200. Geburt in Tirschenreuth
Jeden Tag ein Baby

Das 200. Baby in diesem Jahr im Krankenhaus Tirschenreuth heißt Felix. Dazu gratulierten Krankenhausleiterin Claudia Kost und Chefarzt Kurt Weber (von links) sowie Schwester Vivien-Marie Bauer (rechts) den stolzen Eltern Armin und Veronika Troppmann aus Neustadt. Bild: Grüner
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Tirschenreuth
22.07.2016
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Am 20. Juli um 13.33 Uhr erblickte Felix Troppmann im Tirschenreuther Krankenhaus das Licht der Welt. Er ist das 200. Kind, das in diesem Jahr hier entbunden worden ist. Im Vorjahresvergleich sind das drei Geburten mehr. Und das freut nicht nur Chefarzt Kurt Weber.

Die Eltern des neuen Erdenbürgers, Veronika und Armin Troppman sind aus Neustadt/WN. Weil der Stammhalter das Jubiläums-Baby ist, überreichten Krankenhausleiterin Claudia Kost und Chefarzt Kurt Weber einen Blumenstrauß an die Eltern.

Grund zum Feiern


"Ein Grund zum Feiern", so der Chefarzt. Denn um den Standort als Geburtshilfeklinik in "trockenen Tüchern" zu wähnen, muss eine gewisse Anzahl an Geburten nachgewiesen werden. "Jeden Tag ein Baby - und die Welt ist in Ordnung", so der Chefarzt. Scheint zu funktionieren, denn seit der Geburt von Felix wurden hier bereits drei weitere Kinder geboren.

Die familiäre Atmosphäre im Haus sei nicht zu unterschätzen, wenn es um die Auswahl einer Geburtsklinik geht, "Das kommt in der Bevölkerung gut an." Natürlich sei die Erhaltung des Standortes ein ständiger Kampf, weiß Claudia Kost. "Deshalb sind wir auch ständig am entwickeln und perfektionieren zukunftsfähiger Konzepte." Froh sind Krankenhaus-Chefin und Chefarzt über die Nachfolge von Dr. Wolfgang Ries in Waldsassen. Mit Dr. Ladislav Dedek sei ein Nachfolger gefunden worden, der viele werdende Mütter nach Tirschenreuth bringe. Auch zahlreiche Weidener Gynäkologen hätten Tirschenreuth als würdige Geburtsklinik für ihre Patientinnen entdeckt.

Laparoskopie


Neben der Geburtshilfe sind seit einem Jahr auch in der operativen Frauenheilkunde Fortschritte zu verzeichnen. Sowohl Chefarzt Kurt Weber als auch Dr. Ladislav Dedek operieren in Tirschenreuth laparoskopisch. Dafür wurde das Personal entsprechend ausgebildet. Was die Hebammen-Situation betrifft, gibt es keine wirklichen Fortschritte. Nachdem sich Eva Decker mit 70 Jahren zur Ruhe gesetzt hat, schultern Margarete Ackermann, Elisabeth Reisnecker und Frieda Schieder-Emler diesen wichtigen Part der Geburtshilfe.

Sah es in der Vergangenheit so aus, dass niemand mehr Hebamme werden wollte, scheint sich jetzt das Bild zu wenden. Das kommt nicht von ungefähr. Seit etwa einem halben Jahr bieten die Kliniken Nordoberpfalz AG ein Stipendium für Hebammen an. Wer den Beruf ergreifen will und sich verpflichtet, nach der Ausbildung bei den Kliniken AG einzusteigen, erhält während der Ausbildung monatlich 300 Euro. Sieben Hebammenschulen gibt es in Bayern. An allen sind die Infobroschüren der Kliniken AG aufgelegt. Das trägt bereits erste Früchte. Am 1. Oktober beginnt eine Stipendiatin aus Weiden ihre Ausbildung an der Uniklinik Würzburg.

Weitere Interessentinnen


Eine weitere Interessentin aus dem Landkreis steht auf der Warteliste der Hebammenschule in Ingolstadt. Um die Wartezeit dem Berufswunsch entsprechend zu nutzen, beginnt sie am 1. August im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes ein praktisches Jahr im Krankenhaus Tirschenreuth. "Und eine weitere Interessentin aus Tirschenreuth hat für ein Praktikum angefragt", freut sich Claudia Kost.
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