20. Bauernmarkt der Direktvermarkter
Vom Hof gleich zum Kunden

Gemüse und Obst direkt vom Erzeuger, nachhaltiger kann die heimische Landwirtschaft gar nicht sein. Bild: kro
Vermischtes
Tirschenreuth
18.09.2016
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Das Wetter meinte es nicht gut mit den Direktvermarktern aus dem Landkreis. Ausgerechnet beim Jubiläums-Bauernmarkt am Samstag regnete es in Strömen. Dennoch: Die Nässe tut der Landwirtschaft schon auch gut.

Dem Regen zum Trotz: Der 20. Tirschenreuther Bauernmarkt auf dem Marktplatz der Kreisstadt war wieder eine Demonstration der Leistungsfähigkeit der einheimischen Direktvermarkter. Wegen des anhaltend schlechten Wetters gab es diesmal zwar kein musikalisches Rahmenprogramm, die Kunden kamen aber dennoch auf ihre Kosten.

Für die Direktvermarkter erinnerte Stefan Schlötzer bei der offiziellen Eröffnung am Vormittag an eine unwahrscheinliche Vielfalt an heimischen Produkten der Direktvermarkter. Von Biogemüse bis hin zum Bauerngeräucherten, von Brot über Straußen-Gulasch bis zu Schnäpsen und Likören reiche das Angebot. Der Sprecher wies auch auf den "Landkreiskorb" hin, den die Direktvermarkter seit 2004 im Programm haben. "Jeder Euro, der hier ausgegeben wird, trägt zur Wertschöpfung der Region bei."

s 2. Bürgermeister Peter Gold bedauerte zwar das schlechte Wetter, betonte aber, "dass die Landwirtschaft nicht nur vom schönen, sondern vor allem auch vom regnerischen Wetter lebt". Die Nässe sei nach drei Wochen Dauer-Sonnenschein auch vielfacher Wunsch der Landwirte gewesen. Die Selbstvermarktung, so Gold, sei sehr ökologisch, denn die produzierten Produkte würden unmittelbar vor Ort verkauft. Auch wenn der Preis vielleicht etwas höher sei, die Politik könne dies nur unterstützen. Die Verbraucher sollten das Angebot nützen.

Auch stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler sparte nicht mit Lob. "Heimische Produkte haben eine sehr hohe Qualität." Der Sprecher brach in diesem Zusammenhang eine Lanze für den Ländlichen Raum, der eine hervorragende Lebensqualität besitze. Zu dieser hohen Klasse tragen die Direktvermarkter ihr Scherflein bei.

Doris Eckl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ging vor allem auf 20 Jahre Tirschenreuther Bauernmarkt ein, der in den Anfangsjahren auch eine enge Verbindung mit den Erlebniswochen Fisch hatte. Der Schwerpunkt des Angebotes sei deshalb damals auch bei den Schuppentieren gelegen. "Später haben sich auch die landwirtschaftlichen Produkte wie Lamm-, Puten-, Rind- und Schweinefleisch, Wurst sowie Kartoffeln, Gemüse, Honig und die veredelten Produkte wie Brot, Kuchen, Schnäpse und Liköre hinzugesellt." Heute gebe es auf dem Bauernmarkt auch Stutenmilch, Bison- und Straußenprodukte oder auch Hirschgulasch. Eckl verwies auch auf den Streichelzoo des Kleintierzuchtvereins, das Vorführen alter Handwerkstechniken oder das Basteln von verschiedenen Produkten, die in den vergangenen Jahren vorgeführt und präsentiert wurden.
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