344. Wallfahrt für die Kirche
Die Nähe Gottes wahrnehmen

Die Messe anlässlich der 344. Wallfahrt für die Kirche zelebrierten (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg und Kaplan Paul Gebendorfer. Bild: wür
Vermischtes
Tirschenreuth
17.12.2015
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Am dritten Adventssonntag kam auf Einladung von Stadtpfarrer Georg Flierl Weihbischof Reinhard Pappenberber aus Regensburg als Prediger zur 344. Wallfahrt für die Kirche nach Tirschenreuth. Ein großes Dankeschön sprach Flierl auch den vielen treuen Pilgern aus.

In seiner Predigt ging Pappenberger auf das begonnene Jahr der Barmherzigkeit ein. Am letzten Sonntag wurde auch die Heilige Pforte am Hauptportal der Klosterkirche der Karmeliten in Regensburg geöffnet. Dort ist jeden Tag Anbetung, wie hier in Tirschenreuth. Dies sei ein Ort, wo die Nähe Gottes so fein wahrgenommen wird. Es sei wichtig für uns Menschen, den uns nahekommenden Gott selber nahe zu kommen. Die Sünde, welche jedes Menschenleben zeichnet, ging an Jesus vorbei. Die Liebe Gottes rettete ihn im voraus.

Maß der Barmherzigkeit


"Wir müssen Maria in den Blick nehmen, wenn wir von Barmherzigkeit sprechen. Sie ist das Urbild und Vorbild des Glaubens, des Hoffens und des Liebens. Da sie selber so ein tief glaubender, stark hoffender und grenzenlos liebender war. Damit wissen wir, was wir tun sollen." Der Weihbischof stellte die Frage: "Was sollen wir tun?" Niemanden misshandeln, keinen terrorisieren, keinen durch uns zu Schaden kommen lassen, sei das Mindeste an Menschlichkeit. Als man Johannes den Täufer fragte, was solle man tun, gab er zur Antwort: "Tut wenigstens nichts Schlimmes". Im Blick auf die Gottes Mutter müssten wir etwas mehr tun. Die Gottes Mutter und der Hl. Josef gehörten zu den Armen ihrer Zeit und doch waren sie überreich. Sie hatten mit ihrem Kind alles. Sie begriffen, dass sie ganz und gar von Gott geliebt wurden und werden selber ganz und gar lieben. So kommt Gott ihnen nahe. Dies sei auch der Anspruch an uns. Wir müssen selber Menschen werden, die Gott und anderen nahekommen. Dies sei das Maß der Barmherzigkeit.

Es gilt im Glaubensmaß nicht viel zu haben. Nicht die Menge sei es. Die könne dem Menschen schaden, wenn er vor lauter Haben habgierig wird. Wichtig sei mit seinem Haben, seinem Können und seinem Wissen Gutes zu tun. Was sollen wir tun? Diese Frage müssen wir für uns nicht äußerlich sondern innerlich beantworten. Dies sei eine Herzensfrage.

Innerlich reifen


"Die Gottesmutter wird uns in diesem Jahr der Barmherzigkeit helfen, innerlich zu reifen und weiter zu kommen. Bei ihr können wir lernen, Gutes zu tun, teilen, Rücksicht zu nehmen, indem wir sie einfach nachahmen. Denn sie kennt den menschgewordenen, das lebendige Erbarmen Gottes am besten", so Prediger Weihbischof Reinhard Pappenberger.
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