345.Wallfahrt für die Kirche
Auf die Stimme Gottes hören

Gemeinsam feierten den Wallfahrtsgottesdienst in Tirschenreuth (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, Präfekt Gerhard Pöpperl, Pater Klaus Kniffki und Pfarrer Konrad Gruber.
Vermischtes
Tirschenreuth
19.01.2016
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"Von Gott berufen oder von einer Fantasie besessen?" Eine Frage, mit der sich Direktor Gerhard Pöpperl bei der Monatswallfahrt beschäftigte.

Zur 345. Wallfahrt für die Kirche konnte Stadtpfarrer Georg Flierl Direktor Gerhard Pöpperl aus Regensburg begrüßen. Der Gottesdienst wurde umrahmt durch Werke von Bach, Bellini, Reger und Rutter, von den Solisten Christine Kohl und Ottmar Andritzky, sowie Werner Fritsch an der Orgel.

"Ist ein Mensch von Gott berufen oder ist er von einer eigenen Idee, von einer Fantasie, besessen", fragte Gerhard Pöpperl zum Auftakt seiner Predigt. Dies zu unterscheiden sei nicht einfach, aber nicht unmöglich. "Gerade heute wollen wir uns an das Beispiel der Gottesmutter halten, die ja der Inbegriff des berufenden Menschen ist." Sie hätte auf das gehört, was Gott ihr sagen ließ. Wäre sie nur deshalb selig, weil sie Jesus in ihrem Leib getragen hat, dann wäre diese Seligkeit nur Maria vorbehalten gewesen. "Diese Seligkeit aber, die daraus erwächst auf Gottes Wort zu hören und es zu befolgen, steht uns allen offen", betonte der Geistliche. "Gott hat uns gerufen seine Familie, seine Kinder zu sein und in der Taufe haben wir diese Berufung angenommen." In der Firmung hätte man sich später bewusst entschieden, diesen Weg der Gotteskindschaft weiterzugehen und unserer Berufung dem Ruf Gottes sein Kind zu sein, weiter zu folgen. "Wer sein Leben unter den Ruf Gottes stellt, kann wahrlich von sich sagen, dass er ein Berufener ist."

Kindern das Beten lehren


Aber auch ein Beruf könne Berufung sein. Wir alle würden nicht Fatima feiern ohne die Kinder Lucia, Jacinta und Francico. Die Eltern hätten gemerkt, dass sich die Kinder das nicht ausgedacht haben, sondern dass es wahrlich Gott ist, der durch diese Kinder wirkt. Sie haben auf die Stimme Gottes gehört und haben sich rufen lassen. "Wir allen stehen in der Verantwortung für unseren Glauben. Wenn wir unsere Berufung ignorieren, dann wird das nicht nur uns betreffen, sondern auch andere. Wir sind berufen, unseren Glauben zu bewahren, aber nicht dadurch, dass wir auf die Straßen gehen und protestieren, sondern das wir in die Kirche gehen und beten, das wir unseren Kindern das Beten wieder lehren und die Liebe Gottes zeigen", wandte sich der Prediger an die Gottesdienstbesucher.
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