350. Wallfahrt für die Kirche in Tirschenreuth
Barmherzig wie der Vater

Die 350. Wallfahrt zelebrierten (von links) Kaplan Paul Gebendorfer, Stadtpfarrer Georg Flierl, Pfarrer Norbert Götz und Pfarrer Josef Schön. Nicht im Bild Kaplan Reinhold Aigner. Bild: wür
Vermischtes
Tirschenreuth
18.06.2016
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Eigentlich wollte Stadtpfarrer Georg Flierl Bischof Dr. Moses Prakasam aus Indien zur 350. Wallfahrt für die Kirche begrüßen. Doch der konnte nicht rechtzeitig nach Deutschland abreisen. So übernahm der Regionaldekan selbst die Aufgabe des Predigers.

Der 13. Juni ist auch der Festtag des Hl. Antonius von Padua. Den Zusatz im Namen trägt dieser Heilige deswegen, weil er in Padua seine letzte irdische Ruhestätte gefunden hat. Sein Grab ist heute noch das Ziel vieler Wallfahrer. 1195 in Lissabon geboren, trat Antonius bereits mit 15 Jahren den Augustinerchorherren bei.

Antonius galt schon zu Lebzeiten als bedeutendster Prediger seiner Zeit. Man erzählt sich, dass bis zu 30 000 Menschen zusammenströmten, um ihn predigen zu hören. Eine der großen Herausforderungen für Antonius war es, Menschen zu versöhnen. "Er wollte die Menschen zum Glauben an Jesus Christus und den dreifaltigen Gott hinführen", wusste der Stadtpfarrer. In seinen Predigten habe sich auch ein zutiefst soziales Anliegen widergespiegelt. "Er setzte sich gegen Zinswucher und für die Rechte der Armen ein."

Georg Flierl spann den Bogen zum Jahr der göttlichen Barmherzigkeit. Antonius von Padua habe einmal gesagt: "Seid barmherzig, wie es auch Euer Vater ist." Wie der himmlische Vater ein dreifaches Erbarmen habe, so sollten auch die Menschen ein dreifaches Erbarmen mit ihren Nächsten haben. Schön, weit und kostbar sei das Erbarmen des Vaters. "Es ist schön, weil es von Verfehlungen befreit; weit, weil es sich im Laufe der Zeit in guten Taten verbreitet und es ist kostbar, weil es in den Freuden des ewigen Lebens endet."

Ein Dank für die musikalische Mitgestaltung erging an das Mozartquartett aus Kemnath (Sandra Weber, Cordula Stiegler, Thomas Stiegler und Christian Kick) unter der Leitung von Josef Zaglmann und Hubert Köhler an der Orgel.
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