130 000 Euro an Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft vorbei geschleust
Der Trick mit den Überstunden

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Regensburg deckte den Schwindel mit Überstunden auf. (Foto: Bild: Bildungs-und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung)
Vermischtes
Tirschenreuth
18.10.2016
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Tirschenreuth. (nt/az) Der Schaden ist hoch, die Strafe entsprechend: Mehr als 130 000 Euro schleusten zwei Geschäftsführer sowie eine mit der Lohnabrechnung betraute Mitarbeiterin einer Firma aus dem Landkreis an Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft vorbei. Wie die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg mit Dienstsitz in Weiden ergaben, wurden über einen Zeitraum von über vier Jahren die im Unternehmen geleisteten Überstunden entweder bar an die Arbeitnehmer ausbezahlt oder mit Naturalien aus dem Firmenbestand vergütet.
Das Amtsgericht Regensburg verurteilte einen der Geschäftsführer zu einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je 110 Euro sowie zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten, die auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die mit der Lohnabrechnung betraute Mitarbeiterin wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 13 500 Euro sowie zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt, ebenfalls ausgesetzt zur Bewährung auf zwei Jahre.
Gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 20 000 Euro wurde von der Erhebung einer öffentlichen Klage gegen den zweiten Geschäftsführer abgesehen.
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