wir nachlegen, damit wir den Anschluss nach oben halten", fordert er. Gabert und Plaß fallen mit Knieverletzungen länger aus, dafür könnten Härtl und Lang in den Kader zurückkehren. SV-Trainer Stefan Rogler ist sehr erfreut, dass sich seine Truppe nach dem schwachen Auftritt in Waldsassen gegen Waldershof wieder von ihrer besseren Seite gezeigt und die maximale Punktzahl eingefahren hat. "Mit der Art und Weise vom Montagsspiel bin ich absolut einverstanden und genau diese Art Fußball werden wir auch in den nächsten Spielen gegen Konnersreuth und Wunsiedel brauchen", stimmt er auf zwei schwierige Aufgaben ein. Hinter dem Einsatz von Raphael Kowalczyk steht ein dickes Fragezeichen, er hat sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen. Ansonsten sind alle Mann an Bord.

TSV Waldershof So. 15.00 SV Steinmühle

"Nach dem gebrauchten Wochenende mit null Punkten aus zwei Spielen und einigen verletzten Spielern, gilt es nun gegen einen Gegner auf Augenhöhe die bitter nötigen Punkte zu holen, um nicht völlig abzurutschen", spricht Waldershofs Coach Harald Rupprecht Klartext. Er hofft, dass sich die Spieler der brenzligen Situation bewusst sind und das Spiel entsprechend angehen. Das Fehlen von Tobias Rupp, Manuel Pöhland, Dominik Hecht sowie Dominik Dotzauer macht die Sache nicht einfacher. Erst ein Debakel, dann der Derbysieg: Für Steinmühle glich der Doppelspieltag einem Wechselbad der Gefühle. Für Trainer Thorsten Meier war die Reaktion nach der zweistelligen Niederlage am wichtigsten. "Gegen Waldershof hoffe ich auf eine ähnliche Vorstellung wie gegen Waldsassen." Waldershof habe gegen die gleichen Gegner gepunktet wie der SV. "Daher erwarte ich ein knappes Ergebnis. Außerdem waren die letzten Begegnungen stets hart umkämpft." Meier muss krankheitsbedingt auf Lippert verzichten.

ASV Waldsassen So. 15.00 1. FC Schwarzenbach

ASV-Trainer Daniel Bindl ist noch immer sauer: "Zunächst eine bittere und unnötige Niederlage gegen Selb. Dann fehlte meiner Mannschaft im Derby schlicht die richtige Einstellung." Im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger fordert er von seiner Mannschaft den nötigen Biss, denn es zähle nur ein Sieg. "Nach einem mageren Punkt aus den letzten beiden Spielen müssen wir in Waldsassen nachlegen", fordert FC-Trainer Horst Pankau. Aus einer stabilen Defensive heraus soll effektiv nach vorne gespielt werden. "Das Tabellen-Mittelfeld liegt eng zusammen, so dass uns eigentlich nur ein Sieg hilft." Mit Mikuta, Bertl, Saalfrank und Barthold fallen allerdings wichtige Spieler aus.

SG Fuchsmühl So. 15.00 VFC Kirchenlamitz

Der Aufsteiger bekommt in der neuen Umgebung nach wie vor keinen Fuß auf den Boden. Zuletzt setzte es für die Truppe von Trainer Horst Höfer abermals eine herbe Klatsche in Kondrau. Wenn auf eigenem Platz erneut kein Dreier gelingt, rücken auch die Relegationsplätze in immer weitere Ferne. Trotz allen Drucks käme etwa Zählbares gegen die favorisierten Gäste einer faustdicken Überraschung gleich. Nach dem Sechs-Punkte-Wochenende ist die Stimmung beim Fusionsverein dagegen prächtig. Dennoch sieht Trainer Ali Sener noch einige Baustellen. "In Wiesau haben wir die erste Halbzeit verschlafen und gegen Selb/Plößberg war es keine gute Partie von uns." Für den Kontrahenten aus der Oberpfalz bemüht Sener ein altes Sprichwort: "Angeschlagene Boxer sind bekanntlich am gefährlichsten." Personell steht hinter dem jungen Amidovic noch ein Fragezeichen. "Ich hoffe jedoch, dass er spielen kann. Denn der 18-Jährige spielt rotzfrech auf und begeistert total."

ASV Wunsiedel So. 16.00 SpVgg Wiesau

Nach mageren zwei Punkten vom Doppelspieltag haben die Verfolger des ASV aufgeholt und es wird richtig eng an der Tabellenspitze. "Wir haben momentan in jedem Spiel gewaltige Schwächephasen, die ein Tabellenführer nicht haben darf", klagt Coach Udo Schnurrer. Gegen Wiesau erwartet er eine Reaktion der Mannschaft und einen Heimsieg. Neben den Langzeitverletzten fehlt noch Koller. Kollege Markus Pappenberger von der SpVgg Wiesau hadert mit der schwachen Chancenverwertung seiner Truppe: "So bauen wir unsere Gegner immer wieder auf." Den Tabellenführer sieht Pappenberger als technisch versierte und spielstarke Mannschaft. "Mit Fabian Bartl und Heiko Neudert treffen wir auf zwei ehemalige Wiesauer. Das motiviert uns zusätzlich." Die SpVgg habe Respekt, aber keine Angst. Lauton, N. Bader, E. Bader, Konrad, Dutz und Schuller stehen bei der Bewältigung dieser "großen Herausforderung" allerdings nicht zur Verfügung.

FC Tirschenreuth So. 16.00 VfB Arzberg

Der FC verschenkte laut Spielleiter Thomas Schramm am letzten Spieltag durch mangelhafte Chancenverwertung leichtfertig einen Sieg. "Dieses Manko muss gegen Arzberg dringend abgestellt werden", fordert er. Allein die zuletzt guten spielerischen Leistungen würden gegen diesen Gegner nicht reichen. "Einsatz und Kampfbereitschaft sind ebenso gefragt." Büttner kehrt in den Kader zurück, der ansonsten unverändert bleibt. "Ich bin immer noch begeistert, was die Mannschaft trotz zahlreicher Ausfälle am Doppelspieltag abgeliefert hat", schwärmt VfB-Spielleiter Rainer Walter. Nun kommt es zum Aufeinandertreffen mit dem FC Tirschenreuth, der nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern der Oberfranken zählt. "Es ist immer ein Spiel auf Augenhöhe, leider meist mit dem besseren Ende für den FC." Damit soll aber nun Schluss sein. Wunderlich wird in die Mannschaft zurückkehren.
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